Gwar – The Return Of Gor Gor

Feiern mit einer Klischeekeule das etwas traurige 40-jährige Bandjubiläum

Artist: Gwar

Herkunft: Virginia, USA

Album: The Return Of Gor Gor

Spiellänge: 30:08 Minuten

Genre: Thrash Metal, Heavy Metal, Hardcore Punk, Shock Rock

Release: 25.07.2025

Label: Pit Records, Z2 Comics

Link: https://gwar.net/

Bandmitglieder:

Gesang – Blöthar The Berserker
Gitarre – Balsac The Jaws Of Death
Bassgitarre – Beefcake The Mighty
Schlagzeug – Jizmak Da Gusha

Tracklist:

  1. The Great Circus Train Disaster
  2. Tyrant King
  3. Lot Lizard
  4. Crack In The Egg (Live)
  5. The Founding Fathers (Live)
  6. America Must Be Destroyed (Live)
  7. Fishfuck (Live)

Gwar feiert 2025 ihr 40-jähriges Bandjubiläum – wobei eingefleischte Fans wissen, dass die selbsternannten Scumdogs Of The Universe eigentlich schon seit Äonen durch die Galaxie ziehen. Ein Schicksalsschlag traf die Band 2014, als Frontmann Oderus Urungus (bürgerlich Dave Brockie) verstarb. Mit ihm verschwand auch das legendäre Haustier der Band, der T-Rex Gor Gor. Doch wie Sänger Blöthar The Berserker verrät, ist Gor Gor inzwischen zurück – und zwar als „ein 1,80 m großer, speziesübergreifender Prostituierter“. Genau darum dreht sich das neue Werk von Gwar: Was Gor Gor in seiner Abwesenheit erlebt hat.

Musikalisch bleibt sich die Band treu: Das Album The Return Of Gor Gor enthält zur Hälfte neues Material, produziert von Kurt Ballou (Converge), und zur anderen Hälfte Live-Mitschnitte. Darunter Klassiker wie America Must Be Destroyed – jetzt mit Trump-Samples – und das berüchtigte Fishfuck, das einst einen Plattenvertrag kostete.

Gwar bleiben sich auch nach vier Jahrzehnten treu: schräge Kostüme, Kunstblut-Fontänen, obszöne Texte und jede Menge Chaos. Zur Feier des Jubiläums gibt es drei neue Songs, vier Live-Tracks und ein Comic, das Gor Gors neue Karriere als crackabhängige T-Rex-Straßenarbeiterin beleuchtet. Als Vorgeschmack veröffentlichte die Band bereits das Video zu Lot Lizard, das laut Blöthar „alles vereint, was Gwar ausmacht: Punk, Metal, Humor – und Dinosaurier, die sich an Truck-Stops durchschlagen“.

Gwar – The Return Of Gor Gor
Fazit
Man muss Gwar eins lassen, egal was passiert, sie lassen sich nicht unterkriegen. Zwar sind die ganz großen Tage der Heavy Metal Dions vorbei und die diversen Schicksalsschläge haben die Truppe nicht kaltgelassen. Doch tot bekommt man diese Formation einfach nicht, Oderus Urungus fehlt ohne Frage, aber selbst dieser Verlust wurde noch irgendwie versucht zu kompensieren. Blöthar The Berserker macht einen guten Job, auch wenn er den langjährigen Kopf der Band nicht komplett ersetzten kann. Der Mix aus Thrash Metal, Heavy Metal und Hardcore Punk bleibt einmalig und das Album The Return Of Gor Gor versucht zumindest ein wenig die vier Jahrzehnte zu feiern. Die ganz große Sause bleibt aus und die Fans bekommen einen netten Sieben-Song-Mix, den man mal laut aufdrehen darf. 

Anspieltipps: Lot Lizard und Fishfuck (Live)
René W.
7.2
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