Was habe ich denn da für ein Monster in die Hand bekommen!? Thaw ist eine fünfköpfige polnische Experimental Black Metal Band, die bereits seit 2010 versucht, der Hydra einen Kopf abzuschlagen. Fading Backwarts ist ihr fünftes Album, welches die Band am 25.10.2024 nach siebenjähriger Release-Pause vorlegt.
Fading Backwards erscheint über Agonia Records. Neben der CD wird das Album als Kassette (limitiert auf 100 Stück) und in den Vinylvarianten Black, Marble (150 Stück) und Colour In Colour (150 Stück) verausgabt.
Auf Fading Backwards wird eine eigenartige und irgendwie auch gespenstische Atmosphäre geschaffen, die den Hörer doch sehr an der Psyche kratzen mag, wenn dieser nicht so ganz auf dem Boden steht. Der Sound ist kraftvoll, schwer und (be) drückend. Alles wirkt bewusst gespenstisch verzerrt und höllisch diabolisch gut.
Elemente von Black, Drone, Sludge, Doom und Noise treffen aufeinander, kollidieren und lösen dadurch eine infernalische Kettenreaktion aus. Bis hin zu den Stimmen ist hier alles verzerrt. Dunkler kann es wohl in den morbidesten Kellern der Hölle nicht vor sich gehen. Thaw scheinen in einer schwarzen Messe die Urkräfte der Hölle entfacht zu haben.
Unglaubliche, unersättliche und schier unaufhörliche Qual bietet dieses Album dem geneigten Hörer. Schrill und voller Dissonanzen geben sich die Songs auf Fading Backwards. Herausragend, weil für die Ohren kaum zu ertragen und in blanken Horror mündend, dabei die Songs In The Laughter And The Stride und Dissociate Me/Spreader Bar. Dieses Album ist eine Ode an die Freunde des Extreme Metals. Mainstream-orientierte Old School Metaller sollten allerdings die Finger davon lassen und einen weiten Bogen darum machen, denn ihre Finger würden sie sich verbrennen. Zudem besteht die Gefahr, einen Tinnitus zu erleiden. Thaw muss ich unbedingt einmal in einem Livespektakel sehen, so viel ist klar!
HIER! geht es für weitere Informationen zu Thaw – Fading Backwards in unserem Time For Metal Release-Kalender.



