The Doomsday Kingdom – The Doomsday Kingdom

„Alter Meister des Doom zeigt erneut die Zähne“

Artist: The Doomsday Kingdom

Herkunft: Stockholm / Schweden

Album: The Doomsday Kingdom

Genre: Doom Metal

Spiellänge: 52:12

Release: 31.03.2017

Label: Nuclear Blast Records

link: http://www.nuclearblast.de/de/label/music/band/diskographie/details/4594426.4479283.the-doomsday-kingdom.html

Bandmitglieder:

Bass – Leif Edling
Drums – Andreas Johansson
Guitars – Marcus Jidell
Vocals – Niklas Stålvind

Tracklist:

1. Silent Kingdom
2. The Never Machine
3. A Spooful Of Darkness
4. See You Tomorrow
5. The Sceptre
6. Hand Of Hell
7. The Silence
8. The God Particle

Leif Edling, der europäische Godfather of Doom hat mal wieder ein neues Projekt bzw. eine neue Band am Start: The Doomsday Kingdom. Nachdem 2016 bereits eine EP mit dem Titel Never Machine herausgegeben wurde, ist im April 2017 dann das entsprechende selbst betitelte Album bei Nuclear Blast erschienen.

Nuclear Blast veröffentlicht das Album natürlich mit entsprechenden Sammlerausgaben. The Doomsday Kingdom ist erhältlich als CD Digi, Doppel Black Vinyl, limited Doppel Silver Vinyl und limited Doppel Red Vinyl.

Zu Leif Edling (Candlemass, Avatarium, Krux) muss ich ja wohl nichts sagen. Der Name steht für sich. Eigentlich als Soloprojekt gedacht, wurden The Doomsday Kingdom dann doch eine richtige Band. Dabei sind die Mitstreiter von Leif Edling keine Unbekannten. Die Bandkollegen sind mit Sänger Niklas Stålvind (Wolf), Gitarrist Marcus Jidell (Avatarium / Soen) und Schlagzeuger Andreas Johansson (Narnia / Royal Hunt) bekannte Gesichter aus der Szene.

Leif Edling kredenzt uns mit The Doomsday Kingdom selbstredend schaurigen und schönen nordischen Doom, so wie wir es von ihm erwarten und kennen. Mit The Doomsday Kingdom setzt er das fort, was er mit Bands wie Candlemass, Krux und auch Avatarium begonnen hat. Auch The Doomsday Kingdom reiht sich in eine Reihe mit diesen Bands ein. Sie alle tragen die Handschrift von Leif Edling. Wieso er welchen Song mit welcher Band macht, muss er wohl für sich selbst entscheiden.

Mit The Silent Kingdom beginnt das Album bereits eindrucksvoll. Dieses Königreich ist überhaupt nicht still. Bereits bei diesem ersten Song sticht die Stimme von Niklas Stålvind positiv hervor. Sie verstummt ab und an, um der Gitarre von Marcus Jidell Raum für Soli zu bieten. Eindrucksvoll weiter geht es mit dem fast beschwörenden Gesang im Song The Never Machine. Dieser Song erinnert mich doch ein wenig an Black Sabbath. Weiter geht es mit einem gut gewürzten Löffel schwarzen Doom im Song A Spoonful Of Darkness. Eine richtige Ballade ist dann See You Tomorrow, die aber nur kurz auf ein ruhiges Morgen verweist. Leif Edling gibt das Zepter natürlich nicht aus der Hand. Das zeigt der folgende Song The Sceptre mit krachenden Gitarren und beschwörendem Gesang. So geht es dann weiter. Kein Ausfall auf dem Album. Auch Songs wie The Silence sind nicht wirklich still, sondern mächtig laut.

Niklas Stålvind trumpft auf diesem Album richtig auf. Mit ihm hat Leif Edling wahrlich einen Sänger gefunden, der die Stimmung des Doom authentisch rüber bringt und in seiner Stimme auch nicht eingeschränkt wirkt. Höhen beherrscht er ebenso wie Tiefen. All das, was den Doom ausmacht. Dazu die krachende Gitarre von Marcus Jidell, der tolle Riffs spielt und in den Songs mit gewaltigen Soli auftrumpfen darf. Leif Edling und Andreas Johansson bilden den unspektakulären Soundteppich, auf dem sich die beiden anderen Bandmitglieder verlassen und austoben dürfen.

Die Platte ist ein würdiges Doom Album in Tradition der alten Candlemass und der neuen Avatarium Scheiben. Dabei stellt es aus meiner Sicht vom Sound ein recht positiv orientiertes Doom Album dar. Tolle Geschichten werden hier schaurig-schön und episch-elegisch erzählt. Dies mit einer positiven und nie depressiven Grundstimmung.

Fazit: The Doomsday Kingdom ist eine gelungene Doom Platte in klassischer Tradition von Leif Edling. Die Songs hätten auch bei seinen anderen Bands Candlemass oder Avatarium angesiedelt werden können. Gut, dass dem nicht so ist, sonst wäre uns mit Sänger Niklas Stålvind doch einiges entgangen. Persönlich stufe ich das Album zwischen den diesjährigen Veröffentlichungen von Caronte und Blackfinger ein. Sollte The Doomsday Kingdom nicht nur ein kurzzeitiges Projekt von Leif Edling sein, ist die Band als ernst zu nehmende Größe einzustufen.

Anspieltipps: Silent Kingdom, A Spooful Of Darkness, The Silence
Juergen S.
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