Withem – The Unforgiving Road

“Klingt gefährlich, ist es aber nicht“

Artist: Withem

Herkunft: Oslo, Norwegen

Album: The Unforgiving Road

Spiellänge: 46:54 Minuten

Genre: Progressive Metal, Melodic Metal

Release: 03.06.2016

Label: Frontiers Records

Link: https://www.facebook.com/Withemband

Bandmitglieder:

Gesang – Ole Aleksander Wagenius
Gitarre – Øyvind Voldmo Larsen
Bassgitarre – Miguel Pereira
Schlagzeug – Frank Nordeng Røe

Tracklist:

  1. …Intro
  2. Exit
  3. In The Hands Of A God
  4. The Pain I Collected
  5. Riven
  6. C’est La Vie
  7. The Eye In The Sky
  8. Arrhythmia
  9. In My Will
  10. Unaffected Love
  11. Outro…

Withem - The Unforgiving Road

 

Noch nicht ganz so lange gibt es die Band Withem aus Norwegen. Gegründet im Jahr 2011 wird sie aber bereits in einem Atemzug mit Bands wie Dream Theater, Pagan’s Mind und Circus Maximus genannt. Das Debütalbum erschien im Jahr 2013, und bereits im Jahr 2014 durfte man auf den doch hinlänglich bekannten Festivals ProgPower USA und ProgPower Oslo spielen. Nach dem Wechsel der Plattenfirma erscheint am 03.06. jetzt über Frontiers Records das zweite Album The Unforgiving Road. Allein das sehr bildhafte Cover öffnet schon mal ganz weit die Türen zum Kopfkino, wobei sich laut Aussage der Band zwar eine Art roter Faden durch die Songs zieht, es sich aber nicht um ein Konzeptalbum handelt.

Mit einem stark an die 70er Jahre erinnernden Keyboard startet das Album mit …Intro, bevor es gleich zu Beginn des Albums zum Exit kommt. Ich würde mal ganz plakativ sagen, Dream Theater meets Seventh Wonder. Mit der schwedischen Band haben Withem genauso schon die Bühnen geteilt, wie mit Pagan’s Mind und Circus Maximus, und zumindest Circus Maximus blitzen auch immer mal wieder durch. Ich würde allerdings noch eine andere Band ins Spiel bringen, die allerdings weder aus Skandinavien stammt noch so richtig in die Progressive-Ecke passt. Dabei spreche ich von der kanadischen Melodic Metal-Band Borealis, die hier auch ab und zu mal Pate gestanden haben könnten. Denn sowohl Borealis als auch Withem beherrschen die Kunst, wunderbare Melodiebögen aufzubauen und diese sehr entspannt durch die Songs zu führen. Sehr oft, und ganz speziell bei In The Hands Of A God,  muss ich auch an das Meisterwerk Mercy Falls von Seventh Wonder denken, wobei dem Album von Withem die Eingängigkeit dieses grandiosen Stücks der Musikgeschichte fehlt, was nicht gegen Withem spricht. Verwirrung stiften Withem aber auch ganz gern mal, lassen sie doch auch mal Songs wie eine Ballade beginnen, so z. B. Riven, ziehen dann aber erfreulicherweise doch noch das Tempo an. Gerade bei Riven muss ich dann allerdings eher an die Disco-Hits der 70er und 80er Jahre denken, ist dieser Song doch sehr Pop-lastig. Ich wundere mich über mich selbst, dass er es trotzdem in meine Anspieltipps geschafft hat 🙂

Allen bislang genannten Bands gemeinsam ist auf jeden Fall, dass sie auf jeder Position top besetzt sind, was natürlich beim Gesang besonders heraussticht, da dieser naturgemäß am präsentesten ist. Das gilt selbstverständlich auch für Withem, die mit Ole Aleksander Wagenius wirklich einen sehr breit aufgestellten Sänger haben, der sich problemlos durch die verschiedenen Tonlagen singt. Aber es bleiben natürlich genug Gelegenheiten für die Mitglieder der Instrumentenfraktion, sich auch entsprechend zu präsentieren, und das machen sie alle drei richtig gut, da gibt es selbstverständlich auch nichts zu meckern.

Fazit: Wie ich schon schrieb, erinnert mich The Unforgiving Road stellenweise sehr stark an das Meisterwerk Mercy Falls von Seventh Wonder. Wer das Album auch kennt und liebt, allerdings auch auf dessen Eingängigkeit verzichten kann, macht mit dem neusten Output von Withem definitiv nichts falsch. Wer einfach richtig guten und melodischen Progressive Metal in der Schnittmenge von Circus Maximus, Seventh Wonder und Borealis hören möchte, kann hier auch bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipps: In The Hands Of A God, Riven und Arrhythmia
Heike L.
8.5
Leser Bewertung1 Bewertung
8.8
8.5
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