Angel – A Woman’s Diary – Chapter II

Gefühlvolle, private Einblicke in Helena Michaelsens Leben im musikalischen Genremix

Artist: Angel

Herkunft: Evje, Norwegen

Album: A Woman’s Diary – Chapter II

Spiellänge: 50:21 Minuten

Genre: Rock im Genremix

Release: 24.07.2020

Label: Massacre Records / Soulfood Music

Link: https://massacre-records.com/angel-a-womans-diary-chapter-2/

Bandmitglieder:

Gesang – Helena Iren Michaelsen
Alle Instrumente – Oliver Philipps

Tracklist:

  1. Never Again
  2. Streetchild
  3. Don’t Believe
  4. Imprisoned
  5. Do You Hear My Cry
  6. Eg Ser
  7. Happy Birthday
  8. My Desire
  9. Rock In The Sea
  10. Silence
  11. Angel Maria
  12. Goodbye
  13. Angel Maria’s Poem

Angel, dahinter versteckt sich Helena Iren Michaelsen, geboren 1977 als Margrethe Jacobsen in Evje, einem kleinen Dorf 60 Kilometer nördlich von Kristiansand in Norwegen. Sie ist uns besser bekannt als ehemalige Sängerin von Trail Of Tears und Sahara Dust / Epica oder seit 2004 von Imperia. „Das Tagebuch Kapitel 2“ lässt bereits 15 Jahre (!) auf sich warten. Mit ihrem Solodebüt kam sie im August 2005 auf den Markt.

Photo Credit: Turan Ugurlu

Wer sich eine Scheibe im Stile von Imperia wünscht, wird enttäuscht. Hier zeigt Helena ihre andere, private Seite. Musikalisch sind die Songs zwischen verschiedenen Genres anzusiedeln. Es finden sich leichte Gothic-Rocksongs (Never Again), Pop (Streetchild), emotionale Balladen (Eg Ser) und Symphonic-Rock (Imprisoned) auf dem Album. Orientalische Klänge wie bei My Desire finden genauso Verwendung wie Elemente vom Blues (Do You Hear My Cry) und eine reine Pianobegleitung in dem gefühlvollen Goodbye. Es ist ein vertontes, autobiografisches Abbild von Helena Michaelsens Leben, das mit dem Angel Maria´s Poem über ihre Familie endet. Alle Songs und Texte sind persönlich, roh und unzensiert. Der deutsche Produzent Oliver Philipps erweckte Helenas Visionen zum Leben. Er verstand genau, wie die Musik sein sollte und spielte alle Instrumente selber ein. Tom Müller mit seinem Flatliners Studio in Ingolstadt masterte das Album zu einem rundum gelungenen Stück Autobiografie. So entstand ein Werk, das sich nicht auf ein Genre begrenzt. Die Musik ist Mittel zum Zweck und die Geschichte im Text ist das, was hervorgehoben werden soll. Der „Master of Art“ Jan „Örkki“ Yrlund von Imperia zeichnet zusammen mit seiner finnischen Firma Darkgrove Design für das Coverartwork verantwortlich. Anders als bei den Artworks für die Band wird hier passend ein persönliches Bild von Helena gezeichnet.

Dieses neue Album wird erhältlich sein als CD Digipak sowie auf den digitalen Kanälen zum Herunterladen & Streamen. Eine Veröffentlichung als Vinyl ist nicht geplant.

Angel – A Woman’s Diary – Chapter II
Fazit
Ein persönliches Album, das nicht auf den Massenmarkt wie bei Imperia abzielt. Fans dieser großartigen Sängerin sollten sich nicht scheuen, hier einmal ein Ohr hineinzuhalten. Musikalisch nicht im Genre, aber gefühlvoll und sehr privat kommt man der Frau hinter der öffentlichen Person Helena sehr nahe. Durch die zu erzählenden Ereignisse eher ein Konzeptalbum und durch den Genremix zumeist nichts für einen Rock- oder Metalfan. Man sollte schon wissen, worauf man sich bei diesem Album einlässt.

Anspieltipps: Imprisoned und Never Again
Norbert C.
8
Leser Bewertung1 Bewertung
9
8
Punkte
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: