Fotocredit: Akuma Six

Interview mit Jan-Philipp Leubner von Akuma Six über LSD, Katana und Trap Metal

Ein Genremix ist nicht genug

Artist: Akuma Six

Herkunft: Köln, Deutschland

Genre: Nu-Metal, Trap Metal

Link: https://www.facebook.com/akumasixofficia

Bandmitglieder:

Gesang – Jan Majora
Gitarre – Jules Curlz
Gitarre – Tobi alias Kingpin
Bassgitarre – Peppi
Schlagzeug – Flow

Fotocredit: Lunatic Photos

 

 

 

 

 

 

 

Time For Metal / Kai R.:
Moin Jungs,
erst mal freue ich mich, dass es so kurzfristig mit diesem Interview funktioniert hat. Wie geht es euch?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Hi Kai! Erst mal dickes Dankeschön an dich und das Time For Metal Team für dieses Interview! Wir sind echt gefangen in einem krassen Gefühlsmix: Von mega Ektase, dass Katana endlich rauskommt, über Anspannung aufgrund der krassen Menge Arbeit, die gerade ansteht und natürlich immer ein wenig Abgefucktheit über die Scheiße, in der wir alle stecken!

Time For Metal / Kai R.:
Bevor ich mit der Türe ins Haus falle, was waren eure Top5 im Spotify Rückblick 2020?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Ganz klar Drave & Mnypnk, Zombiez, Notions, Scythe Gang 666 und all time classic $uicideBoiy$ – wobei man sagen muss: Als Slick und Ruby noch Drogen genommen haben, waren die Tracks schon kranker.

Time For Metal / Kai R.:
Auch wenn ihr nicht mehr unbekannt seid, erzählt doch mal, wer seid ihr und wo kommt ihr her?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Das ist so eine 08/15 Frage! Wir sind noch nicht bekannt, aber wurden das schon 100-mal gefragt! Daher hauen wir für dich Kai das ERSTE MAL die Wahrheit raus, wie wir uns wirklich kennengelernt haben:

Peppi, Jan und Jules sind sich durch Zufall bei irgend so einem Kid, das 24/7 LSD eingeworfen hat, in seinem Kinderzimmer-Studio über den Weg gelaufen, als sie ihre ersten Songs aufnehmen wollten – könnt euch ja vorstellen, wie die Songs geklungen haben. Danach aber zusammen gefeiert und angefangen, gemeinsam Mukke zu machen. Jan, Jules und Flow sind sich auf der Reeperbahn in Hamburg über den Weg gelaufen. Damals hätten wir uns fast geboxt. Das liegt daran, dass Jules, wenn er besoffen ist, immer ein wenig auf Stress aus ist – PS: Er will doch nur spielen. Aber so haben die beiden den korrektesten Drummer überhaupt kennengelernt! Als Peppi Tobi alias Kingpin das erste Mal getroffen hat, war das auf Jans Geburtstag in einer Kneipe mitten auf der Zülpicher Straße in Köln. Gerade als Peppi durch die Tür gekommen ist, hat Tobi gerufen, dass er der gesamten Bar eine Runde ausgibt! Peppi dachte nur „Respekt Brudi! Was ein Ehrenmann

Time For Metal / Kai R.:
Warum Akuma Six?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Uns haben die ganzen kleinen Bands in Köln immer so aufgeregt. Vornerum immer nur auf „Weltverbesserer“ tun, aber hintenrum sind sie sich alle nur am haten. Einfach nur anstrengend so was. Wir wollen mit unserer Musik einfach mit allen Party machen. Man muss nicht immer alles auf die Goldwaage legen und sollte sich selbst vor allem nicht so ernst nehmen.

Time For Metal / Kai R.:
Auf Facebook schreibt ihr selbstbewusst, „Akuma Six will change the game“ – wie genau ist das gemeint?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Jede Band versucht immer irgendeinem musikalischen Ideal nachzueifern. Die Songs mögen dann technisch auch ganz gut sein. Aber so ist über die Zeit eine riesige graue Masse an gleichen Songs und Bands entstanden. Das ist alles subjektiv und jeder soll seine Musik feiern. Aber wir feiern so was halt nicht mehr. Vor allem ist seit Längerem der Hype entstanden, dass ein Gitarrenriff immer kompliziert sein muss, bevor es für gut befunden werden kann. Wenn wir Songs schreiben, überlegen wir uns einen Beat, ballern darauf ein Riff und packen die Lyrics drauf. Wir besinnen uns da komplett auf uns und darauf, was wir persönlich für Mukke machen wollen – scheißegal, was andere davon denken!

Time For Metal / Kai R.:
Ihr selbst lokalisiert Akuma Six und eure Musik im Bereich des Trap Metals – ich muss gestehen, dass mir das Genre so noch nicht untergekommen ist. Was sagt das Genre aus? Was kann ein Zuhörer erwarten?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Wir würden nicht behaupten, dass wir das Genre erfunden haben. Es gibt einige richtig geile Bands, die diesem Genre angehören. Beispiele findet ihr vorne aus unseren Top5 von Spotify. Wir definieren uns durch fette Beats, krasse 808, Breakdown Riffs und rhythmische Synthesizer.

Fotocredit: Akuma Six

Time For Metal / Kai R.:
Egal ob freiwillig oder unfreiwillig – 2020 war bereits ein Jahr des Umdenkens. Ihr habt euch erst im letzten Jahr gegründet. War das eher mutig oder ein absolut logischer Stepp?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Wir hatten einfach Bock! Wir sind alles Menschen, für die es niemals ausreicht, einfach in einem Proberaum zu hocken und sich die Musik gegenseitig vorzuklimpern! Daher war es für uns selbstverständlich, dass wir unseren Stuff rausbringen.

Time For Metal / Kai R.:
Wenn man sich aber überlegt, dass ihr erst Mitte 2020 mit dem Job begonnen habt, kann man nicht behaupten, dass die Resonanz schlecht ist. Was war bisher die größte Überraschung für euch?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Uns hat am meisten überrascht, wie viele Leute Bock haben, mit uns Mukke zu machen. Nehmen wir allein die Beispiele Drave und Tobias Rische. Wir konnten mit unserem Projekt schon so viele Kontakte und neue Freundschaften knüpfen! Das macht es so besonders.

Time For Metal / Kai R.:
Japan, Hentai und Sugoi. Was für eine Verbindung habt ihr zum japanischen Lebensstil?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Wir stehen auf Animes und Mangas. Diese Community ist einfach geil! Mega offen und bunt – so wie wir!

Time For Metal / Kai R.:
Ihr habt bereits ein wenig geteasert, dass ihr gemeinsam mit Tobias Rische einen Song veröffentlichen werdet. Wie ist die Zusammenarbeit mit dem Fronter von Novelists gelaufen?

Fotocredit: Kathi Sterl

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Jules
hat ihm unseren Song #Sick geschickt und gefragt, ob er Bock hätte auf einen gemeinsamen Track. Er ist selbst ein Fan von Trapmetal und hatte mega Bock. Tobias ist durch und durch Musiker und versteht einfach, was geil auf einem Track klingt. Seine Parts in Katana ballern einfach richtig! Checkt den Song am 06.05.2021 unbedingt aus!

Time For Metal / Kai R.:
Was steht für 2021 an?

Akuma Six / Jan-Philipp Leubner:
Mehr Songs, mehr Features, mehr Zeit im Studio! Wir haben uns echt viel in den Kalender gepackt! Was davon dieses Jahr noch rauskommt, entscheiden wir noch. Aber es werden dieses Jahr auf jeden Fall noch paar Tracks sein.

Time For Metal / Kai R.:
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das kurze Interview genommen habt.
Gruß Kai

Weitere Beiträge
Interview mit dem Dortmunder Grunge-Duo The Pighounds zum neuen Album „Hilleboom“