The Moth – Hysteria

„Die Motte im Hamburger Rotlicht Sumpf Sludge kommt rau daher“

Artist: The Moth

Herkunft: Hamburg / Deutschland

Album: Hysteria

Genre: Doom Metal, Sludge Metal

Spiellänge: 35:52

Release: 10.11.2017

Label: This Charming Man Records

Link: http://www.thischarmingmanrecords.com/index.php/bands/the-moth/

Bandmitglieder:

Bass / Vocals – Cécile
Guitars / Vocals – Freden
Drums / Philipp

Tracklist:

1. Empty Heart
2. Hysteria
3. Brachial
4. Slow Your Pace
5. This Life
6. Blackness
7. Loose
8. Shattered
9. Fail
10. Jupiter

The Moth aus Hamburg haben ihr drittes Album mit dem Titel Hysteria veröffentlicht. Erschienen ist es bei This Charming Man Records. Erhältlich ist es als CD und als limitiertes red oder yellow Vinyl. Die Limitierung beim roten Vinyl liegt bei 100 Stück. Beim gelben Vinyl liegt die Limitierung bei 400 Stück. Sammler sollten da schnell zuschlagen, bevor das Vinyl ausverkauft ist.

Mit drei Alben seit 2013, also jedes zweite Jahr, scheint das Trio aus Hamburg sehr umtriebig zu sein. Dann schauen und hören wir mal, was uns die Reeperbahn Motte zu bieten hat und ob sie nicht zu nah ans Licht geflogen ist, mit der Gefahr zu verglühen!

The Moth bieten auf ihrem Album Hysteria astreinen Sludge Metal. Das rau, roh und dreckig! Beim Anhören scheppert es ziemlich heftig aus den Boxen. Sehr basslastig ist das Werk des Trios aus Hamburg. Hoffentlich stehen die Boxen das durch.

Vom Sound her ist dieses Album wesentlich anders als die Vorgängeralben der Band. Zudem empfinde ich die Songs auf dem Album, im Vergleich zu den Vorgängern, langsamer, härter und düsterer. Irgendwie entsteht hier aus meiner Sicht so was wie Hamburger Kiez Sumpf Sludge. So würde ich es jedenfalls nennen.

Laut Label wurde insgesamt zweimal aufgenommen und dreimal dazu die kompletten Gesänge gemacht. Zufrieden war das Trio mit den professionell abgemischten Aufnahmen wohl nicht und verwarf diese dann. Auf die Platte geschafft hat es dann so was wie eine Rohfassung. Aus meiner Sicht eine sehr gute Entscheidung, da man The Moth hier sehr authentisch mitbekommt. Der Sound ist authentisch, dreckig und hart. So wie man eine Sludgeband live hören will. Nichts ist weichgespült. Die Songs enthalten eine genügende Portion Wut und Aggressivität.

Mit dieser Aufnahme könnten die Hamburger allerdings am Scheideweg stehen. Denn die alten Fans könnten, aufgrund des neuen Sounds, doch etwas verwirrt oder irritiert sein. Ich will es mal nicht hoffen. Mir gefällt es auf jeden Fall sehr, was The Moth auf ihrem neuen Album Hysteria machen. Geblieben sind die Doppelvoices von Bassistin Cécile und Gitarrist Freden. Also gibt es auch einen Wiedererkennungswert für die alten Fans.

Die Songs gehen alle sehr gut rein. Ausfälle sind mir nicht aufgefallen. Es entsteht so was wie der Sludge aus den Hamburger Sümpfen. In Hamburg gibt es natürlich keine Sümpfe. Aber The Moth haben es irgendwie geschafft den Sludge in Hamburg in seiner originären Form anzusiedeln. Da gehören für mich halt auch Sümpfe dazu. Kirk Windstein wird mir dies bestimmt bestätigen.

Fazit: The Moth zeigen mit ihrem Album Hysteria großen Mut zur Weiterentwicklung, in Richtung, sich als eine authentische Doom / Sludge Metal Band zu etablieren. Mut deshalb, weil sich dieses Album schon stark von den Vorgängeralben unterscheidet. Mal schauen, ob die alten Fans da nicht in Hysterie verfallen und mitspielen. Ich würde es der Band auf jeden Fall sehr wünschen. Das Album klingt, wie ein Sludge Metal Album klingen sollte. Wirklich dreckig und authentisch. Leider ist es mit 35:52 Minuten etwas kurz geraten.

Anspieltipps: Hysteria, Slow Your Pace, Shattered
Juergen S.
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