Artist: Dragonsclaw
Herkunft: Sydney, New South Wales, Australien
Album: Moving Target
Genre: Heavy Metal, US Power Metal
Spiellänge: 40:47 Minuten
Release: 22.08.2025
Label: High Roller Records
Link: https://www.facebook.com/DragonsclawOfficial
Bandmitglieder:
Gesang – Giles Lavery
Schlagzeug – Mark Zonder
Keyboard – Jimmy Waldo
Gitarre – Ben Thomas
Bass – Aaron Thomas
Tracklist:
- The Road Beneath Your Wheels
- Survival
- Cry Wolf
- Don’t Break The Silence Again
- Back On The Streets
- Ghost Soldiers
- Shadowfire
- (Tell Me) All Your Lies
- Raise Your Fist
Giles Lavery ist in den vergangenen Jahren sehr umtriebig gewesen. Manager von Girlschool, Sänger bei Alcatrazz, Jack Starr und Warlord. Dazu ist er Produzent und Mitbesitzer eines Plattenlabels. Das scheint Lavery noch nicht auszureichen. Seine eigentliche Band Dragonsclaw erweckt Lavery ebenfalls zum Leben und veröffentlicht nach zwölf Jahren Pause mit Moving Target die dritte LP in der 15-jährigen Bandgeschichte. Neben seinen ehemaligen Mitstreitern Aaron und Ben Thomas hat Lavery bekannte Namen um sich geschart. Jimmy Waldo (Alcatrazz) und Mark Zonder (ex. Fates Warning) agieren gemeinsam mit Lavery bei Warlord und sind nun auf der dritten Scheibe mit aktiv. Die einst australische Band ist multinational und bekommt auch musikalisch einen US-Touch.
Grundsätzlich bewegen sich Dragonsclaw im Power Metal und Heavy Metal, wobei der Power Metal nicht der europäische Power Metal der Marke Rhapsody und Co. ist. Vielmehr sind Liege Lord, Iced Earth oder Jag Panzer die Orientierungspunkte.
Dass die gemeinsame Arbeit mit Zonder und Waldo bei Warlord Spuren auf der neuen Dragonsclaw hinterlässt, dürfte ebenfalls unstrittig sein. Die Keyboards bilden wie bei Warlord eine Klammer, als das sich Waldo und sein Instrument in den Vordergrund drängen. Der bekannte Tsamis-Galopp ist an der einen oder anderen Stelle genauso zu finden, wie die Drums von Mark Zonder, die aber deutlich mehr nach Fates Warning klingen. Der Auftakt The Road Beneath Your Wheels legt entsprechend los und schnell gespielter US-Power-Metal eröffnet Moving Target. Survival kommt eingängiger, ergänzt um Midtempo-Parts, um die Ecke. Der Spannungsbogen könnte noch etwas prägnanter sein, sodass Survival knapp das Prädikat herausragend verpasst.
Cry Wolf stampft knapp vier Minuten durch die Botanik und könnte so auch aus der Feder von zum Beispiel Jag Panzer oder Riot V stammen. Der Langläufer auf der LP nennt sich Don’t Break The Silence Again mit etwas mehr als fünf Minuten Laufzeit. Fates-Warning-Anleihen gibt es nicht, aber US-Metal, der sich hinter anderen bekannten Namen nicht verstecken muss.
Ob Back On The Streets, das mit elektronischem Intro aufgepeppte Ghost Soldiers, Shadowfire oder (Tell Me) All Your Lies: Dragonsclaw liefern US-Power-Metal, der das Rad nicht neu erfindet, aber gut hörbar ist. Der Schlusspunkt klingt nach Lemmy. Raise Your Fist ist kein Motörhead-Cover, aber mit dem keifenden Lavery setzt das Quintett nochmals ein Ausrufezeichen als Schlusspunkt.




