Hell Over Hammaburg 2014 am 01.03.2014 in der Markthalle Hamburg

Band: Satan, Mantar, Cosair, Omega Massif, Sulphur Aeon, The Ruins of Beverast, Atlantean Kodex und Hetroertzen

Location: Markthalle & MarX, Hamburg

Homepage: http://www.markthalle-hamburg.de/

Datum: 01.03.2014

Einlass: Einlass 13:00 Uhr, Beginn 16:00 Uhr

Kosten: VVK: 30 €; AK: 38 €

Besucher: ca. 1.200

Homepage: http://helloverhammaburg.blogspot.de/

Veranstalter: Sure Shot Worx (http://www.sureshotworx.de/)

Zum zweiten Mal verdüstert sich der Himmel über Hamburg zum Hell over Hammaburg. In der Markthalle versammeln sich dazu eher die Underground Bands und die eher rar gesehenen Live-Kapellen auf den Bühnen. Die Location ist ideal gewählt: Die Markthalle bringt mit dem großen Saal (ca. 800 Leute), dem kleinen MarX (ca. 300 Personen) und dem Foyer eigentlich viele Möglichkeiten für ein geiles Metal-Fest mit. Allerdings haben die Veranstalter wohl nach dem letztjährigen mittelmäßigen Start nicht mit einem ausverkauften Haus gerechnet. Das kleine MarX ist bei jedem Gig so voll, dass meist die Türen frühzeitig schließen und keine Gäste mehr rein dürfen. Wenn man vor Beginn einer Band früh genug da ist, kann man sich zwar reinquetschen, aber an ein gemütliches Konzertvergnügen ist nicht zu denken. Mantar treiben es noch auf die Spitze und vernebeln permanent den gesamten kleinen Raum, da sieht man das Bier nicht mehr und das Atmen fällt auch schon schwer.

Der große Saal und das Marx werden zeitversetzt bespielt, so dass zumindest theoretisch jede Band von den Fans erlebt werden kann. Nach Cosair betreten Omega Massif die Bühne im großen Saal. Die Band will atmosphärische Soundkulissen erschaffen ohne Gesang. Auch die Musiker treten nicht in den Vordergrund. Die Bühne ist so dunkel wie möglich und nur minimal blau beleuchtet. Die vier Jungs in Jeans und T-Shirt sind kaum zu erkennen und spielen apathisch ihr Ding. Aber es kommt an.

Danach entsteht erstmals die Frage: Anstehen, um ins MarX zu kommen oder gemütlich im Foyer ein Bierchen mit Freunden genießen? Eine rhetorische Frage. Die Necronomicon Siegel an den Mikros weisen bereits auf die nächste Band & Musikrichtung hin. Die fünf Mann von Sulphur Aeon spielen klassischen Death Metal. Da kommt ordentlich Druck rüber. Die 2010 gegründete Band macht richtig Spaß und die Metalheads gehen voll mit. Bei den Ruins of Beverast wird’s dann wieder ruhiger und dunkel. Es ist die Band rund um Alexander von Meilenwald von der ehemaligen deutschen Band Nagelfar. Durch viel Nebel dringt Ambient Doom Metal zu den Fans. Soundmäßig ein sehr dichte Atmosphäre gegenüber Omega Massif – diesmal aber mit Gesang.

Atlantean Kodex bringen dann etwas Verzögerung in den ansonsten reibungslosen Ablauf. Dafür schafft es die bayrische Heavy Metal-Band dann ohne Probleme das Publikum zum Mitsingen zu bewegen. Irgendwer hinter mir sprach von der Band als „die neuen Blind Guardian“. Joa, gewisse Ähnlichkeiten sind vorhanden.

Wenn die Ehemals-Chilener Hetroerzen sich nach Deutschland aufmachen, dann muss man sich auch mal rechtzeitig im MarX anstellen. Bis die Show dann wirklich startet, verzögert sich noch mal alles um 20 Minuten. Das Intro läuft schon, aber dann wird abgebrochen, weil das Licht blau ist und nicht rot. Endlich werden auch die Kerzen angezündet, das Pentagramm ist platziert, der Wein steht und es kann los gehen. Da stehen also vier Männer und eine Frau in schwarzen Kutten und venezianisch-glitzernden Augenmasken auf der ausschließlich rot angeleuchteten Bühne. Wir hören Black Metal mit okkultem Gesang, dazu stilecht mit Totenkopf-Kelch und Weihrauch. Als Liebhaber des norwegischen Black Metals muss ich sagen, wirkt das Ganze etwas amateurhaft und wenig authentisch. Da rutscht die Kaputze und wird ständig gerade gerückt und irgendwie wirkt die Bühne auch einfach nur vollgestellt. Vielleicht wäre das in der Markthalle etwas besser rübergekommen. Kann sein, dass es einfach nur an mangelnder Bühnenerfahrung der Band liegt, da sie sich offenbar auch nur seltenst live präsentieren. Vielleicht hilft es ja, dass der Sänger öfter mal einen Gral voll Wein trinkt. Den Abend beendet die Old School Speed Metal-Band Satan. Sänger Brian Ross zeigt, dass er noch fit ist. Die Musiker haben Spaß auf der Bühne und bringen das zweite Hell Over Hammaburg zu einem würdigen Abschluss. Da freut man sich schon auf die dritte Ausgabe im Jahr 2015.

Fazit: Alles in allem ein gelungenes Fest, welches sich wohl dauerhaft etablieren wird.

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