Hellhammer – Apocalyptic Raids

80er Underground Metal in neuer Verpackung

Artist: Hellhammer

Herkunft: Nürensdorf, Schweiz

Album: Apocalyptic Raids (Deluxe Reissue)

Spiellänge: 27:17 Minuten

Genre: Death Metal, Doom Metal, Speed Metal, Thrash Metal, Hardcore Punk, Extreme Metal

Release: 24.04.2020

Label: Noise Records / BMG

Link: https://de-de.facebook.com/hellhammerofficial

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre –Tom Gabriel Warrior (aka Satanic Slaughter)
Bassgitarre, Gesang – Steve Warrior (aka Savage Damage)
Schlagzeug – Bruce Day (aka Denial Fiend)

Weitere Bandmitglieder:

Bassgitarre, Gesang – Martin Eric Ain (aka Slayed Necros) 1983 & 1984
Bassgitarre und Schlagzeug – Stephen Priestly (aka Evoked Damnator) 1983
Bassgitarre – Mike Owens (aka Grim Decapitator) 1983
Gitarre – Vince Caretti (aka Dei Infernal) 1984
Schlagzeug – Pete Stratton 1982

Tracklist:

  1. The Third Of The Storms (Evoked Damnation)
  2. Massacra
  3. Triumph Of Death
  4. Horus / Aggressor
  5. Revelations Of Doom
  6. Messiah

Hellhammer existierten nur zwei Jahre lang, von Mai 1982 bis Mai 1984. Während dieser Zeit schrieb die Band Material für drei Demos, eine 12-Zoll-EP und das legendäre Death Metal Kompilationsalbum. Nach verschiedenen anfänglichen Besetzungswechseln erreichte die Band 1983 mit dem Ex-Moorhead Schlagzeuger Bruce Day und dem ehemaligen Shizo-Bassisten Martin Eric Ain Stabilität.

Das deutsche Label Noise Records war von der ersten EP so beeindruckt, dass es Hellhammer einen dreijährigen Plattenvertrag anbot. Im März 1984 quartierte sich die Band in dem Caet Studio am Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg ein und nahm vier Songs für die Apocalyptic Raids EP und zwei Songs für das bevorstehende Death Metal Compilation Album von Noise Records auf.

Die Apocalyptic Raids 12 EP war ein Paradebeispiel für Hellhammers widersprüchliche Natur. Textlich, technisch und musikalisch war sie ein signifikanter Schritt nach vorn. Gleichzeitig war die EP aber auch die Antithese zu den Trends der zeitgenössischen Metalszene. Apocalyptic Raids wurde seitens der Presse aufgrund dessen hart kritisiert und im Mai 1984 verkündeten Warrior und Ain, dass Hellhammer ihre musikalische Grenze erreicht hatten und das Konzept zu schwach war, um weiterzumachen. Der Name Hellhammer blieb dennoch in der extremen Metalszene ein großer Einfluss und die Band genießt noch heute unter Kennern des Genres Kultstatus.

Apocalyptic Raids entwickelte sich in den Jahren zu einem Underground-Standard, dessen Sound zwar Low-Budget, aber auch originell und kompromisslos klang. Im Laufe der Jahrzehnte verhalf das Album Hellhammer zu einer heute mythischen Ikone des Metals zu werden, ohne dass die Band jemals ihre Musik live gespielt hat. Letztes Jahr jedoch tauchte Warrior schließlich mit seiner authentischen Hommage an Hellhammer und ihrer Musik auf, die ein äußerst wichtiger Teil seines Lebensweges war. Triumph Of Death war geboren. Benannt nach Hellhammers berüchtigtem Lied, geben sie seit Sommer 2019 ausgewählte Konzerte. Das Deluxe Reissue ist als Gatefold LP und Mediabook CD verfügbar.

Hellhammer – Apocalyptic Raids
Fazit
Bei solchen Re-Reissues stellt sich immer die Frage nach dem Wert einer solchen Veröffentlichung. Genau diese Tracks wurden als Apocalyptic Raids 1990 A.D. ja bereits veröffentlicht und weltweit an den zahlenden Kunden gebracht. Es gab nur kein Vinyl und kein Mediabook, sondern nur eine normale CD. Der Klang der sechs Songs ist nach wie vor mehr Demo bzw. 80er als alles andere. Mir fehlt irgendwo ein Value Add, z.B. in Form einer Liveaufnahme von einer der Triumph Of Death Shows aus dem letzten Jahr. So ist es mehr oder weniger eine EP in einer neuen Verpackung für den Sammler bzw. Freund von Underground Metal aus den 80ern.

Anspieltipps: Triumph Of Death
Jürgen F.
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