At The Gates – To Drink From The Night Itself Europe 2019 kommen für sechs Shows nach Deutschland / Schweiz (Vorbericht)

Nifelheim und Deserted Fear vollenden das Line-Up

Eventname: At The Gates – To Drink From The Night Itself Europe 2019

Headliner: At The Gates

Vorband(s): Nifelheim und Deserted Fear

Ort: Deutschland / Schweiz

Datum:

08. Dez. 2019 Hamburg – Uebel & Gefährlich
09. Dez. 2019 Bochum – Zeche
10. Dez. 2019 Berlin – Festsaal Kreuzberg
11. Dez. 2019 München –  Backstage Werk
14. Dez. 2019 Aarau – Kiff
15. Dez. 2019 Wiesbaden – Schlachthof Wiesbaden

Kosten: ab 40,05 €

Genre: Melodic Death Metal, Death Metal, Black Metal

Links: http://atthegates.se/https://www.desertedfear.de/http://www.nifelheim-official.com/

Im Dezember sind mit At The Gates die Pioniere des Melodic Death Metal als Headliner in sechs deutschsprachigen Städten zu sehen. Als Support für Behemoth (im Frühjahr in Europa) und Amon Amarth (in den USA im Herbst) waren At The Gates bereits in 2019 unterwegs. Nun kommt die Band für sechs Headliner Gigs nach Deutschland und in die Schweiz. Als Support dabei sind Deserted Fear und Nifelheim.

Die Truppe Deserted Fear aus Thüringen hat sich mittlerweile weit über die deutschen Grenzen hinweg einen Namen im Bereich Death Metal gemacht. Auftritte auf den großen Festivals wie Wacken oder Summer Breeze sind mittlerweile an der Tagesordnung. Für ein Schmunzeln sorgt bei mir immer wieder die englischsprachige Biografie der Jungs auf ihrer Homepage. Der Heimatort in Thüringen heißt Eisenberg – Du kannst ihn auch „Iron Hill“ nennen – passender geht es für eine Metal Band wohl kaum.

Seit 2007 ist die Band aktiv und hat bisher vier Scheiben auf den Markt gebracht. Das aktuelle Album ist Drowned By Humanity, erschien im Februar des Jahres via Century Media Records und wird nun live dem Publikum in kleinen Clubs präsentiert. Meines Erachtens eine sehr passende Supportband für At The Gates.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die Band Nifelheim nicht wirklich viel sagt. Black Metal ist nun auch nicht meine bevorzugte Richtung. Die Band gibt es schon sehr lange. 1990 gegründet und aus Bengtsfors stammend. Zur Einordnung, da Schweden ja recht groß ist: Auf Höhe der norwegischen Grenze im westlichen Teil des Landes. Die Beschreibung der Band auf Wiki besagt ihnen einen Hang zum Old School Black Metal, der sich an Bands wie Venom oder Bathory orientiert. Dazu wird den Bandmitgliedern eine Vorliebe zu langen Haaren, Lederkleidung und vielen Nieten nachgesagt. Ich lasse mich mal überraschen. Das letzte Album erschien übrigens 2014 mit dem Namen Satanatas.

Wer At The Gates schreibt, muss im selben Atemzug Slaughter Of The Soul erwähnen. Am 14.11.1995 erschien das wegweisende Werk via Earache Records. Richtig gerechnet: Im nächsten Jahr wird das Meisterstück 25 Jahre alt und es gibt eine Slaughter Of The Soul Show auf Wacken 2020. Man könnte wohl Bücher füllen zu der Musikgeschichte rund um die Mitglieder von At The Gates. Das würde aber etwas den Rahmen sprengen – also belassen wir es mal ganz grob bei den Fakten: – 1990 in Göteborg gegründet und 1996 aufgelöst- 2008 Reunion für einige Liveauftritte, die als Abschiedskonzerte gedacht waren – 2014 neues Album At War With Reality – 2018 neues Album To Drink From The Night Itself

Zur Auflösung 1996 sagte Frontman Tomas Lindberg, dass man nach Slaughter Of The Soul nie mehr ein noch perfekteres Album produzieren kann. Von daher gibt es keinen Grund, die Band fortzuführen. Die Gründe lagen sicher woanders. Aber passend ist die Aussage trotzdem. Assoziierte Bands zu At The Gates sind zu allererst The Haunted (hier waren teilweise drei ehemalige At The Gates Mitglieder aktiv). Aber natürlich auch die Projekte von Tomas Lindberg wie The Crown, Crustcore oder Nightrage. Zu erwähnen ist sicher auch noch der Drummer Adrian Erlandsson. Erlandsson und Drums? Da klingelt es doch etwas intensiver bei mir: Richtig, die Familie Erlandsson ist bzgl. Drums etwas intensiver ausgeprägt. Der Bruder von Adrian, Daniel, sitzt aktuell bei Arch Enemy und bearbeitet dort die Felle. Ob es noch weitere Familienmitglieder gibt, die als Drummer unterwegs sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Liveperformance wird ganz sicher auch einen großen Teil der Titel der Slaughter Of The Soul beinhalten, auch wenn die aktuelle Tour sich auf das 2018er-Album bezieht. Auf den Mix darf man sicher gespannt sein. Aber ohne Blinded By Fear, Suicide Nation oder den Titeltrack Slaughter Of The Soul ist eine ATG Show nicht denkbar.

Weitere Beiträge
The Monuments – European Tour 2020 am 17.02.2020 im Headcrash, Hamburg