Styx – Crash Of The Crown

Seit Jahren auf einem hohen Niveau, nur in Chicago ist die neue Erfolgswelle noch nicht angekommen

Artist: Styx

Herkunft: Chicago, USA

Album: Crash Of The Crown

Spiellänge: 43:10 Minuten

Genre: Hardrock, Rock

Release: 18.06.2021

Label: Universal Music Enterprises

Link: https://styxworld.com/

Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang, Mandoline, Banjo – Tommy Shaw
Gitarre, Gesang – James ‚JY‘ Young
Bassgitarre – Ricky Phillips
Bassgitarre – Chuck Panozzo
Piano, Melloton, Gesang, Synthesizers – Lawrence Gowan
Schlagzeug, Perkussion – Todd Sucherman

Tracklist:

  1. The Fight Of Our Lives
  2. A Monster
  3. Reveries
  4. Hold Back The Darkness
  5. Save Us From Ourselves
  6. Crash Of The Crown
  7. Our Wonderful Lives
  8. Common Ground
  9. Sound The Alarm
  10. Long Live The King
  11. Lost At Sea
  12. Coming Out The Other Side
  13. To Those
  14. Another Farewell
  15. Stream

Styx ist eine legendäre Rockband aus Chicago, die in diesem Jahr ein neues Album mit dem Titel Crash Of The Crown herausgebracht hat. Das 16. Studioalbum der Amerikaner steht seit Mitte Juni griffbereit bei allen gut sortierten Plattendealern. Über Universal Music Enterprises haben die Musiker 15 neue Stücke zusammengetragen, um Old School US-Rock mit Hardrock Elementen zu veredeln. Von den 1970er bis 1980er erlangten sie schnell Weltruhm und gehörten zu den Adult Orientated Rock Veteranen. Seit 1990 wurde es deutlich ruhiger um die Größe, die in ihren ersten zwei Jahrzehnten ein Album nach dem nächsten produzierte. Bevor wir jetzt ganz vom Thema abkommen und die Zeit von vor über 30 Jahren thematisieren, stürzen wir uns lieber auf den neuen Stoff.

Bei The Fight Of Our Lives schwingen viel Eindrücke mit und man muss erst mal den Fokus auf die Facetten bekommen. Gesanglich schwingen sogar Queen ganz eindeutig mit. Technisch schmeißen Styx mit den ersten beiden Titeln noch gar nicht alle Karten auf den Tisch. A Monster offenbart jedoch Tendenzen, die auch das progressive Lager interessieren dürften. Pianomelodien greifen in mehrstimmige Gesänge, die mit viel Druck und Liebe bereichert werden. Die diversen Instrumente sorgen für ein rundes Gefühl und machen den Silberling unberechenbar. In 43 Minuten gibt es keinen Stolperstein, über den die erfahrene Truppe hätte stolpern können. Ganz anders als in ihrer Heimat haben die alten Anhänger bei uns in Deutschland und in der Schweiz die Herren nicht vergessen. Die Chartplatzierungen sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache, auch wenn der ganz große Wurf ausgeblieben ist. Spaß machen die lockeren Nummern wie Reveries oder Save Us From Ourselves. Leichte Blues-Klänge umgarnen flockige Beats, die man in viele Subgenres packen könnte. Alt und muffig agieren die Künstler jedoch nicht und versuchen selbst im Jahr 2021 mit der Zeit zu gehen. Dass der berühmte Lack noch nicht ab ist, spürt man in jeder Sekunde von Crash Of The Crown. Die Queen-ähnlichen Passagen überfordern mich trotzdem das eine oder andere Mal. Nein, ganz im Ernst – das Songwriting ist stimmig, die Stücke haben ihren Spirit und formen ein rundes Ganzes. Die Stimmen nehmen den Hörer an die Hand, lassen liebevolle Balladen wie Our Wonderful Lives zu und tun keinem weh.

Styx – Crash Of The Crown
Fazit
Rocker mit einer sensiblen Ader haben Styx wohl schon seit vielen, vielen Jahren auf dem Zettel. Crash Of The Crown dürfte nicht als das beste Werk der Amerikaner in die Geschichte eingehen. Dennoch gehört es auch nicht zu den schwächsten Veröffentlichungen von Tommy Shaw und Gefolge. Auf einem hohen Niveau kann man, wenn man möchte, schnell begeistert werden, wenn man eben auf guten Rock der Anfänge steht. Radiosound der Achtziger greifen in leicht progressive Handschriften der späten Siebziger. Was bleibt, ist ein Werk mit Höhen und Tiefen. Mit frechen Nummern und andächtigen Momenten. Zwischen purer Freude und trauriger Einsamkeit - alles wird abgearbeitet. 

Anspieltipps: A Monster und Our Wonderful Lives
René W.
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