Konquest – Dark Waters

24.04.2026 – Heavy Metal, Hard Rock, NWoTHM – No Remorse Records – 41:50 Minuten

Seit 2019 existieren Konquest und haben bisher mit The Night Goes On und Time An Tyranny zwei LPs veröffentlicht. 2026 folgt die richtungsweisende dritte Scheibe Dark Waters via dem griechischen Undergroundspezialisten No Remorse Records. Streng genommen handelt es sich bei Konquest um keine Band, sondern um ein Projekt von Alex Rossi, der ähnlich wie Chris Black und High Spirits die Studioaufnahmen im Alleingang erledigt und sich für Gigs  entsprechendes Personal dazuholt.

Dark Waters oder das Soloprojekt von Alex Rossi

Das Projekt Konquest ist im klassischen Metal und Hard Rock verwurzelt und bewegt sich irgendwo zwischen der NWoBHM, US-Metal und dem frühen Schweden-Metal der Marke Heavy Load bzw. Century, die das Erbe der Wahlquist-Brüder am Leben halten. Der Auftakt nennt sich Turn The Lights Off und wühlt genau in der beschriebenen Schnittmenge. Mindwanderer und One Ticket For One Ride klingen nach UK der 80er-Jahre, wobei One Ticket One Ride mehr in die Richtung der Hard-Rock-Seite der NWoBHM schielt.

Der typische 80er-Jahre-Galopp eröffnet den Titeltrack Dark Waters, der aber insgesamt eher in rockigen Gewässern unterwegs ist und diverse Richtungsänderungen anbietet, sodass die Nummer unorthodox, dafür aber interessant und abwechslungsreich, rüberkommt.

Die weiteren Stücke wie das instrumentale The Giant, Man With A Stone oder Over The Edge agieren in den musikalischen Hinterlassenschaften eines prägenden Jahrzehnts, ohne dass Rossi die ganz großen Akzente oder Melodien liefert. Der Schlusspunkt Kubla Khan (A Vision In A Dream) sticht mit seinem balladesken, atmosphärischen Einstieg hervor, benötigt aber etwas zu lange, bis der mehr als achtminütige Longtrack richtig Fahrt aufnimmt. Trotzdem ein hörenswertes Stück Musik, das Rossi ans Ende der Platte packt.

Hier geht es für weitere Informationen zu KonquestDark Waters in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Konquest – Dark Waters
Fazit zu Dark Waters
Konquest bzw. Alex Rossi liefern mit Dark Waters keine neuen Räder, ganz im Gegenteil. Es geht um die Hinterlassenschaften aus den 80ern, denen Rossi in etwas mehr als 40 Minuten huldigt. Nicht alle Stücke liefern große Melodiebögen und können von A bis Z überzeugen. Trotzdem befindet sich zum Beispiel mit dem Titeltrack oder dem Finale Kubla Khan (A Vision In A Dream) interessanter Stoff auf der Platte. Wer grundsätzlich auf Hard Rock, US-Metal und die NWoBHM steht, sollte ein Ohr riskieren, ohne eine perfekte Platte zu erwarten.

Anspieltipps: Dark Waters, Man With A Stone und Kubla Khan (A Vision In A Dream)
Jürgen F.
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