Rob Zombie – The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser

“Der Meister kehrt zurück!“

Artist: Rob Zombie

Herkunft: USA

Album: The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser

Spiellänge: 31:23 Minuten

Genre: Rock

Release: 29.04.2016

Label: Universal Music, T-Boy Records

Link: https://www.facebook.com/RobZombie/?fref=ts

Bandmitglieder:

Gesang – Rob Zombie
Gitarre – John 5
Bassgitarre – Piggy D
Schlagzeug – Ginger Fish

Tracklist:

  1. The Last Of The Demons Defeated
  2. Satanic Cyanide! The Killer Rocks On!
  3. The Life And Times Of A Teenage Rock God
  4. Well, Everybody´s Fucking In A U.F.O.
  5. A Hearse Overturns With The Coffin Bursting Open
  6. The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore
  7. Medication For The Melancholy
  8. In The Age Of The Consecrated Vampire We All Get High
  9. Super-Doom-Hex-Gloom Part One
  10. In The Bone Pile
  11. Get Your Boots On! That´s The End Of Rock And Roll
  12. Wurdalak

Rob Zombie - The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser

Rob Zombies sechstes Studioalbum als Solokünstler steht mit The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser in den Startlöchern und wird am 29.04.2016 über Universal Music, T-Boy Records veröffentlicht. Der Ausnahmekünstler schickt ein Albumartwork ins Rennen, das genauso provokativ wie die Musik zu Werke geht. Die von Alex Horley stammenden Zeichnung sollte man im Zusammenhang mit den zwölf neuen Schock-Rock-Nummern gesehen haben.

The Electric Warlock wird passend elektronisch untermalt und bildet den perfiden Einstieg in ein absolut wahnsinniges Album. Ich persönlich bin über die Filme von Rob Zombie erst auf seine Formation gestoßen – dass diese live zu den besten Acts des Rock Genres zählt, ist spätestens nach der Veröffentlichung ihrer letzten Live DVD bekannt. Wer die Amerikaner einmal live gesehen hat, weiß, was für eine Dynamik Rob und seine Männer in die Stücke bringen. Obwohl  Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser von sehr kurzen Stücken dominiert wird, kommt es einem deutlich länger als nur gut 32 Minuten vor. Die meisten Kompositionen kommen nicht einmal auf drei Minuten Spielzeit und bilden im Kollektiv ein blutverschmiertes Rock-Bild, das als eine Einheit aufgesogen werden muss. Nach den ersten drei Titeln ist einem das zufriedene Lächeln gar nicht mehr zu nehmen. The Life And Times Of A Teenage Rock God ist sehr fett umgesetzt, trotz der für Rob Zombie bekannten aufgeblähten Refrains. Ohne Abstriche geht es in Well, Everybody´s Fucking In A U.F.O. weiter. Dieser Part setzt auf wahnsinige Breaks und Power Beats, die einem ohne Vorwarnung ins Gesicht schlagen. Konfuse Vocals und Industrial Metal-Ansätze machen das Album breit, ohne am Ziel vorbeizuschießen. Der Mastermind selbst sagt zum neuen Silberling: “Das ist definitiv mein bisher liebstes Album… ohne Witz. Ja, ich weiß, das sagt jeder. Aber es ist wirklich das heftigste, gestörteste und krankste Musikmonster, das wir je geschaffen haben.“ Da kann man nur zustimmen und gespannt sein, welchen Weg sein siebter Film 31 einschlägt, der ebenfalls Premiere feiert.

Im weiteren Verlauf lassen Gitarrist John 5, Bassist Piggy D und Schlagzeuger Ginger Fish nichts anbrennen – nach zwei unspektakuläreren Nummern ziehen sie mit Medication For The Melancholy einen Höhepunkt auf. Ohrwurmmelodien jagen durch den Schädel während Rob Zombie seinen markanten Gesang in die tödliche Atmosphäre flechtet. In The Age Of The Consecrated Vampire We All Get High nimmt noch mal Geschwindigkeit heraus,  während Super-Doom-Hex-Gloom Part One seinem Namen alle Ehre macht – dunkel und düster wabern die Klänge aus der Anlage bis es mit In The Bone Pile erneut in typische Muster der Band geht. Zum Abschluss wird die Horror Show Get Your Boots On! That´s The End Of Rock And Roll und der fünfminütige Epos Wurdalak serviert. Ein würdiger Schlusspunkt, der Lust auf mehr macht.

Fazit: The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser von Rob Zombie ist das komplexeste Album, das mir bislang in diesem Kalenderjahr in die Finger gekommen ist. Die bewusst erzeugten Höhen und Tiefen, die elektronischen Untermalungen und der überzeugende Kopf des Projekts machen The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser zu einem Meisterwerk, das den Kampf mit dem letzten sehr erfolgreichen Studioalbum Vendor ohne Probleme aufnehmen kann!

Anspieltipps: Alles
Rene W.
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