Artist: Kankar
Herkunft: Thüringen, Deutschland
Album: Dunkle Millennia
Genre: Atmospheric Black Metal
Spiellänge: 44:26 Minuten
Release: 19.03.2021
Label: Eisenwald
Link: https://www.facebook.com/kankarofficial
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarren – Stríð
Schlagzeug – Plágan
Tracklist:
- Gier
- Krater In Sarx
- Zerfall Des Lichts
- Vergeltung
- Thüringer Schwarzmetall
- Der Schütze
- N.E.I.D.
- Festmahl Für Die Krähen
- Pilgerreise
- Die Sonne Über Ikarus
- Dunkle Millennia
Am 19.03.2021 erscheint das Debütalbum Dunkle Millennia der thüringischen (Atmospheric) Black Metal Band Kankar beim Label Eisenwald. Erhältlich sein wird das Album als CD und Vinyl.
Mein Gott, diese Thüringer. Da haben sie den gleichnamigen Wald und Bratwürste. Ab und zu bringt ein gewisser Blutkehle den Eisregen unter uns. Im Dezember wird es schon einmal schwarz (Décembre Noir) und der Wintarnaht …. Mit solchen Wortspielereien könnte ich jetzt einige Zeit weiter machen, lasse es aber. Auf jeden Fall hat Thüringen eine sehr geile Musiker- /Bandszene. Da tummeln sich einige Bands verschiedener Coleur, gerade aber auch extremer Natur herum. Da macht es auch Sinn, dass der Erstling von Kankar beim Thüringer Label Eisenwald herauskommt.
Nun erscheinen also Kankar am angeschwärzten Thüringer (Musiker) Himmel und versuchen im Konzertreigen der Extrem Metal Bands mitzuspielen. Kankar ist ein Duo, welches einem (atmosphärischen) Black Metal huldigt. Gegründet 2016 sind Kankar das erste Mal 2018 mit ihre EP Elemental Fury in Erscheinung getreten. Nun also das Debütalbum Dunkle Millennia.
Schwerer deutschsprachiger Schwarzmetal ist es, den Kankar uns da kredenzen. Bei mehrmaligem Hören kommt mir Dunkle Millennia immer mehr wie aus einem Guss vor. Das Duo wütet zwar in üblicher Black Metal Manier vor sich hin, bringt jedoch eine Menge Atmosphäre in die Songs hinein. Trotz der teilweise typischen Black Metal Raserei bleiben die Songs recht melodisch. Das mag wohl auch dadurch bedingt sein, dass das Duo leichte Nuancen von Death, klassischem Metal oder auch Pagan Metal zulässt. Manchmal kling es sogar ein wenig nach Medieval Metal. Das mag vielleicht auch dem (deutschen) Gesang geschuldet sein. Gerade der Gesang tut sich hier hervor, denn der ist doch sehr abwechslungsreich und nicht unbedingt typisch für Black Metal. Klar, Gekeife kann Stríð natürlich, aber auch noch viel mehr. Klargesang, (Death) Harsh Vocies und sogar in einen predigenden Erzählmodus/Sprechgesang kann er übergehen.
Trotz aller Einflüsse und Spielereien bleiben die elf Songs immer im schwarzen Bereich. Sie sind wie eine Pilgerreise durch den Thüringer Schwarzmetal (dem sie einen Song widmen) und dürften ein Festmahl für Jünger des atmosphärischen Black Metals sein und nicht nur ein Festmahl Für Die Krähen. Der Zerfall Des Lichts wunderbar eingefangen in einem Dunklen Millennia. Dunkel und sehr dynamisch, was gerade den groovigen Parts (von denen gibt es eine ganze Menge) geschuldet ist.




