Stray From The Path, Europe Tour 2019, am 22.12.2019 im Hamburger Logo

Core Abriss zum vierten Advent im Logo

Eventname: Stray From The Path UK Europe Tour 2019

Headliner: Stray From The Path

Vorbands: The Devil Wears Prada, Gideon, Loathe

Ort: Logo, Hamburg

Datum: 22.12.2019

Kosten: 25,00 € + Gebühr VK, (Sold Out)

Genre: Hardcore, Metalcore

Besucher: ca. 450 Besucher

Veranstalter: Kingstar GmbH

Links: https://myspace.com/strayfromthepath
https://myspace.com/gideonmetal
https://www.loatheasone.co.uk/
https://www.tdwpband.com/
http://www.kingstar-music.com
https://www.logohamburg.de/

Setlisten:

Loathe:

  1. Aggressive Evolution
  2. Servant And Master
  3. New Faces In The Dark
  4. Banshee
  5. Gored
  6. Dance On My Skin
  7. White Hot
  8. The Cold Sun
  9. It’s Yours

Gideon:

  1. Bite Down
  2. Cursed
  3. Sleep
  4. Take Me
  5. 2 Close
  6. Style
  7. Champions
  8. Freedom
  9. No Love/No One

The Devil Wears Prada:

  1. Switchblade
  2. Danger: Wildman
  3. Worldwide
  4. Lines Of Your Hands
  5. Dead Throne
  6. Assistant To The Regional Manager
  7. Chemical
  8. Planet A
  9. Anatomy
  10. Born To Lose

Stray From The Path:

  1. Fortune Teller
  2. The Opening Move
  3. Outbreak
  4. Goodnight Alt-Right
  5. Badge & A Bullet Pt. II
  6. Kickback
  7. Second Death
  8. D.I.E.P.I.G.
  9. Beneath The Surface
  10. Ring Leader
  11. The House Always Wins
  12. Badge & A Bullet
  13. Killing In The Name (Rage Against The Machine Cover)
  14. First World Problem Child

Hamburg im Dezember 2019 ist mit Konzerten – passend zu Weihnachten – nahezu „gesegnet“. Selbst am heutigen Sonntag sind drei Konzerte in der Stadt. Die meisten Zuschauer ziehen Feine Sahne Fischfilet in der Sporthalle (ist bereits der zweite Gig – Samstag waren die auch schon am Start). Montreal spielen in der Markthalle (ebenso wie Feine Sahne Fischfilet der zweite Gig) und hier im Logo gibt es ein Hardcore/Metalcore Paket.

Im Gegensatz zu anderen Clubs hat das Logo überhaupt gar kein Problem, die korrekte Zeit für Einlass und Anfang des Konzerts zu vermelden. Sowohl auf der Facebook Seite als auch auf der Webpage. An der Tür klebt auch noch ein Schild. Perfekt! Das kann nicht jeder Club in Hamburg. Das Konzert heute ist ausverkauft. Core in dem kleinen Club und ausverkauft wird auf jeden Fall wieder eine heiße Angelegenheit.

Um 19.30 Uhr geht es pünktlich los. Loathe aus Liverpool legen sich dann auch gleich mal mächtig ins Zeug. Die Band spielt einen Metalcore mit Nu Metal Elementen. Sänger Kadeem shouted, in Nebel und dunkles Licht gehüllt, was die Stimme hergibt. Zwischendrin springt auch der Sänger von Gideon (Daniel McWhorter) mit auf die Bühne und so sind rechts und links vom Balken zwei Shouter unterwegs. Auf der Setlist ganz oben stehen die neuen Sachen wie Aggressive Evolution, New Faces In The Dark und Gored (alle 2019 als Single erschienen). Aber auch drei Songs vom 2017er-Album The Cold Sun sind zu hören. Insgesamt gibt es neun Tracks und nach ca. 45 Minuten verlassen Loathe die Bühne.

Als Nächstes sind Gideon an der Reihe. Die Band kommt aus den USA (Alabama) und existiert bereits seit 2008. Fünf Full Length Records wurden bisher auf den Markt geworfen. Mit dem aktuellen Werk Out Of Control tourt man durch Europa. Die vier Jungs aus den Staaten sind recht melodisch und bieten einen Hardcore/Metalcore Mix. Schöne Gitarrenriffs schallen durch den Club und Daniel McWhorter wird von Andrew Di Jorio für einen Song unterstützt. Neun Tracks werden live präsentiert. Fünf davon vom neuen Album Out Of Control. Auch Gideon erhalten ca. 45 Minuten Spielzeit.

Nummer drei am heutigen Abend ist dann reiner Metalcore. The Devil Wears Prada aus Ohio kommen auf die Bühne. Das Line-Up der Band ist übrigens wieder komplett. Für den Ex-Drummer Daniel Williams wurde Giuseppe Capolupo verpflichtet. So tummeln sich sechs Musiker auf der kleinen Bühne. Im Gegensatz zu den anderen Bands setzen TDWP auch ein Keyboard ein, welches von Jonathan Gering bearbeitet wird. Weiterhin sind Mike Hranica (Gesang), Jeremy Depoyster (Gesang, Rhythmus-Gitarre), Andy Trick (Bass) und Kyle Sipress (Gitarre) am Start. Los geht es mit Switchblade vom aktuellen Album The Act. Mike springt immer wieder in Richtung Publikum und es bilden sich kräftige Moshpits. Ein Circle Pit ist im Logo quasi nicht möglich. Der Platz vor der Bühne ist kaum mehr als sechs mal drei Meter. Stufen in Richtung Bar sowie Verstrebungen mit Stehtischen zwischen Technik und Bühne lassen derartige Aktivitäten quasi nicht zu, bzw. würden dann doch ein größeres Gesundheitsrisiko mit sich bringen. Mit Danger: Wildman vom 2009er-Werk With Roots Above And Branches Below und Worldwide vom 2016er-Album Transit Blues wird nun getestet, ob man den Laden in 2019 nicht doch noch abreißen kann. Das Publikum ist auf jeden Fall gut unterwegs, während Mike und Jeremy die Shouts kräftig in den Club feuern. Schlusspunkt der Show bildet Born To Loose vom 2011er-Record Dead Throne. Die Band kündigt an, dass man nach der Show noch am Merch zu finden sein wird und verlässt nach ca. 55 Minuten unter kräftigem Applaus und Pommesgabeln die Bühne.

Headliner am heutigen Abend sind Stray From The Path aus New York. Seit 2001 existiert die Band. In den ersten Jahren war man zu fünft unterwegs. Aktuell besteht das Line-Up aus Andrew Di Jorio (Gesang), Thomas Williams (Gitarre), Anthony Alatamura (Bass) und Craig Reynolds (Schlagzeug). Insgesamt zehn Alben wurden bereits produziert. Das aktuelle Werk heißt Internal Atomics, welches pünktlich zur Tour am 01.11.2019 erschien. Der Opener ist dann auch gleich Fortune Teller vom neuen Record. Nun werden die Innenausbauten auf ihre Haltbarkeit getestet. Crowdsurfer, heftige Moshpits und sehr viel Bewegung vom ersten Song an. Gerade die Crowdsurfer passen so gerade zwischen Crowd und Decke. Nach The Opening Move gibt es erst mal ein paar Ansagen von Andrew. Unter anderem stellt er klar, dass Rassismus, Faschismus und Homophobie nicht nur hier und heute, sondern generell nix auf dieser Welt zu suchen haben und die gespielten Songs die oft negativen Erlebnisse der letzten zehn Jahre beschreiben. Dafür gibt es donnernden Applaus vom voll besetzten Club. Weiter geht es mit Outbreak (von Subliminal Criminals) und Goodnight Alt Right (von Only Death Is Real). Später in der Show stürmt Kadeem (Sänger von Loathe) mit auf die Bühne und Andrew & Kadeem shouten um die Wette. Kurze Zeit später macht Kadeem auch noch den Crowdsurfer und das Logo wackelt in seinen Grundfesten. Die Setlist umfasst leider nur Tracks von den letzten vier Alben (also aus dem aktuellen Jahrzehnt). Ich persönlich finde das etwas schade. Gerade die Villains von 2008 ist recht cool. Ein Rise Against The Machine Cover läutet das Ende des Gigs ein. Andrew bedankt sich noch mal bei den drei Bands, der Crew und den Fans. Die Tour geht hier und heute zu Ende. Das Finale ist schließlich First World Problem Child. Nach ca. 75 Minuten endet der Gig. Es gibt nochmals Standing Ovations und viele klitschnasse, aber zufriedene Gesichter. Was für ein Abriss!

Fazit: Metalcore und Hardcore zum Ende des Jahres sind nochmals ein intensives Musikerlebnis. Alle Musiker sind nach dem Gig auch noch irgendwo im Club zu finden auf ein Kaltgetränk, für ein Foto oder Ähnliches. Ein mehr als gelungener Jahresausklang.

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