Antologi – Chronicles Of Catastrophes

64 Inseln und eine ordentliche Portion Death und Thrash

Artist: Antologi

Herkunft: Singapur

Album: Chronicles Of Catastrophes

Spiellänge: 46:32 Minuten

Genre: Thrash Metal, Death Metal

Release: 30.06.2021

Label: Vrykoblast Production

Link: https://www.facebook.com/antologisg/

Bandmitglieder:

Gesang – Afique Romie
Gitarre – Suhaimi Hanafi
Gitarre – Load Sham
Bassgitarre – Adi Reaper
Schlagzeug – Wann Alip

Tracklist:

  1. For The Fallen
  2. Blood In The Brain
  3. Scourge By The Human Lies
  4. The Forsaken Ones
  5. Hymns Of Penance
  6. Evil Within Your Mind
  7. Into The Darkest Realm
  8. Through Aeon Of Time
  9. Catastrophes Chronicles
  10. For We Will Rise
  11. Age Of Pandemic
  12. Thrashers Of The World

Antologi ist eine Death-Thrash-Metal-Band aus Singapur. Gegründet wurde die Gruppe Mitte 2009 von dem damaligen Gitarristen Bob Shahid, Gitarristen Load Sham, Schlagzeuger Remi Hamdi und Bassist Adi Reaper. Antologi durchliefen im Laufe der Jahre mehrere Besetzungswechsel, wobei Load Sham und Adi Reaper die einzigen ursprünglichen Mitglieder der Band sind. Seit 2016 besteht die Band aus Load Sham und Suhaimi Hanafi an den Gitarren, Sänger Afique Romie, Bassist Adi Reaper und Schlagzeuger Eddie Fendi. Die Band hat sich nicht nur personell verändert, sondern auch musikalisch. Angefangen als Heavy/Thrash Metal Band, gingen Antologi schließlich dazu über, Thrash Metal zu spielen und wurden dann eine Death Thrash Metal Band.

Als die Pandemie die ganze Welt traf, nutzten sie die Gelegenheit, um neue Songs für das neue Album zu beenden – es wurden insgesamt 16 neue Songs geschrieben. Im November 2020 begaben sich Antologi ins Studio 47 (Singapur), um das neue Album aufzunehmen. Unter der Leitung von Produzent Nizam Aziz (ex-Impiety) wurden insgesamt 12 Songs aufgenommen.

Los geht es mit For The Fallen. Dieser Song dient als Intro, rein instrumental und leitet das Album quasi ein. Mit 153 Sekunden ein recht langes, aber so ist es eben.

Mit Blood In The Brain geht es dann so richtig los. Da sie aus Singapur kommen und ich von dort schon sehr viele coole Sachen bekommen habe, die aber meistens schlecht produziert waren, habe ich mich erst einmal auf einen eher suboptimalen Sound eingestellt. Aber nichts davon. Es fetzt und kracht richtig geil aus den Boxen. Sauber, da macht das Zuhören Spaß. Sehr thrashig geht es los, danach folgt ein feiner Uptempopart und dann wird im Midtempo gegroovt. Dabei erhöht man mal kurz das Tempo und groovt dann wieder. So zieht es sich. Dazwischen gibt es thrashiges Riffing mit Doublebassattacken. Die Stimme ist sehr aggressiv. Stakkato-Riffing folgt als Nächstes, kombiniert mit einem melodischen Solo. Ab ins Uptempo und danach wieder in den Groove. Der Gesang wird gedoppelt. Ja, kommt gut. Nichts Außergewöhnliches, aber etwas, was absolut Laune bereitet. Guter Song, sehr abwechslungsreich.

Scourge By The Human Lies legt mit Riffing à la Slayer los und wechselt dann in einen schnellen Death Metal Part. Kurze Vorspieler und wieder schnelles Tempo. Break, thrashige Vorspieler und man lässt einen geilen Groove folgen. Sehr druckvoll. Die Doublebass bringt sehr viel Energie mit. Der Gesang wird teilweise wieder gedoppelt und ein schön verspieltes Solo erklingt. Der Drummer metzelt dieses nieder und diese Kombination kommt echt gut. Gibt es nichts zu meckern. Auch hier ist eben so, dass man alles schon gehört hat, aber die Kombination der einzelnen Elemente macht es aus. Die Riffs sind eingängig und bleibt hängen. Man tobt sich ordentlich aus und klingt zu keiner Zeit langweilig. Durch das Wechseln des Tempos bringt man eine gute Abwechslung mit.

The Forsaken Ones kommt am Anfang recht melodisch, aber der erste Anschein trügt meistens. Danach wird es ein echt brutaler Song. Das Tempo wird lange hochgehalten, bis man wieder die Melodie rausholt und dann einen Mörder-Groove ans Tageslicht befördert. Ein langsames Solo folgt. Sehr geil. Kurze Androhung, Vorspieler und wieder Gummi. Genau so mag ich es. Geiles Brett. Der Groove wird noch einmal herausgeholt und fertig ist die Geschichte.

Cleangitarren gibt es bei Hymns Of Penance zu hören. Ein verträumtes Zwischenintro.

Evil Within Your Mind kommt recht langsam und groovig aus den Boxen geschallert. Klingt ganz ordentlich, haut mich aber nicht um. Das Riffing ist ganz cool, mehr aber nicht.

Thrashiges Riffing. Drumbetonung und dann Gummi und auf die zwölf. So mag ich es und so etwas gibt es bei Into The Darkest Realm dann zu hören.  Schön im Midtempo geht es dann thrashig weiter. Ein Death Metal Part wird mit eingebaut und der Gesang dann teilweise wieder gedoppelt. Ja, schockt total.

Man muss zu dem Ergebnis kommen, dass die Burschen auf ihrem dritten Album ordentlich einen rausgehauen haben. Die Zeit sinnvoll genutzt, würde ich sagen.

Antologi – Chronicles Of Catastrophes
Fazit
Ziemlich fette Mischung aus Death Metal und Thrash Metal gibt es auf dem dritten Album von der Band Antologi aus Singapur zu hören. Slayer-lastige Riffs treffen auf Cannibal Corpse-lastiges Drumming. Eingängige und bekannte Parts werden geschickt kombiniert und so entsteht ein recht abwechslungsreiches Songwriting.

Anspieltipps: The Forsaken Ones und Into The Darkest Realm
Michael E.
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