Artist: Cavalera
Herkunft: Los Angeles, California, USA
Album: Schizophrenia
Spiellänge: 43:53 Minuten
Genre: Thrash Metal, Death Metal
Release: 21.06.2024
Label: Nuclear Blast
Link: https://cavaleraconspiracy.bandcamp.com/music
Bandmitglieder:
Gesang und Gitarre – Max Cavalera
Schlagzeug – Igor Cavalera
Tracklist:
- Intro
- From The Past Comes The Storms
- To The Wall
- Escape To The Void
- Inquisition Symphony
- Screams Behind The Shadows
- Septic Schizo
- The Abyss
- R.I.P. (Rest In Pain)
- Nightmares Of Delirium
Wie heißt es so schön, aller guten Dinge sind drei! Zumindest macht es den Eindruck, dass sich das die Cavalera-Brüder gedacht haben, als sie 2023 das Sepultura Album Morbid Visions und die EP Bestial Devastation zusammen mit einigen Gastmusikern einprügelten. Aber mit zwei neu aufgearbeiteten Scheiben nicht genug, da sollte das damalige zweite Release der brasilianischen Thrash Metal Band ebenfalls einen frischen musikalischen Anstrich erhalten. Schizophrenia ist sehr vielen Hörern der Szene ein Begriff und zudem eine sehr beliebte Rumpelkiste. Als das kann man die 1987 veröffentlichte CD gut beschreiben, klassischer Old Shool Thrash Metal halt. Also ging es für Cavalera erneut ins Studio, um dem Ganzen einen frischen Wind einzuhauchen und der Platte ein neues Gewand zu geben. Generell sind Neuaufnahmen von über 30 Jahre alten Alben immer eine spannende Sache, da sich immer die Frage vorab stellt, muss das sein und wie ist im Anschluss das Ergebnis. Cavalera haben auf den beiden vorherigen Scheiben gezeigt, dass sie dem Sound ein gutes Upgrade verschaffen können.
Mal einen Blick auf das Cover geworfen, zeigt sich hier eine minimal abgeänderte Variante zur 1987er-Version, mit ein wenig mehr Details und ein wenig hochwertiger, der heutigen Zeit sei Dank. Unter anderem erkennt man auf einer der zerbrochenen Glasscheiben eine Spiegelung der gelben Augen und auch die farblichen Akzente sind hier deutlich intensiver.
Nachdem das Intro durchgelaufen ist, dass wie im Originalen ein ordentliches Thrash Metal Gewitter andeutet, prügeln Max und Igor Cavalera mit voller Wucht in ihre Instrumente und geben der alten Scheibe, natürlich, einen ordentlichen Hauch hochwertigerer Produktion.
Bei dem Original-Release verschwanden in einigen Titeln der Bass und das Schlagzeug oftmals in den Hintergrund, in der 2024er-Version hingegen wird das gekonnt umgangen und verleiht dem Ganzen eine deftigere Atmosphäre. Allein bei Escape To The Void erhält das Schlagzeug eine größere Aufmerksamkeit und Hörgenuss. Der Chorus ertönt aus Hintergrund und sehr urig. Ein gutes Beispiel gibt es bei To The Wall, die Vocals von Max Cavalera werden in einem Mix aus Thrash und Death Metal Stil gehalten, mal erklingen leichte Growls, mal mehr Shouts und es hört sich an, als würde es aus der Ferne und widerhallend erklingen. Auch der sieben Minuten lange instrumentale Titel Inquisition Symphony erhält ein kleines, aber feines Update und ist weiterhin ein Highlight auf der Scheibe. Das Interlude The Abyss wärmt noch einmal mit dem Klang von Lagerfeuerknistern den schon ziemlich aufgeheizten Hörer auf. Zeit, sich die zerzauste Mähne zu richten und noch mal bei den letzten beiden Titeln Gas zu geben. Denn nach dem letzten offiziellen Track der Schizophrenia Scheibe haben Cavalera einen eigenen neuen Titel hinzugefügt. Nightmares Of Delirium baut auf den kompletten Stil auf: Schnelle Gitarrenriffs, Schlagzeuggewitter, donnernder Bass und brachialer Gesang. Ein absoluter Nackenbrecher mit dem Potenzial, einen riesigen Circle Pit entstehen zu lassen.




