Beginning 1.1 Releaseshow am 21.07.2018 im Lager, Dinslaken

“Beginning 1.1 Releaseshow am 21.07.2018 im Lager, Dinslaken“

Eventname: Beginning 1.1 Releaseshow

Headliner: Beginning

Support: Diaspora, Mortal Hatred, Call Of Charon

Ort:
Lager, Dinslaken

Datum: 21.07.2018

Kosten: 5,00€ AK

Genres: Modern Metal, Modern Death Metal, Death Metal, Deathcore, Metalcore

Besucher: ca. 60 Besucher

Da ich sowieso keine der letzten Shows von Beginning verpasst habe und auch das Review zur EP 1.1, die einen Tag vor dieser Show als Re-Issue erschien, schreiben durfte, war es für mich natürlich überhaupt keine Frage, auch bei der Releaseshow dabei zu sein. Also am Samstagnachmittag auf die Autobahn Richtung Norden. Mein Navi hat mich auch brav zu der angegebenen Adresse geführt, da stand ich dann aber genau so ratlos, wie noch einige weitere Metalheads, die nach mir kamen. Aber wie heißt es so schön „zusammen ist man stärker“, und so kommen wir alle gemeinsam da hin, wo wir hin müssen. Da ich, bis auf Diaspora, alle Bands kenne, ist die Wartezeit bis zum Showbeginn auch sehr kurzweilig.

Aus Köln kommt die erste Band des Tages. Diaspora wurde im Jahr 2016 gegründet, und die Jungs bezeichnen ihren Stil selbst als Modern Death Metal. Wie mir Sänger Hauke in einem sehr netten Gespräch erklärt, habe man das gewählt, weil bei Melodic Death Metal sofort jeder an Insomnium denken würde – so wie ich! 😀 – und man diesen Vergleich vermeiden wolle. Den Vergleich mit Insomium müssten die Jungs definitiv nicht scheuen, wobei die Songs von Diaspora mehr nach vorn gehen, also ordentlich Tempo haben. Da kommen mir dann eher Bandnamen wie Omnium Gatherum oder auch Mors Principium Est., die ja beide für einen grandiosen Mix aus epischen Melodiebögen, geilen Riffs und harschem Gesang stehen, ins Hirn. Diese tolle Show von Diaspora erleben leider noch nicht allzu viele Menschen, denn bei den Temperaturen, die draußen herrschen, sind wohl viele noch auf dem heimischen Balkon geblieben. Die Vier nehmen’s aber augenscheinlich gelassen und können auch mit den durchweg positiven Reaktionen der Anwesenden sehr zufrieden sein. Ein ganz dickes „like“ gab es von mir direkt nach der Show, das ist schon sehr geil, was Diaspora da fabrizieren. Leider hatte Marvin vor der Show die Nebelmaschine auf Hochbetrieb eingestellt, schön fürs Auge, schlecht zum Fotografieren…

Diaspora @ 1.1 Releaseshow 2018 07 21

Schon zehn Jahre länger als Diaspora gibt es Mortal Hatred. Die mischen die Death Metal-/Deathcore-Szene nämlich bereits seit 2006 ordentlich auf. Mit Call Of Charon, die nach Mortal Hatred spielen, wurde ein Split-Album aufgenommen, aber heute kommt mal nicht Patrick mit auf die Bühne, sondern Call Of Charon-Basser Robin. Und man hat natürlich auch genug eigene Songs vorzuweisen, Impact oder Tempest Of Vengeance von 2009 bzw. 2010 finden ihren Platz auf der Setliste genauso wie Elizabeth Short aus 2014 und Traditional Godzilla Violence von der Split-EP The Takover aus 2015. Vom neuen Songmaterial, das einen dicken schwarzmetallischen Anstrich erhalten hat, gibt es heute natürlich auch wieder was auf die Ohren. Dafür müssen Setzer und Matze aber beide ihre Gitarren wechseln, somit hat Freddy genug Zeit, sich zunächst einmal bei allen Beteiligten der heutigen Show zu bedanken und dann mit einem Augenzwinkern zu erklären, dass man weiterhin fleißig am neuen Album werkelt. Den Song Die Nixe vom Mühlenweiher hat man schon des Öfteren zum Besten gegeben, hier sind die Fans natürlich textsicher. Nach Mortal Hatred soll dann eigentlich Schluss sein, aber ein Song fehlt natürlich noch und wird auch vehement von den Fans gefordert. So kommt also auch wieder das Sonnenkind vorbei und heizt das Lager gleich mal um ein paar Grad mehr auf.

Mortal Hatred @ 1.1 Releaseshow 2018 07 21

Gibt es eigentlich noch eine Show von Beginning, bei der Call Of Charon nicht dabei sind? 😀 Ich kann mich an keine erinnern, und so stehen sie, nach ihrem Supportslot bei der Show von Thy Art Is Murder in Köln, auch heute wieder auf der Bühne. Das Kompilation-Album Long Forgotten Memories, das schon zwei neue Tracks enthielt, stammt ja erst aus Mai vergangenen Jahres, und im Januar wurde die neue Single Antigones Farewell veröffentlicht. So arbeiten also auch Call Of Charon weiterhin fleißig an einem neuen Album. Da wird dann bei den Aufnahmen zum ersten Mal Ulf am Schlagzeug sitzen und darf sich dann, wie auch heute mal wieder, an Blastbeats und Double-Base-Attacken austoben. Sichtlich stolz verkündet Patrick, dass es bei einem Song auch einen Gastsänger geben wird. Den Namen kann er noch nicht verraten, aber den Part kann heute locker Marvin übernehmen.  In das Rennen um den Titel „Bester Growler“ geht auch wieder Mark von Hatred Inherit, und die Jury bespricht sich nach wie vor, ein Endergebnis gibt es immer noch nicht. 😀 Hatte sich Basser Robin bereits von Anfang an vor der Bühne aufgebaut, treibt es auch die beiden Gitarristen Arthur und Tobi dorthin, und auch mit Saiteninstrument kann man mächtig Betrieb machen. Verletzte gibt es keine zu beklagen, so haben alle ihren Spaß.

Call Of Charon @ 1.1 Releaseshow 2018 07 21

Mittlerweile sind nicht nur die Mitglieder der Bands, die bereits aufgetreten sind, schweißgebadet, sondern auch alle anderen Anwesenden. Genug Energie und gute Laune für die Show von Beginning haben aber sowohl die Jungs selbst als auch wir. Heute soll die komplette EP 1.1, die gestern veröffentlicht wurde, gespielt werden, neun Songs warten also mindestens auf uns. Und natürlich ist auch heute wieder die Oma von Marvin dabei, ich freue mich immer sehr, wenn ich sie wiedersehe, sie ist ein wahres Energiebündel und beweist, dass man für Metal nie zu alt sein kann! Heute hat sie auch mal ihren Mann mitgebracht, in den Moshpit gehen aber beide dann doch nicht. 😀 Der tobt jetzt so ziemlich am heftigsten, aber wer sich bei Songs wie Godeater oder Unlimited nicht bewegt, hat entweder Rücken oder was an den Ohren. Die Jungs von Beginning sehen es natürlich gern, immer wieder taucht ein breites Grinsen auf den Gesichtern auf. Auf der EP 1.1 hatte ja Patrick von Call Of Charon einen Gastauftritt beim Song Rise, das gibt es heute natürlich auch live. Bei Tragic klettert dann wieder einmal Béla auf die Bühne und belegt den Egoriser von Marvin gleich mal mit Beschlag. Auch Béla ist ein klasse Shouter, und ich frage mich zum wiederholten Male, wo diese ganzen Talente immer herkommen und vor allem, warum sie immer noch in der Underground-Szene unterwegs sind. Da wäre was ganz anderes mehr als verdient! Heute aber nun hier im Lager in Dinslaken vor ungefähr 50 Gästen. Natürlich ist die Hütte bei Beginning voll, alle anderen Bands hatten mit ständig wechselnden Zuschauerzahlen zu kämpfen, was sicherlich auch dem Wetter geschuldet ist, das viele veranlasst, zwischen drinnen und draußen zu wechseln. Dann sind aber tatsächlich die neun Songs gespielt, und auf unsere „Zugabe“-Rufe entgegnet Marvin, dass man halt bislang auf nur neun eigene Songs verweisen kann. Ich bin dann wohl die erste, die es ruft, und natürlich gibt es jetzt auch noch die grandiose Coverversion des Rammstein-Klassikers Engel. Den Song kennt hier natürlich jeder, zum letzten Mal ist also gemeinsames Absingen angesagt, bevor alle schweißgebadet aber mit zufriedenen Gesichtern das Lager verlassen.

Beginning @ 1.1 Releaseshow 2018 07 21

Draußen ist es mittlerweile etwas kühler geworden, sehr angenehm! Da ich aber auch am Sonntag für Time for Metal unterwegs bin und schon mittags in Bochum sein muss, mache ich mich nach einer kurzen Abschiedsrunde auf den Weg nach Hause.

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