Eventname: Darkest Hour XXX Anniversary
Headliner: Darkest Hour
Vorbands: Bleeding Through, Shai Hulud, Denial Of Life
Ort: Kesselhaus, Wiesbaden
Datum: 05.10.2025
Kosten: 39,- € AK, 38,55 € VVK
Genre: Metalcore, Death Metal, Trash Metal
Setliste Darkest Hour:
1. With A Thousand Words To Say But One
2. The Sadist Nation
3. Convalescence
4. Rapture In Exile
5. A Paradox With Flies
6. Demon(s)
7. Sound The Surrender
8. Amor Fati
9. Knife In The Safe Room
10. Doomsayer (The Beginning Of The End)
11. An Epitaph
12. For The Soul Of The Savior
13. Goddess Of War, Give Me Something To Die For
Zugabe:
14. Tranquil
Sonntag, Aprilwetter, was soll ich sagen? Stau auf der Autobahn A5 ohne Ende. Das macht es schwierig, den Beginn um 18:30 Uhr pünktlich mitzunehmen. Mal schauen, ob ich noch erleben darf, was die erste Band zu bieten hat. Top, es ist kurz vor 19 Uhr und ich schaffe es gerade noch zum letzten Song vom heutigen Starter. Genial Of Life haben den Konzertabend vor rund 25 Minuten begonnen. Die fünfköpfige Band aus dem Pacific Northwest der USA um Frontfrau Brenna Gowin scheint bisher schon gut vorgelegt zu haben. Da ich jedoch nicht der große Thrash-Metal-Fan bin, überwiegt die Vorfreude auf die Bands, die mich heute noch erwarten werden.

Es ist 19:20 Uhr, Shai Hulud betreten die Bühne und es wird direkt wild. Das Kesselhaus hat sich gut gefüllt und die offensichtlichen Shai-Hulud-Anhänger schreien auch schon direkt die ersten Zeilen von My Heart Bleeds The Darkest Blood der Band und vor allem Frontmann Geert van der Velde entgegen. Ich merke auch, dass sich um mich herum Begeisterung breitmacht über die Bühnenpräsenz und die energiegeladene Show der Band. Hier wird heute Abend fast der Sandwurm zum Leben erweckt. Sie bringen eine echt gute Mischung aus sämtlichen zeitlichen Epochen ihrer Bandgeschichte auf die Bühne und holen mich spätestens jetzt mit Scornful Of The Motiven And Virture Of Others vom 2003 veröffentlichten Album That Within Blood III-Tempered ab. Solely Concentrating On The Negative Aspects Of Life beendet nach 40 Minuten Vollgas das Programm, und für viele ist eine kurze Erholungspause sicher dringend notwendig.

Bleeding Through werden sicher nicht weniger Power auf die Bühne zaubern als gerade geschehen. Der kleine Konzertclub neben dem Schlachthof in Wiesbaden ist jetzt gefühlt komplett voll und es wird schwierig, direkt vor die Bühne zu kommen. Eine Band, die nach ihrem 2003 erschienenen Album This Is Love, This Is Murderous komplett von meinem Radar verschwunden ist, wird heute den finalen Vorheizer für den Hauptakt geben. Mit Love Lost In A Tail Of Gun Fire wird direkt ein bekannter Kracher abgefeuert und das Publikum ist auch jetzt am Start. Sänger und Kraftpaket Brandan Schieppati macht dabei nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikumsraum ordentlich Lärm und sorgt dafür, dass von Beginn an die Menge in Bewegung kommt. Drei Songs weiter kommt mit Revenge I Seek noch ein mir bekannter Song und die Band aus Orange County reißt wirklich gut ab und beweist, dass sie über die Jahre nichts verlernt hat. Kill To Believe beendet nach rund 50 Minuten ein starkes Metalcore-Brett. Damit sollte nun jeder auf Betriebstemperatur für den Headliner sein.

Es ist kurz nach halb zehn, das Licht geht aus und die dunkelste Stunde des heutigen Abends beginnt. Darkest Hour sind nun schon seit 30 Jahren auf den Bühnen dieser Welt unterwegs, und ich freue mich immer, wenn ich mal wieder live etwas davon zu sehen bekomme. Songs wie With A Thousand Words To Day But One und Doomsayer dürfen nicht fehlen. Und ich werde auch nicht enttäuscht. Das Publikum ist auch wieder 100 % am Start und die Songtexte werden Wort für Wort mitgeschrien. Sogar Bleeding-Through-Frontmann Brandan Schieppati findet man jetzt in der ersten Reihe. Band und Publikum sind vielleicht 30 Jahre älter geworden, aber deshalb wird nicht weniger Gas gegeben und man sieht es natürlich auch niemandem an. Goddess Of War, Give Me Something To Die For beendet den offiziellen Teil des Programms und es werden die ersten High Fives zum Abschied gesammelt. Nach Aufforderung aus dem Publikum gibt es jedoch noch eine Zugabe, und die heißt Tranquil, was mich besonders freut, da dies auch noch ein Song von einem der daheim gut behüteten CD-Alben im Regal ist und mit wie immer starken Gitarrenriffs das Set würdig beendet. Trotz etwas Verspätung meinerseits, ein rundum gelungener Abend, der es immer wieder wert wäre, den Weg nach Wiesbaden auf sich zu nehmen.































