Terrordome – Straight Outta Smogdown

Highspeed Thrash Metal polnischer Natur. Hier wird gedroschen, bis der Notarzt kommt und wieder geht!

Artist: Terrordome

Herkunft: Polen

Album: Straight Outta Smogdown

Spiellänge: 40:31 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 05.02.2021

Label: Selfmadegod Records

Link: https://www.facebook.com/terrordomeband

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Uappa Terror
Gitarre – Paua Siffredi
Bassgitarre – Simon
Schlagzeug – Friggi Mad Beats

Tracklist:

  1. Terrorizing The Nation As The Best Way To Thwart Shameful Schemes
  2. Possessed By Blyat
  3. Worried Again
  4. Steel On The Road
  5. Plastic Death
  6. Your Personal Comfort Versus The Global Disaster
  7. Desordem E Regresso
  8. Into The Void
  9. Ego-Boost Downfall
  10. Money Kills
  11. Demolition
  12. I Don’t Care
  13. Conspiracy
  14. The Day They Left Their Graves

Seit 2005 lärmt dieses Quartett aus Polen jetzt schon herum, allerdings in dieser Konstellation erst im Jahre 2020. Neuer Drummer, neuer Basser, neue Songs und neues Album. So soll es sein. In 15 Jahren zwei Alben ist nicht wirklich viel, aber die Burschen haben noch einige Splits und Singles am Start und haben sich viel im Underground bewegt. Album Nummer drei steht auf der Agenda.

Die polnische Vernichtungsmaschine lässt es mit ihrem besinnlich klingenden Intro erst einmal ruhig angehen und bereitet einen mit Ruhe auf das vor, was kommen wird. Nach kurzen Drumanschlägen geht der Thrash Metal in seine Vollen. Possessed By Blyat ist schon in vollem Gange. Kurzer Vorspieler und dann Highspeed. Der Sänger kotzt sich aggressiv die Seele aus dem Leib. Kurze Sprechpassagen und wieder Attacke. Break. Geile ruhige Momente. Hier wird kurz gegroovt und ein Solo verbraten. Die Drums sind dabei aber immer noch sehr aktiv und mit dem Highspeedpart endet der Spaß.

Mit dem Highspeed geht es weiter. Worried Again setzt nahtlos fort. Dann wird gegroovt und die Doublebass läuft rauf und runter. Richtig geile Riffs werden an den Start gelegt. Die Band verwendet im Refrainpart tiefere Vocals und kreischt immer wieder Worried Again. Dabei ist man jederzeit, auch in den ruhigen Momenten, total aggressiv. Es folgt wieder ein brutales Solo, welches der Drummer so was von nach vorne treibt. Absolut als Verstärkung eingebaut und nicht als Zerstörung. Am Ende noch einmal den Refrainpart und fertig ist die polnische Suppe.

Steel On The Road ist, glaube ich, mein Highlight. Es wird am Anfang gegroovt, dann wieder volles Geballer und ein melodisches Zwischenspiel eingebaut, welches mich so etwas von überzeugt und vernichtet. Ein fetter, aber schneller Mitgrölpart erklingt und der vorherige Part noch einmal wiederholt. Ja, das läuft.

Trotz der ganzen Geschwindigkeit bieten die Burschen immer wieder Überraschungen und Abwechslungen an, wie z.B. der Bassanfang bei Plastic Death und dem groovigen Refrainpart. Der Einsatz von teilweise mehrfachem Gesang kommt nur geil. Das Solo in diesem Song sitzt auch.

Und so läuft diese Maschine rauf und runter. Der Begriff Thrash Metal kommt vom dreschen. Es wird auf die Gitarren eingedroschen ohne Ende. Respekt. Der Highspeed Thrash Metal hat mich absolut mitgenommen, da man nicht nach 15 Minuten gelangweilt ist, sondern angefixt wird weiterzuhören. 40 Minuten geht der Spaß und danach ist man platt und überrollt, aber drückt automatisch die Repeattaste. Ein geiles Riff jagt das andere. Wut wird hörbar in musikalische Energie umgesetzt. Brett! Klingt ein wenig nach meinen Kollegen von Pripjat, ansonsten natürlich nach den alten Hasen wie Razor, Slayer und Konsorten.

Die Riffs, das Herausnehmen des Tempos zur rechten Zeit, das Songwriting und vor allem dieses aggressive Drumming ist nur geil.

Nicht nur Fans werden es lieben, sondern anscheinend haben die Burschen durch ihre Touren und Konzerte mit Bands wie Suicidial Tendencies, Anthrax, Sepultura, Destruction, Vader oder Whiplash auch sehr viele Kontakte herstellen können, denn eine Menge Gastmusiker sind mit am Start. Frank Blackfire (Sodom, ex-Assassin), Manu Joker (Uganga, ex-Sarcofago), Jairo Vaz (Chaos Synopsis), Friggi Mad Beats (Chaos Synopsis, ex-Attomica) und Konrad Ramotowski (Untervoid, ex-Hate) sind dabei. Die Unterstützung haben die Burschen aber definitiv nicht nötig. Das Album knallt von der ersten bis zur letzten Sekunde – sehr stark. Wow. Thrash Metal Highlight 2021? Man wird es sehen bzw. hören! So muss Highspeed klingen. Knaller!

Terrordome – Straight Outta Smogdown
Fazit
Terrordome Anno 2021 - Brett. Alle Thrash Metal Jünger, vor allem die, die auf Highspeed abfahren, müssen sich Outta Straight Smogtown zulegen. Orientiert an der alten Schule, hauen sie uns einen geilen Song nach dem anderen um die Ohren und dürften wahrscheinlich damit jetzt schon das Thrash Metal Album des Jahres rausgehauen haben. Trotz der Geschwindigkeit klingen sie abwechslungsreich und zur keiner Zeit langweilig oder ideenlos. Hier wird gedroschen, bis der Notarzt kommt und wieder geht! Kaufempfehlung!

Anspieltipps: Worried Again, Steel On The Road und Your Personal Comfort Versus The Global Disaster
Michael E.
9.2
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