God Dethroned – Illuminati

Angeschwärzter Todesblei aus den Niederlanden

Artist: God Dethroned

Herkunft: Beilen, Niederlande

Album: Illuminati

Spiellänge: 36:48 Minuten

Genre: Death Metal, Blackened Death Metal

Release: 07.02.2020

Label: Metal Blade Records

Links: https://www.facebook.com/goddethronedofficial
https://goddethroned.bandcamp.co

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Henri Sattler
Gitarre – Dave Meester
Bassgitarre, Gesang – Jeroen Pomper
Schlagzeug – Michiel van der Plicht

Tracklist:

1. Illuminati
2. Broken Halo
3. Book Of Lies
4. Spirit Of Beelzebub
5. Satan Spawn
6. Gabriel
7. Eye Of Horus
8. Dominus Muscarum
9. Blood Moon Eclipse

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts gibt es Neuigkeiten einer der dienstältesten Death Metal Bands Europas. God Dethroned bringen ein neues Werk auf den Markt. Seit knapp 30 Jahren sind die Herren bereits auf den Brettern dieser Welt unterwegs. Mit dem 2020er Werk sind es nun elf Studioalben in der Bandgeschichte. Man muss dazu sagen, dass die Mannen um Mastermind Henri Sattler sich auch mal ein paar Jahre Ruhe gönnten. Henri arbeitete in seiner eigenen Firma für Instrumentenbau. Für die Entwicklung des niederländischen Metal (da fallen einem ja primär eher Epica oder Within Temptation ein) sind God Dethroned allerdings schon recht bedeutsam. So haben Ariën Van Weesenbeek und Isaac Delahaye (Epica, Mayan) ihre Wurzeln im Death Metal und God Dethroned. Die einzige Konstante in der Band ist und bleibt Henri Sattler. Drummer Michael van der Plicht ist seit dem 2010er Werk Under The Sign Of The Iron Cross mit dabei. Jeroen Pomper bearbeitet seit drei Jahren den Bass und Dave Meester kam quasi während des Schreibens an dem aktuellen Werk im letzten Jahr zur Band. Die Produktion von Illuminati erfolgte bei Henri Sattler zu Hause. Live-Mischer Ortrun Poolman agierte dabei als Tontechniker. Für das Mastering wurde Toningenieur Hugo Alvarstein mit involviert.

Genug der Vorrede. Der Opener ist dann auch gleich der Titeltrack. Sehr schön riffbasiert mit den unvergleichbaren Growls von Henri. Dazu melodisch im ersten Teil, richtig schnelles Brett im mittleren Teil. Beide Trackteile finden im letzten Drittel zusammen und verschmelzen. Der Opener sitzt. Mit Broken Halo geht es weiter. Zunächst mit einem atmosphärischen Einstieg. Der endet mit dem Gesangsstart. Ein regelrechtes Brett wird dem Zuhörer um die Ohren gehauen – aber auch atmosphärische Parts mit Gitarrensolo finden statt. Hier gibt es ebenfalls nix zu meckern. Henri und seine Mannen setzen das Werk mit Book Of Lies fort. Der Track ist melodischer als die beiden Vorgänger und würde sich auf jedem Melodic Death Werk wohl auch ganz gut machen. Spirit Of Beelzebub startet anschließend mit der Marke Death Metal Brett. Im zweiten Teil wird es aber deutlich melodischer und selbst Chöre kommen zum Einsatz. Satan Spawn ist insgesamt ein sehr schnell gespielter Titel. Es gibt aber auch einen gewissen atmosphärischen Break mit einem Gitarrensolo. Ansonsten wird hier ordentlich der Knüppel geschwungen. Gabriel ist der sechste Track auf dem Album. Black Metal Riffs mit der Death Metal Stimme von Henri findet man hier genauso wie melodischen Death Metal. Sehr abwechslungsreich, der Rhythmus dreht mehrfach, dazu technisch anspruchsvoll. Stark. Eye Of Horus geht in die gleiche Richtung wie eigentlich alle Songs auf dem Werk. Guter Song, aber meines Erachtens, ohne etwas Beeindruckendes in meinen Ohren zu hinterlassen (nun, vielleicht das Gesangsduo Henri und Jeroen) – bisher der Track, der mich am wenigsten mitgenommen hat. Es folgt ein Keyboard Interlude mit 45 Sekunden – quasi als Vorspiel zum Rausschmeißer Blood Moon Eclipse. Hier gibt es eigentlich noch mal alle Facetten des Albums kompakt in sechs Minuten. Melodische Parts, auch Chöre bzw. Background Gesang, auch das schnelle Death Metal Brett kommt zum Tragen. Runde Song und gelungener Abschluss.

Das Album wird übrigens am 07.02. erstmals vorgestellt – und das sogar in Deutschland. Genauer gesagt in Lingen, Alter Schlachthof, 19:00 Uhr. Mit dabei sind Dawn Of Disease und Aesmah.

Die bisherigen Termine in der Übersicht:
07.02. Lingen, Alter Schlachthof
06.03. Essen, Turock
07.03. Landshut, Rocketclub
27.03.-29.03. Braincrusher Festival 2020, Hirschaid

God Dethroned – Illuminati
Fazit
Starkes Stück Musik aus den Niederlanden. Ich muss sagen, dass ich das auch erwartet habe. God Dethroned konnte ich live letztes Jahr bereits mit dem neuen Line-Up sehen. Das war ein starker Auftritt. So ist nun auch das neue Album. Kaum langweilige Songs, sehr abwechslungsreich und technisch auf einem hohen Niveau. Da senden vier Herren aus den Niederlanden aber eine ganz kräftige Duftmarke und müssen sich hinter den bekannten, angesagten Genrebands nicht verstecken. Einziges Manko des Werks ist die für einen Longplayer mit unter 40 Minuten und gerade einmal acht wirklichen Tracks recht knappe Laufzeit.

Anspieltipps: Illuminati, Gabriel, Book Of Lies und Blood Moon Eclipse
Jürgen F.
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