The Black Wizards – Reflections

Portugiesische Magier mit wundervollem, magischem Album

Artist: The Black Wizards

Herkunft: Portugal

Album: Reflections

Genre: Stoner Rock, Psychedelic Rock, Blues Rock

Spiellänge: 41:34 Minuten

Release: 23.08.2019

Label: Kozmic Artifactz / Raging Planet

Link: www.theblackwizards.bandcamp.com

Bandmitglieder:

Schlagzeug – João Lugatte
Gitarre, Gesang – Joana Brito
Bass – João Mendes
Gitarre – Paulo Ferreira

Tracklist:

  1. Imposing Sun
  2. Outlaws
  3. 56Th Floor
  4. Starlight
  5. Symphony Of The Ironic Sympathy
  6. Soul Keeper
  7. Kaleidoscope Eyes

Irgendwann in 2015 erschien das portugiesische Quartett The Black Wizards auf der Bildfläche des Stoner/Psychedelic Rock und verzauberte nach der EP mit Fuzzadelic und den beiden folgenden Alben Lake Of Fire (2015) und What The Fuzz! (2017) die fuzzige Stonerwelt!

Nun ist ihr drittes Album Reflections erschienen. Neben Download und CD wird es das Album in folgenden streng limitierten Vinylversionen von Kozmic Artifactz geben: pink/blue marbled (200 Stück, die ersten 111 sind handnummeriert als exklusive Mailorder Edition erhältlich), transparent orange (200 Stück) und schwarz (100 Stück).

2018 bin ich ihnen in Berlin auf dem DesertFest persönlich begegnet und erlag ihrem Zauber sofort. Nicht nur ich war nach ihrem dortigen Gig regelrecht begeistert. Ihr Gig war eine intensive Explosion von Emotionen mit unheimlich viel Seele und natürlich einer Menge Fuzz.

Damals bestand die Besetzung noch aus den beiden Frauen Joana (Gitarre und Gesang), Helena (Drums) und den beiden Männern João (Bass) und Paulo (Gitarre).

Bereits kurz während der folgenden Tour vermeldete das Quartett den Wechsel am Schlagzeug. João Lugatte hat mittlerweile den Platz für Helena Peixoto eingenommen! In dieser Besetzung wurde das nun erschienene neue Album Reflections eingespielt.

The portugiesischen Black Wizards verzaubern auf Reflections mit einem analogen, einzigartigen Sound mit fuzzadelischen Grooves. The Black Wizard können mit diesem einzigartigen Sound, den sie im Zauberkessel zusammengebraut haben, überzeugen.

Mit ihrem neuem Werk Reflections zeigen The Black Wizards eine klangliche Weiterentwicklung. Weitere Zutaten wurden dem Zaubertrank des fuzzigen Stoner/Psychedelic Rocks beigegeben und dadurch entwickelte sich ein neues betörendes Ergebnis.

Das Album schafft es, eine Breite zwischen leidenschaftlichen und wilden Boogie und Heavy Rock bis hin zu einer psychedelischen Abgedriftheit / Psycho Blues zu formen.

Beginnend mit Imposing Sun als starken Hardrocker (mit einem superben gesanglichen Intro) wechselt das Album mit Outlaws gleich im Anschluss zu einem psychelisch und bluesigen Stück, welches stark von der mit einem Echo angereicherten Stimme von Joana Brito dominiert wird. In sich ist dieser Song sehr stark verwoben und enthält neben den psychedelischen Akzenten einige harte Riffs.

Mit 56Th Floor geht es herrlich ruppig weiter, bevor es in Starlight vollkommen relaxt zugeht. Dieses Sternenlicht zieht vollkommen erleuchtet an uns vorbei. Wir befinden uns liegend unter dem Sternenhimmel und betrachten diesen, machen die Augen zu und die Sterne leuchten immer noch. Sozusagen abgehoben bei Pink Floydscher Leichtigkeit.

Langsam öffnen wir wieder die Augen und erwachen in der Symphony Of The Ironic Sympathy, die sowohl psychedelische, als auch Heavy Parts hat. Manchmal will dieser Song uns sogar erdrücken mit einem Bass, der in die Magengrube geht und einer Gitarre, die dir das Hirn heraus holen will, bevor sich Joana Brito versöhnend mit ihrem Gesang einschaltet.

Sehr bluesig und psychedelisch wird es im Soul Keeper mit eindrucksvollem Gitarrensolo und erneut einer glänzend aufgelegten Joana Brito. Bei diesem Song tun mir sich zwangsläufig Vergleiche zu Bands wie Pristine oder Blues Pills auf.

Im ähnlichen Fahrwasser befindet sich Kaleidoscope Eyes, welches noch einen Schuss mehr Psychedelic aufzuweisen hat.

Fazit
Reflections ist ein wunderbarer neuer Zaubertrank der schwarzen Magier aus Portugal. Wer auf Stoner Rock mit psychedelischen und bluesigen Elementen steht und ab und an ein hartes Riff nicht verabscheut, kommt an den fuzzigen Portugiesen auf keinen Fall vorbei, denn die gehen ihren Weg konsequent weiter und mischen einen tollen Zaubertrank zusammen, der süchtig macht.

Anspieltipps: Starlight, Soul Keeper und Kaleidoscope Eyes
Juergen S.9
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9
Punkte
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