Artist: Agnostic Front
Herkunft: New York City, USA
Album: Get Loud!
Spiellänge: 30:17 Minuten
Genre: Hardcore
Release: 08.11.2019
Label: Nuclear Blast
Link: https://www.facebook.com/agnosticfront
Bandmitglieder:
Gesang – Roger Miret
Gitarre – Vinnie Stigma
Gitarre – Craig Silverman
Bassgitarre – Mike Gallo
Schlagzeug – Pokey Mo
Tracklist:
- Spray Painted Walls
- Anti-Social
- Get Loud!
- Conquer And Divide
- I Remember
- Dead Silence
- AF Stomp
- Urban Decay
- Snitches Get Stitches
- Isolated
- In My Blood
- Attention
- Pull The Trigger
- Devastated
Man kennt sie, man liebt sie. Sie sind absolute Veteranen auf ihrem Gebiet, haben damals eine Welle neuer Musik mit geprägt und zählen zu den Urvätern des Genres. Die Rede ist von der Hardcore Band Agnostic Front aus den USA, die auch in der sehr schnelllebig gewordenen Zeit der neuen Kreationen und zweigbildenden Subgenres ihrem Stil treu bleiben. Im Herbst letzten Jahres haben sie ihren bereits zwölften Silberling mit dem doch sehr gut gewählten Titel Get Loud! unter der Fahne von Nuclear Blast auf den Markt gebracht. Zeit, dass wir mal ein Ohr riskieren.
Das Album beinhaltet ganze 14 Tracks, die getreu des Genres auch mal eben in knapp einer halben Stunde heruntergeprügelt werden. Doch man kann gespannt sein, was dieser Silberling so alles zu bieten hat. Also Playtaste gedrückt und Boxen aufgedreht.
Der Openener Spray Painted Walls haut nach einem entspannten Anfang gut auf die Mütze und verleiht mit einem starken und sehr groovigen Mittelteil ziemlichen Nachdruck. Sänger Roger Miret hat nach drei Jahrzehnten nichts verlernt, setzt seine Stimme gekonnt und ziemlich aggressiv ein.
Klassisch für den Hardcore sind Songs wie Anti-Social, die in einer Minute heruntergeprügelt und textsicher und sehr elegant besungen werden, sodass man im Refrain ganz sicher Enteeey-Sooschiaaal heraushören kann.
Zum Titeltrack des Albums Get Loud! gibt es dann als Kontrastprogramm erst einmal sehr viel Basseinsatz, über den gesamten Titel zieht sich ein sehr grooviger und guter Sound durch. Ein sehr guter Track.
I Remember ist tatsächlich mit knapp drei Minuten einer der längsten Titel des Silberlings, der sowohl einiges an groovigen Parts bereithält, viel Basseinsatz hat und vor allem (und das ist gerade das tolle an dem Track) Parts zum Mitgrölen. Bier in die Höhe halten und einfach drauflos feiern. Auch sehr sympathisch sind die Textzeilen „Hey Ho, Hey Ho Let’s Go“ die direkt gefühlt mit einer ganzen Menschenmasse gesungen werden und in sehr eingängige und groovige Riffs übergehen. Ein absolutes Highlight auf der Scheibe.
Auch AF Stomp ist mit seinen knapp anderthalb Minuten eine sehr hörenswerte Groove Maschine.
Snitches Get Stitches ist nun wieder einer der zügigeren Tracks auf der Scheibe, der allerdings auch in knapp der Hälfte eingängiger wird und etwas rockiger klingt.
Wer nun aber eine reine Moshparty haben möchte, findet bei dem Track Isolated wonach er sucht. Hier wird in die Saiten gehauen, schnell gespielt und einfach drauflos gejagt. Einmal die Schuhe gut zubinden, denn der Circle Pit macht keine Pause.
Der vorletzte Titel, der den wunderschönen Namen Pull The Trigger bekommen hat, ist nun noch einmal eine schnellere Variante einer Groove Maschine, sehr gelungene Riffs werden mit einem Gitarrensolo untermalt und zeigen ein sehr gutes Gesamtbild auf.
Auch wenn Devasteted der letzte Track des Albums sein mag, wortwörtlich übersetzt muss man dennoch nicht am Boden zerstört sein, denn hier packt der Fünfer noch einmal alles aus, was er bisher auf allen vorherigen Tracks gezeigt hat, und gibt somit ein super Finale ab.




