Vhäldemar – Straight To Hell

Teutonen Metal aus dem Baskenland

Artist: Vhäldemar

Herkunft: Barakaldo, Spanien

Album: Straight To Hell

Spiellänge: 41:04 Minuten

Genre: Power Metal, Heavy Metal

Release: 09.10.2020

Label: Fighter Records

Links: https://de-de.facebook.com/VhaldemarOficial/
https://www.vhaldemar.net/

Bandmitglieder:

Gesang – Carlos Escudero
Gitarre – Pedro J. Monge
Bassgitarre – Raúl Serrano
Keyboard – Jonkol Tera
Schlagzeug – Jandro

Tracklist:

  1. Death To The Wizard!
  2. My Spirit
  3. Afterlife
  4. Straight To Hell
  5. Damnation’s Here
  6. Fear
  7. Hell Is On Fire
  8. Black Mamba
  9. When It’s All Over
  10. Old King’s Visions Part IV

Vhäldemar ist eine spanische Metalband, die Ende der 90er-Jahre in der Provinz Vizcaya im spanischen Baskenland gegründet wurde. Treiber waren der Gitarrist Pedro J. Monge und Sänger/Gitarrist Carlos Escudero. 2001 wurde die erste Demo auf den Markt geworfen und ein Jahr später lag das Debütalbum Fight To The End in den Läden, gefolgt von I Made My Own Hell im Jahre 2003. Es dauerte vier Jahre bis zum nächsten Release mit dem Namen Metal Of The World. Nun gab es eine längere Pause in der Bandgeschichte, es standen andere Dinge im Mittelpunkt des Lebens, und erst im Mai 2013 erblickte das vierte Album Shadows Of Combat das Licht der Welt. Dass sich die Zeiten für Bands gewandelt hatten, merkte man auch am Produktionstempo der Basken, eine EP in 2017 mit dem Titel Old King’s Visions und man war mit Bands wie Megadeth, Amon Amarth oder Arch Enemy auf dem gleichen Festival. Das fünfte Langeisen Against All Kings folgte am Ende des Jahres 2017 und man tourte durch die Weltgeschichte und war u.a. auch in Japan und Russland zu sehen. 2020 nun also das Werk Nummer sechs.

Death To The Wizard! ist der Opener, klingt derart nach Teutonen Metal der 80er, dass man sich noch mal genau erkundigte, wo die Herren denn wohnen. Die Gitarren irgendwo bei Helloween und der Gesang mit leichter Grabräuber Attitüde und neuerer Accept Darbietungen. Einzig das Keyboard passt da nicht so richtig dazwischen. My Spirit liefert die gleiche Richtung – irgendwo zwischen True-, Speed- und Powermetal dürfte es jeden Freund des Genres zum Kopfnicken bewegen. Afterlife macht kräftig Tempo im Helloween Style mit einer leichten Reibeisenstimme. Der Titeltrack wandelt auf den Spuren von Chris Boltendahl & Co., recht zugängliches rundes Teil mit Refrain zum Mitgrölen. Wem es gerade zu langsam war, bekommt nun wieder Tempo auf die Ohren mit Damnation’s Here, Speed/Powermetal der alten Prägung dröhnt aus den Boxen. Fear kommt als melodischer True/Powermetal rüber. Hell Is On Fire folgt als klassischer Old School Metal Track, der so auch vor 30 Jahren seine Existenzberechtigung gehabt hätte. Mit Powermetal und Black Mamba knüpft mehr oder weniger an den Vorgänger an, When It’s All Over liefert das geringste Tempo, ist jedoch keine Ballade, eher eine Hymne im Grave Digger Style, ziemlich coole Nummer. Mit Old King’s Visions Part IV geht die Scheibe zu Ende, nochmals mit ziemlich viel Epos irgendwo zwischen True und Powermetal bewegt sich die Nummer, das Keyboard kommt bei mir nicht so gut an.

Vhäldemar – Straight To Hell
Fazit
Du stehst auf den alten Kram der 80er und 90er und Bands wie Helloween, Grave Digger und Accept waren und sind dein täglich Brot? Dann halt mal deine Lauscher in das Langeisen aus dem Baskenland, die knüpfen ganz stark daran an. Es ist keine große Innovation und nichts, was man nicht schon mal so oder so ähnlich gehört hat. Auch gibt es zig technisch anspruchsvollere Produktionen – aber – das Teil macht einfach Spaß, läuft locker flockig durch und ist was zum Kopfnicken und in diesem Winter kann man sicher mal ein wenig „gute Laune“ Metal vertragen.

Anspieltipps: My Spirit, Afterlife und When It's All Over
Jürgen F.
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