Daughtry – Baptized

“Kein Metal, kein Rock, kein Core und trotzdem klasse“

Artist: Daughtry

Herkunft: Roanoke Rapids/NC, Vereinigte Staaten von Amerika

Album: Baptized

Spiellänge: 46:38 Minuten

Genre: Pop / Country / A.O.R.

Release: 15.11.2013

Label: Sony Music

Link: http://www.daughtryofficial.com

Klingt wie: Hoobastank und Lady Antebellum

Bandmitglieder:

Gesang – Chris Daughtry
Gitarre – Brian Craddock
Gitarre – Josh Steely
Bass – Josh Paul
Schlagzeug – Robin Diaz

Tracklist:

  1. Baptized
  2. Waiting For Superman
  3. Battleships
  4. I’ll Fight
  5. Wild Heart
  6. Long Live Rock & Roll
  7. The World We Knew
  8. High Above The Ground
  9. Broken Arrows
  10. Witness
  11. Traitor
  12. 18 Years

Daughtry - Baptized
Die Band Daughtry wurde im Jahr 2006 gegründet. Damals hatte ihr Frontmann Chris Daughtry bei der fünften Staffel der Show American Idol den vierten Platz belegt und war ausgeschieden. Im selben Jahr erschien das erste Album, das so heißt wie die Band – nämlich Daughtry. Das jetzt am 15.11.2013 erschienene Album Baptized ist das vierte Werk der Band.

Falls jemand denkt, ich hätte mich bei den Genres vertan, liegt falsch. Auf ihrem neuesten Album haben Daughtry eine ziemlich heftige Kurve genommen. Wenn man liest, wer an der Entstehung des Albums beteiligt war, ergibt sich das von selbst: Martin Johnson (Taylor Swift, Jayson Derulo), Kara Dioguardi (Christina Aguilera, Britney Spears, Kelly Clarkson), Claude Kelly (Bruno Mars, Jessie J), um nur einige zu nennen.

Gleich das erste Lied Baptized stellt dies unter Beweis, denn hierzu könnte man ohne Probleme in der Tanzschule einen Discofox erlernen.Auch Battleships klingt eher so, als ob man das neuste Album von Take That oder Backstreet Boys hört – schlicht und einfach gut gemachter Pop.

Bei Wild Heart geht es dann eher in Richtung Country. Ich musste sofort an Shania Twain denken, die hätte das nicht besser machen können. Ausgerechnet das Lied Long Live Rock & Roll ist dann so was von Country, was Daughtry sich dabei gedacht haben, wissen wohl nur sie selbst. Ist so ähnlich, wie wenn Nickelback etwas von Rockstar singen. Eine Ballade gibt es natürlich auch. Bei Broken Arrows begleiten nur Klavier und Gitarre den Gesang von Daughtry.

Ein Genre habe ich nicht genannt, um die geneigte Leserschaft nicht noch mehr zu erschrecken, aber bei Witness und Traitor klingen auch durchaus Ansätze von R’n’B durch, wobei Traitor dann im Vergleich schon wieder im Refrain ziemlich „hart“ wird. Auf dem gesamten Album, sind elektrische Gitarren, außer bei Traitor, eigentlich nicht zu hören, es gibt Konzertgitarre, Keyboard und schön süßliche Chöre. Über allem thront dann die nach wie vor durchaus hörenswerte Stimme von Daughtry.

Fazit: Der richtig harte Rocker war Chris Daughtry ja noch nie, aber zwischen seinem Debütalbum aus dem Jahr 2006 und dem jetzigen liegen doch Welten. Er macht jetzt eher Pop mit gelegentlichen Ausflügen in die Countrymusik und ist komplett radiotauglich geworden. Gegen ihn ist Bon Jovi schon fast Brutal Death Metal. Aber so widersinnig es auch klingen mag, es ist immer noch Daughtry und mir hat dieses Album wirklich sehr gut gefallen. Mir ist es auch sehr schwer gefallen, mich nur auf drei Anspieltipps zu beschränken. Headbanging ist hier überhaupt nicht angesagt, aber meine Füße konnte ich nicht stillhalten. Wer ohne Scheuklappen durch die Gegend läuft und diese Musik mag, sollte unbedingt zugreifen, denn das ist positive Unterhaltung in Reinkultur. Bei mir läuft sie momentan jedenfalls in Dauerrotation und darum ist auch die von mir vergebene Punktzahl durchaus korrekt. 🙂 Anspieltipps: Baptized, Wild Heart und Traitor
Heike L.
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