Death Feast Open Air 2019 vom 22.08. – 24.08.2019 in Andernach

The Most Brutal Festival in Europe

Eventname: Death Feast Open Air 2019

Bands: Aborted, Waking The Cadaver Official, Guttural Secrete, General Surgery, Abysmal Torment, Extermination Dismemberment, Annotations Of An Autopsy, Korpse, Viscral, Traumatomy, Keitzer, Craniotomy, Devangelic, Serrabulho, Deadsquad, Serial Butcher, Repugnance, Supreme Carnage, Gorezone, Chordotomy

Ort: JUZ Andernach, Stadionstr. 88, 56626 Andernach

Datum: 22.08.2019 – 24.08.2019

Kosten: 3 Tagesticket: 55 € VVK, 65 € Doors, Donnerstagsticket, Freitagsticket, Samstagticket: jeweils 30 € Doors

Genre: Brutal Death Metal, Grindcore, Goregrind, Old School Death Metal, Technical Death Metal, Slam Death Metal

Besucher: ca. 2000

Veranstalter: Mike Heinemann bcp-agency

Link: https://www.facebook.com/events/1943245442398897/

Das Death Feast Open Air – The Most Brutal Festival In Europe – findet vom 22.08. bis zum 24.08.2019 statt. Austragungsort des Death Feast Open Air 2019, eines der brutalsten Metal Festivals in Europa, ist erneut das Außengelände des JUZ in Andernach. Es vereint in drei Tagen Death Metal, Grindcore, Goregrind, Slam Death Metal und Old School Death Metal. Ich darf erneut für Time For Metal dabei sein!

 

Donnerstag

Los geht es am Donnerstag, 22.08.2019. Das heutige Line-Up:

23.00-00.00 | Aborted
21.45-22.30 | Waking The Cadaver
20.45-21.30 | Extermination Dismemberment
19.45-20.30 | Korpse
19.00-19.30 | Acranius
18.15-18.45 | Serrabulho
17.30-18.00 | Abrupt Demise
16.45–17.15 | Supreme Carnage
16.00–16.30 | Pray For Pain

Ich fahre früh genug von der Arbeit los, um pünktlich zum Start der ersten Band (Pray For Pain) dort zu sein, denn erfahrungsgemäß haben die Opener es schon richtig in sich. Letztes Jahr gab es einen langen Rückstau bis zur Straße. Diesen Rückstau sehe ich dieses Jahr nicht. Das scheint man irgendwie anders organisiert zu haben. An einem Rückgang der Besucher liegt es jedenfalls nicht, denn auch in diesem Jahr ist das Death Feast Open Air wieder ähnlich gut besucht, wie im letzten Jahr.

 

Ich bin früh genug auf dem Infield, bereits bevor der Opener Pray For Pain offiziell das Festival eröffnet. Also erfolgt zunächst die freudige Begrüßung von Bobby, der wieder den Türsteher zum Backstagebereich macht, und der mir lieb gewonnenen anderen Fotografen Steffen, Alexander, Gerd, Mardya, Matthias Ben und Nova. Die nächsten Tage mit ihnen werden wieder super werden. Nova wird heute auch noch mit seiner Band Supreme Carnage hier auftreten.

 

Pray For Pain beginnen vor sehr gut gefülltem Infield mit ihrer halbstündigen Show. Die Österreicher beginnen erwartungsgemäß mit einem harten Brett aus Deathcore und Death Metal. Der so oft beschriebene Wiener Charme ist ihnen verständlicherweise überhaupt nicht anzumerken. Das will auch keiner sehen, denn hier ist keine Wiener Melanche zu erwarten. Man will hier die harten Facetten des Metals sehen. Da kann man bereits jetzt schon einmal sagen: Pray For Pain 10 Points!

Es folgen Supreme Carnage aus Münster mit meinem Kumpel und Fotografenkollegen Nova. Eben stand er noch neben mir unten im Graben und hat Fotos von Pray For Pain geschossen. Nun steht er auf der Bühne und spielt Gitarre. Supreme Carnage sind erstklassiger Underground Death Metal. Death Metal, wie eine Walze, die alles plattmacht. Ich durfte zu ihrem letzten Album Morbid Ways To Die ein Review machen. Für mich eine erstklassige Death Metal Scheibe. Da treffen die alten nordischen Götter mit den Göttern der Moderne zusammen und feiern ein Fest. Habe ich damals noch geschrieben: Eine Platte, die echt flasht, so kann ich sie heute endlich in der Liveumsetzung erleben.

Gefolgt werden Supreme Carnage von den niederländischen Kollegen von Abrupt Demise, die mit ihrem Death Metal in eine ähnliche Kerbe hauen. Wie die vorangegangenen Münsteraner ein Quintett und genauso lange bereits in der Szene unterwegs, können auch sie hier auftrumpfen.

 

Was anderes tischen uns anschließend die Portugiesen von Serrabulho auf, die in ritterähnlicher Aufmachung eine irrwitzige Show mit Grindcore und Death Metal entfachen. Sänger Carlos Guerra gibt alles an seinem Mikro, welches auf einer gelben Kehrschaufel befestigt ist, auf dem steht: Grind is love. Wir finden ihn überall: auf der Bühne, im Graben und vor der Bühne im Gewühle. Die Band hat eigene Fans hier am Start, die ebenfalls mit Kehrschaufeln bewaffnet sind. Auf der Bühne erleben wir einige Gastmusiker, unter anderem jemanden mit einer Mandoline. Einige Mädels werden aus dem Publikum geholt, um auf der Bühne zu tanzen, halt nach dem Motto: Grind is Love. Tolle Show der Portugiesen, deren letztes Album den Titel Porntugal (Portuguese Vagitarian Gastronomy) trägt.

 

Das ist natürlich schwer zu toppen für die Rostocker Acranius, die mit ihrer Slam, Brutal Death Nummer da durch müssen. Acranius nehmen die gute Laune des vorangegangenen Gigs mit, obwohl ihr Sound ganz klar ein anderer ist.

Mit Korpse kommt eine Band aus den Niederlanden auf die Bühne, die wir bereits vom Death Feast 2017 her kennen. Slam und Brutal Death ist angesagt. Das kommt beim Publikum sehr gut an. Klar, wir kennen die Band um Fronter Sven van Dijk bereits. Die Band ist zurzeit auf der Suche nach einem neuen Bassisten. Da helfen die Kollegen von Stillbirth, die dieses Jahr hier nicht am Start sind, doch gerne mit ihrem Bassisten Lukas aus. Bassist und Gitarrist übrigens in astreiner Ludenaufmachung mit Pelzmantel!!! (Bei dieser Hitze hier) und dicken Bling Bling Ketten.

Extermination Dismemberment aus der Ukraine spielen einen Slamming Brutal Death Metal, der sich gewaschen hat. Kannte ich die Jungs vor zwei Jahren noch nicht, so weiß ich nun doch einiges von Ihnen. Auch sie waren 2017 schon dabei und haben mich damals voll überzeugt. Das Album Butcher Basement in einer limitierten Green Splatter Vinyl Fassung war damals ein Must Have für mich und ist es immer noch.

 

Viele alte Bekannte, die man außer der Fotografenregie noch sieht. Man freut sich auf dieses Event einmal im Jahr, fast schon ein Familienfest! Für die Bands und auch das Publikum!

 

Heutiger Co-Headliner sind Waking The Cadver. Welch eine Macht die Band aus New Jersey (USA) darstellt, zeigen sie in ihrem Gig eindeutig. Denkt man nach den vorangegangenen Bands: Da kann eigentlich kaum noch was kommen, wird man doch eines besseren belehrt. Die 2018 reformierte Combo um den charismatischen Frontmann Don Campan entfacht mit ihrem Death Metal Hardcore Mix hier ein Inferno. Das ist doch geradezu großartig, was hier abgeht. Auf dem Infield ist jetzt kaum noch Platz. Mit Don Campan habe ich mich bereits vor dem Gig ein wenig unterhalten. Die Band ist sehr fannah und ist auch direkt nach ihrem impulsiven Gig wieder unten bei den Fans.

 

Den Abschluss des Abends bilden Aborted aus Belgien. Die alten Haudegen aus Ostflandern sind natürlich eine Macht und bringen zum Abschluss das Publikum noch einmal zum Kochen. Nächstes Jahr stehen für Aborted 25 Jahre zu Buche, wobei Sänger Sven „Svencho“ de Caluwé das einzige verbliebene Gründungsmitglied ist. Auch Aborted kommen anschließend noch runter und feiern ein wenig mit den Fans.

 

Damit ist der erste ereignisreiche Tag bereits zu Ende. Langsam verziehen sich die Fans auf den umliegenden Campingplatz. Auch ich verziehe mich in meinen Wagen. Die Wikinger des letzten Jahres treffe ich dieses Jahr leider nicht an, dafür aber andere nette Leute, mit denen ich mich noch ein wenig unterhalte.

 

Freitag

Recht gut im Auto geschlafen! Ich fahre nach Hause, Dusche und chille noch ein wenig. Dann heißt es auch schon wieder recht früh nach Andernach fahren.

 

Das Line-Up für Freitag, 23. August:

23.00-00.00 | Decapitated
21.45-22.30 | Humanities Last Breath
20.45-21.30 | Guttural Secrete
19.45-20.30 | Skeletal Remains
19:00-19:30 | Implore
18.15-18.45 | Deadsquad
17.30-18.00 | Traumatomy
16.45–17.15 | Distant
16.00–16.30 | Devangelic
15.15-15.45 | Craniotomy
14.30-15.00 | Chordotomy
13.45-14.15 | Bleeding Heaven

Mit Bleeding Heaven beginnt der heutige Tag bereits um 13:45 Uhr. Eine fast unmenschliche Zeit. Ich schaffe es trotzdem, rechtzeitig da zu sein. Für die frühe Uhrzeit ist auch schon einiges los. Ruhrpott Brutal Death Metal ist angesagt. Dafür, dass die Jungs aus Recklinghausen ursprünglich aus dem Melodic Death Metal kommen, schon erstaunlich.

Direkt im Anschluss gibt es Slam und Brutal Death Metal aus Bayern. Die Jungs von Chordotomy kommen aus Augsburg und mühen sich redlich ab, um das Publikum zu unterhalten.

Craniotomy aus Slowenien führen die Brutal Death Lanze fort und können gefallen. Der Bassist wagt ein Tänzchen in der Menge.

Das Evangelium des Brutal Death Metal verbreiten im Anschluss die römischen Legionäre von Devangelic. Für mich am heutigen Tag das erste Highlight, da authentisch und sehr kraftvoll dargeboten. Ein würdiger Vertreter des heiligen römischen Brutal Death Metal Reiches.

 

Wir sind nun schon am späten Nachmittag. Die Langschläfer taumeln so langsam ins Infield und es wird voller. Davon profitieren natürlich solche Bands wie die Niederländer von Distant, die mit Slam und Deathcore überzeugen können, obwohl sie erst seit fünf Jahren auf der Bildfläche sind. Die überzeugen mich so, dass ich ihr Debütalbum Tyrannotophia direkt mitnehmen muss.

Die folgenden Traumotomy ist ein Slamming/Brutal Death Projekt aus Musikern aus Japan und Rußland.

Auf Deadsquad freue ich mich besonders! Die Jungs aus Indonesien habe ich bereits gestern kennengelernt. Die sind alle drei Tage auf dem Death Feast hier und haben heute ihren großen Auftritt. Heute Nachmittag habe ich bereits ein Interview mit ihnen geführt, welches in Kürze in Time For Metal erscheint. Das Quintett aus Jakarta bringt einen astreinen Technical Brutal Death Metal auf die Bühne. An den Drums sitzt Alvin, der auch bei Asilent, einer anderen vorzüglichen indonesischen Band, an den Drums sitzt. Asilent war letztes Jahr hier auf dem Death Feast vertreten, daher kennen Alvin und ich uns noch.

Auf meiner To Do Liste steht schon lange Implore. Das Kombinat aus Berlin, Barcelona und Mailand begeistert mich schon einige Zeit. Ihr Stil aus Blackened Death Metal, Grindcore und Crust empfinde ich schon als was Besonderes. Damit haben sie sogar Century Media überzeugt und bei diesem Label einen Plattenvertrag erhalten. Das Album Subjogate steht schon lange in meiner Sammlung, ich lasse es mir heute signieren. Ende November wird das neue Album Alienated Despair erscheinen, zu dem ich ein Review machen werde. Der Gig von Implore überzeugt!

Die kalifornischen Death Metaler Skeletal Remains erscheinen auf der Bildfläche und überzeugen hier heute jeden Fan restlos. Ich höre mich um, da gibt es kaum einen, der nach diesem Gig nicht von Skeleton Remains vollends angetan ist. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich persönlich solch eine mächtige Nummer nicht erwartet hätte. Da hat der Abend ja mit einem richtigen Kracher angefangen und es kommen noch drei weitere Bands.

Die nächste Band Guttural Secrete hat es dann in sich. Guttural Secrete, ebenfalls aus den USA – nämlich aus Las Vegas – lassen es hier mit ihrem Brutal Death Metal richtig krachen. Sänger Jeremiah Blue Jensen, (un)passend zur Musik in einem rosafarbenen Tütü gekleidet, ist der Kracher überhaupt. Wie der sich in seinem Tütü zum Brutal Death bewegt, ist einfach einmalig. Sowohl Publikum, als auch Band haben ein breites Lachen im Gesicht. Oh Fuck, was ist das denn? Echt geil! Jeremiah Blue Jensen treffe ich am nächsten Tag nochmals und zeige ihm schon einige Bilder. Er will unbedingt welche davon zugeschickt bekommen. Klar Jeremiah, das mache ich doch gerne!

 

Großartige Stimmung heute Abend und eine Steilvorlage für die folgende Band Humanities Last Breath. Humanities Last Breath genieße ich wirklich bis zum letzten Atemzug. Humanities Last Breath sind wieder ganz anders, als alles, was bisher gelaufen ist. Die Schweden, im relativ dunklen oder roten Licht agierend, sind mit ihrem Progressive Death Core heute Abend eine kleine Sensation. Geile Technical Death Metal Läufe, die ein wenig an Meshuggah erinnern, gehen schwer in die Magengrube. Sänger Filip Danielsson, ganz im Fokus und in eine schwarze Kapuzenjacke gehüllt, ist der optische Mittelpunkt und er wirkt einfach teuflisch. Die ganze Szenerie hat schon etwas. Sieht man mal auf ihrer Facebook-Seite, so ordnen sie sich dem Genre Evil zu. Ich meine, das trifft es. Ganz frisch ist ihr neues Album Abyssal, welches erst am 2. August erschienen ist. Nach dieser Show kann ich nur sagen: Ganz klare Kaufempfehlung und nehme es natürlich mit!

 

Decapitated sind von Namen her natürlich ein Hammer. Die Technical Death/Groove Metaler haben es nach dem Auftritt von Humanities Last Breath echt schwer, denn die Schweden haben mächtig geflasht. Hinzu kommt noch, dass es nun zum ersten Mal zu Problemen beim Abmischen des Sounds kommt. Dadurch verzögert sich der Beginn ihrer Show doch um einiges, was dazu führt, dass es ein recht kurzer Gig wird, denn hier muss anliegerbedingt um 00:00 Uhr Schluss sein. Decapitated waren 2017/2018 in aller Munde durch einen handfesten Skandal in den USA, der ihnen einen Gefängnisaufenthalt und Ausreisestopp einbrachte.
Den Auftritt heute Abend kann man als solide beschreiben, jedoch kein Ausreißer nach oben. Die eigentlichen Headliner haben wir eben bereits gesehen. Einige Fans sind durch die Verzögerung etwas angepisst, andere wiederum genießen den verkürzten Auftritt und unterstützen die Band. Frontmann Rafał Piotrowski fällt durch seine bodenlangen Rastalocken natürlich besonders stark auf.

So, ab ins Auto und etwas pennen. Morgen steht ja noch ein Tag auf dem Most Brutal Festival in Europe an!

Samstag

Wieder rechtzeitig angekommen, freue ich mich auf den heutigen Tag, der wieder bestes Wetter verspricht. Da werden wir dieses Jahr sehr gut verwöhnt.

 

Das Line-Up für heute, Samstag 24. August 2019:

23.00-00.00 | General Surgery
21.45-22.30 | Beheaded
20.45-21.30 | Wormed
19.45-20.30 | Abysmal Torment
19.00-19.30 | Rectal Smegma
18.15-18.45 | Viscral
17.30-18.00 | Keitzer
16.45–17.15 | Serial Butcher
16.00–16.30 | Cranial Contamination
15.15-15.45 | Hurakan
14.30-15.00 | Gorezone
13.45-14.15 | Untehered

Das Infield ist zu Beginn noch recht überschaubar gefüllt. Da stecken den Fans doch wohl die letzten zwei Tage noch in den Knochen und sie müssen sich für heute noch etwas ausruhen.

So machen Untethered mit Bandmitgliedern aus Solingen und Düsseldorf den heutigen Opener vor einer überschaubaren Kulisse, was ihnen jedoch den Spaß nicht verdirbt. Deathcore mit orientalischen Einflüssen ist angesagt. Wirklich hörenswert und zu empfehlen.

Gorezone treten an, um die Stimmung am Laufen zu halten. Die Niedersachsen aus Oldenburg schaffen das mit ihrem Death Metal natürlich ohne Probleme, denn da stehen bereits 20 Jahre Erfahrung mit vier Alben auf der Bühne.

Es folgt Deathcore/Brutal Death der noch recht jungen französischen Band Hurakan, die erst seit 2015 unterwegs ist, aber schon ein paar Line-Up Wechsel hatte.

 

Die Engländer von Cranical Contamination sind genau so lange wie Hurakan mit ihrem Brutal Death unterwegs und haben mindestens genauso viel Line-Up Wechsel wie diese.

 

Langsam wird es voller, wir nähern uns ja schon dem späten Nachmittag. Die Belgier von Serial Butcher sind nun an der Reihe. Dem Sänger Kurt „Monie“ Termonia bin ich bereits gestern begegnet, als er den Zeltplatz gesucht hat. Den hat er wohl gefunden, denn er steht heute mit seiner Band auf der Bühne und performt einen astreinen Brutal Death Metal Gig.

Es folgen Keitzer und es wird im Infield wieder voller. Das macht Spaß. Keitzer sind beim Soundcheck, der schnell vonstatten geht. Dominik „Pumpa“ König, der auch dieses Jahr wieder vorzüglich durchs Programm führt, fragt den Sänger Christian Chaco am Schluss des Soundchecks, ob nach was fehlt. Wie ist es mit Samples? Daraufhin Christian: Scheiß auf Samples – lass uns loslegen. Keitzer legen dann auch fulminant los. Feinster Death Metal/Grindcore mit einer Menge Spaß. Das merkt man den Jungs an, die bereits 20 Jahre auf dem Buckel haben. Da ist eine Menge Fun bei der Band aus Münster, die mir im Anschluss ein Weihnachtspaket ihrer Vinylalben schnüren. Backstage treffe ich die lustige Truppe auch noch mal.

 

Mit Viscral steht anschließend die zweite indonesische Band neben Deadsquad auf der Bühne, die ihre Version von Brutal Death Metal zum Besten gibt. Sie werden natürlich von ihren Landleuten vor der Bühne toll unterstützt.

Die Niederländer von Rectal Smegma kennt man natürlich von der Splitveröffentlichung mit Gutalax. Grindcore, Brutal Death einer Band, bei der der muskelbepackte Frontmann und Sänger Yannic im Vordergrund steht. Der scheint wohl nur in der Muckibude zu sein, wenn er nicht auf der Bühne ist.

Abysmal Torment sind heute die erste Band aus Malta. Die maltesische Insel bringt nicht nur Tempelritter zutage, sondern auch hervorragende Bands, von denen einige im Brutal Death Metal angesiedelt sind. Jedes Jahr werden wir hier erneut von einer maltesischen Band positiv überrascht.

Apropos Überraschung. Richtig überraschen mich Wormed aus Spanien. Sehr geiler Brutal/Technical Death Metal. Da glänzen nicht nur mir die Augen. Wormed holen noch mal eine Menge Fans vom Zeltplatz, nicht nur wegen der späten Stunde, sondern wegen ihrer absolut geilen Performance. Wormed hatte ich so nicht auf meiner Agenda. Absolutes Kompliment an die Iberer.

Beheaded, das ist die Brutal Death Metal Band aus Malta schlechthin. Ein Urgestein in der Szene. Und das zu Recht. Bereits vor zwei Jahren habe ich sie hier live erlebt. Beheaded als Co-Headliner sind auch am heutigen Abend wieder Extraklasse. Sie bringen die Bude nochmals zum Kochen, das Becken zum Überlaufen. Der Steilpass von Wormed wird aufgenommen. Auf dem Infield ist kaum noch Platz, jetzt wird es richtig eng. Das Moshpit funktioniert immer noch.
Mit den Jungs von Beheaded habe ich bereits heute Nachmittag gesprochen. Dabei habe ich festgestellt, dass Bassist David Cachia der Cousin des Sängers von Bound To Prevail ist. Bound To Prevail waren ebenfalls 2017 hier auf dem Death Feast.

 

Headliner des heutigen Abends sind die Schweden General Surgery (übersetzt auf Deutsch Allgemeine Chirugie). Das Goregrind/Death Metal Quintett aus Stockholm hat eine 30-jährige bewegte Geschichte vorzuweisen. Trotz 30 Jahren gibt es nur wenige Alben und ein paar Splits dieser Kultband. Das letzte Splitalbum mit Bodybag lasse ich mir im Anschluss signieren.

Der Soundcheck wird noch in normaler Kleidung vorgenommen. Der ist auch recht schnell erledigt. Sänger Erik Sahlström nach dem Soundcheck zum Publikum: in a few minutes we are back. Ja und dann kommen die fünf „Mediziner“ in ihrer Arbeitskleidung heraus! Die scheinen wohl zwischenzeitlich Backstage einiges zum Operieren gehabt zu haben, denn sowohl ihre Arbeitskleidung, als auch die Gesichter sind blutüberströmt. General Surgery legen eine extrem geile Show hin. Heute kann man getrost sagen: der würdige Headliner nach einigen superben Bands.

Ich verabschiede mich noch bei einigen Freunden und genieße noch eine kleine Weile im Backstagebereich, wo ich mich noch bei einigen mir lieb gewonnenen Musikern verabschiede, bevor ich von meiner Frau abgeholt werde und nach Hause fahre.

Fazit zum Abschluss: Das Death Feast 2019 sucht wie in jedem Jahr seinesgleichen. Jedes Jahr wird eigentlich das vorangegangene Jahr nochmals getoppt. Mittlerweile kein Geheimtipp mehr ist es nahezu ausverkauft. Erneut ist es den Veranstaltern gelungen, ein geniales Billing/Line-Up für dieses Festival aufzustellen. Großen Dank an das Veranstalterteam um Lukas Swiaczny, Dominique Pumpa König und die anderen fleißigen Helfer. Ebenso großen Dank an die ausnahmslos supergeilen Bands, die nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer sympathischen Art und Fannähe zum Erfolg dieses Festivals beigetragen haben. Mit einigen hatte ich sehr viel Spaß die drei Tage.

Nach dem Death Feast ist vor dem Death Feast! Ich freue mich, 2020 auf dem Death Feast für Time For Metal wieder dabei zu sein!

Zu den Bands findet ihr mehr Bilder in meinen Facebook Alben, da ich hier nur eine begrenzte Auswahl einfügen kann. Schaut mal herein, wenn ihr Bock habt. Hier die Links zu den Alben:

Abysmal Torment
Rectal Smegma
Viscral
Keitzer
Serial Butcher
Cranial Contamination
Hurakan
Gorezone
Untethered
General Sugerey
Beheaded
Wormed
Guttural Secrete
Humanities Last Breath
Decapitated
Skeletal Remains
Implore
Deadsquad
Traumatomy
Distant
Devangelic
Craniotomy
Chordotomy
Bleeding Heaven
Aborted
Waking The Cadaver
Extermination Dismemberment
Korpse
Acranius
Serrabulho
Abrupt Demise
Supreme Carnage
Pray For Pain

Weitere Beiträge
Actions Speak Louder Than Words Tour 2019 am 07.10.2019 im Backstage in München