VII ARC – ATONIA-The Void Of Tartaros

“Achtung, hoher Suchtfaktor!“

Artist: VII ARC

Herkunft: Essen, Deutschland

Album: ATONIA – The Void Of Tartaros

Spiellänge: 27:36 Minuten

Genre: Metalcore, Deathcore, Alternative Metal, Visual

Release: 22.09.2018

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.vii-arc.de/

Produktion: von VII ARC und Christof Kempe

Bandmitglieder:

Gesang – Kay
Leadgitarre – Fu
Rhythmusgitarre – Bena
Bassgitarre – Grazel
Schlagzeug – Z’ev

Tracklist:

  1. #nttw
  2. Impelled
  3. IRA
  4. Nihilism No Opera
  5. NIL
  6. 海月 -kurage-
  7. TRIVIALITY
  8. I. don’t. care.

 

 

Tja, so kann es gehen, wenn man, so wie ich, jedes Wochenende auf Konzerten unterwegs ist: Von vier Bands kennt man ein oder zwei nicht und hat dann Glück oder Pech. Bei der Releaseshow von nancybreathing im Mai dieses Jahres standen auch die mir bis dahin unbekannten VII ARC auf der Bühne. Mittlerweile habe ich die Jungs noch weitere Male live erleben und auch ihre eigene Releaseshow fotografisch begleiten dürfen. Leider habe ich es nicht geschafft, mein Review zu ATONIA – The Void Of Tartaros vorher rauszuhauen, aber besser spät als nie…

ATONIA – The Void Of Tartaros ist das zweite Studioalbum von VII ARC und wird in zwei Teilen als Minialben veröffentlicht. Eines schwarz, das andere weiß. Das erste schwarze Kapitel ATONIA – THE VOID OF TARTARUS, das am 22.09. veröffentlicht wurde, kommt mit acht Tracks auf eine Spielzeit von einer knappen halben Stunde.

Die Musik von VII ARC zu taggen, ist ziemlich schwierig, die Jungs haben da irgendein Geheimrezept entwickelt, das sie wohl genauso hüten, wie Miraculix das für seinen Zaubertrank. Die Hauptzutat ist wohl Metalcore, um nicht zu sagen Deathcore, der mit Shouts, Growls und auch Screams – teilweise in schönster Dani Filth-Manier – von Kay daherkommt. Dazu gibt es richtige geile Riffs, mit denen sich die Flitzefinger Fu und Bena fast schon zu batteln scheinen. Und wenn Z’ev nicht gerade heftigste Double Base Attacken raushaut, verleiht er gemeinsam mit Grazel den Breakdowns den richtigen Tiefgang. Elektronische Spielereien verleihen dem Ganzen noch einen Hauch Extravaganz, sehr geil!

Es geht auch mit Klargesang, der taucht im Grunde in jedem Song immer mal wieder auf, dann rutscht das Ganze fast ein wenig in Richtung Gothic ab – so bei einem meiner Anspieltipps NIL ab ca. 3:05. Zu Gothic würde auf jeden Fall auch passen, dass die fünf Jungs wahrscheinlich niemals in stinknormalen Klamotten und ungeschminkt auf die Bühne gehen würden, Visual halt. Der Aufwand dahinter ist tatsächlich immens, und ich komme nicht umhin, den Jungs meinen Respekt für ihren Einsatz und ihre eiserne Disziplin zu zollen.

Aber zurück zur Musik, die ist tatsächlich über die gesamte Spielzeit erstaunlich abwechslungsreich, länger als eine halbe Minute halten VII ARC weder Tempo noch Rhythmus. Das könnte man dann fast schon experimentell nennen, was die Jungs da raushauen, aber bleiben wir mal bei Alternative Metal, wofür insbesondere der letzte Track, das grandiose I. don’t. care., steht. Gänsepelle pur!

Zu einem meiner Anspieltipps, nämlich NIL gibt es hier das Video.  Mit der Augenbinde hat Z’ev übrigens auch bei der Releaseshow gespielt.

Fazit: Als ich VII ARC im Mai zum ersten Mal live erlebt habe, musste ich mich zugegebenermaßen erst einmal an das, was da auf der Bühne passierte, gewöhnen. Das lag zum einen sicherlich auch am Outfit der Jungs, wobei die Visual-Band Nana:[shi] das noch toppt, zum anderen aber auch an den doch recht ungewöhnlichen Soundkonstrukten. Metalcore bzw. Deathcore gehören ja zu meinen Lieblingsgenres, aber so, wie sich VII ARC auf dieser Spielweise austoben, hatte ich es noch nicht erlebt. Wer noch skeptisch sein sollte, das Album ist mittlerweile auf so ziemlich jeder Streamingplattform zu finden.

Anspieltipps: #nttw, Impelled, NIL und I. don't. care.
Heike L.9
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