Vittra – Wardens (EP)

New Wave of Swedish Death Metal

Artist: Vittra

Herkunft: Schweden

Album: Wardens (EP)

Spiellänge: 15:29 Minuten

Genre: Death Metal, Thrash Metal

Release: 23.04.2021

Label: Emrinc Records

Link: https://www.facebook.com/vittraofficial

Bandmitglieder:

Gesang – David Döragrip
Gitarre – Johan Murmester
Bassgitarre – Gustav Svensson –
Schlagzeug – Alex Smith

Tracklist:

  1. Necrotic Apocalypse
  2. Modest Charade
  3. Cloudbreaker
  4. Wardens Of The Grove

Die Geschichte von Vittra begann Mitte 2017, als der ehemalige Helvegen-Sänger David Döragrip und
Gitarrist Johan Murmester (ex-Nattas) zusammenfanden, um ein neues Projekt zu starten. Als die
Musiker Alex Smith (Schlagzeug) und Bassist Gustav Svensson 2018 zum Line-Up stießen, war man komplett und konnte loslegen. Nun ist man bereit und liefert die erste EP ab.

Die aus der New Wave des schwedischen Death Metal aufgestiegene Band hat ihre Wurzeln eben in Schweden und dieses hört man auch, obwohl man nicht den typischen Göteborg- oder Stockholm Stil fabriziert.

Der Opener ist ein guter straight-forward Song, eine Mischung aus Death Metal und Thrash Metal mit kraftvollem und druckvollem Riffing. Necrotic Apocalypse startet mit einem markanten Riff, welches im Midtempo vorgetragen wird. Dieses wird gut ausgebaut und mit wechselndem Gesang vorgetragen. Kommt gut und abwechslungsreich. Ein melodisches Element und ein drumbetonender Gesang erklingen. Mal was anderes, bevor man den vorherigen Part wieder herausholt. Klingt alles ein wenig modern, aber gut aggressiv. Die Spannung wird immer hochgehalten und auch mal ein grooviger Moment mit eingebaut. Die Gesangsleistung finde ich sehr gut.

Bei Modest Charade fängt man kurz technisch an und dann geht man in Richtung alte In Flames. Eine gute Melodie und Parts, die im typischen Göteborg Stil vorgetragen werden. Eine herrliche Verneigung. Eigene Ideen werden auch verbraten, aber dieses Teil geht klar in Richtung alte Schwedenschule. Die Melodie bleibt hängen. Der Cleanpart zwischendurch klingt schön verträumt und passt hervorragend.

Cloudbreaker kommt treibend und kraftvoll aus den Boxen und wieder einmal wird der Gesang ordentlich variiert. Melodische Parts erklingen und machen Laune, kommen aber irgendwie nicht an den Vorgängersong heran. Dafür ist der Song irgendwie treibender, aggressiver und druckvoller. Das Stakkato-Riffing zwischendurch kommt ganz fett. Ein melodisches Solo kann auch überzeugen. Vorspieler und dann hätte ich mir gerne einen Blastbeat gewünscht. Leider nicht. Nicht schlecht, aber die ersten beiden Songs gehen da mehr ins Ohr.

Wardens Of The Grove kommt dann schnell und melodiös zu Beginn und dürfte Dissection Anhängern gefallen. Man wechselt ins Midtempo und geht später in In Flames-mäßigen Bereiche, holt dann aber wieder den Anfangspart heraus und klingt teilweise sehr episch. Das Tempo wird rausgenommen. Langsam geht das Riffing weiter, das Drumming betont dementsprechend, man wechselt wieder und wird dann wieder recht episch. Sehr abwechslungsreich der Spaß. Auch der Gesang zeigt alle Facetten. Am Ende ballert man noch und schon ist die EP zu Ende.

SolnaSound Recording (Soilwork, Sorcerer, CrashDïet, Wolf) hat diese EP mit einem wuchtigen Sound versehen.

Dass die Band von Bands wie Dissection, frühen In Flames, Megadeth und At The Gates beeinflusst wurde, hört man zu jeder Sekunde, trotzdem bauen sie eigene Ideen mit ein und liefern ein echt gutes Werk ab.

Vittra – Wardens (EP)
Fazit
Die Liebe zum melodischen Death Metal und zum Thrash Metal hört man hier überall und die Burschen geben ein gutes erstes Lebenszeichen von sich. Sehr abwechslungsreich, sowohl vom Riffing als auch von Gesang her. Die Band darf man durchaus im Auge behalten.

Anspieltipp: Modest Charade
Michael E.
7.4
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