Keimels Metalldetektor Ausgabe Mai 2018

Kürzlich war ich beim Feel The Noise Festival in Trofaiach wo sich Vader, Destruction und eine Menge weiterer Metal-Bands die Klinke in die Hand gaben. Unter anderem auch Skull Crusher, die ich persönlich sehr schätze, und auch schon viele Jahre kenne, gaben nach zwanzig Jahren Stillstand eine Reunion – Show. Gute Vorzeichen für einen gelungenen Festivaltag. Die Geburtstagsfeier des Vortags lag mir ein wenig in den Knochen. Aber davon hab ich zum Glück recht massive. So einfach kann man mich dann halt doch nicht crashen. Sei’s drum. Da ich direkt vom Metal-Frühschoppen kam, war mein Stimmungspegel aber schon auf fortgeschrittenem Niveau. Eine erfreuliche Sache auch, dass man bei solchen Events immer eine Vielzahl an (alt)bekannten Gesichtern, Leuten beziehungsweise Musikerkollegen trifft, aus dem Quatschen gar nicht mehr so recht rauskommt. Das ist es was mir generell an Metal-Festivals so sehr gefällt. Diese meist so familiäre Stimmung. Dieses Gefühl der Einigkeit, wenn man so möchte. Das ist schon etwas Schönes, zweifellos. Ich glaube, dass ist es auch was den Leuten so sehr daran gefällt. Abseits der Musik. Generell habe ich in Österreich das Gefühl, dass die Metalszene etwas enger zusammengerückt ist. Da könnten sich andere Genre-Bewegungen durchaus ein Scheibchen abschneiden. Nun ja, ein paar Intriganten und Idiotenbands wird’s immer geben, das muss man so hinnehmen, damit kommt man auch klar, aber in Summe ist da schon eine positive Entwicklung spürbar. Mein persönlicher Apell an Musikern seit je her – Ihr seid Kollegen, keine Kontrahenten, benehmt euch also auch so – wird leider aber trotzdem immer aktuell bleiben. Recht oft an dem Abend musste ich mir den, natürlich meist nicht ganz so ernst gemeinten,Vorwurf gefallen lassen, als aktiver Musiker der Metal-Szene ein wenig den Rücken zugekehrt zu haben. Dass ich, zwar nicht mit oberster Priorität, aber doch, an einem Metal – Album schraube, hat mir dann doch ein wenig den Hals gerettet. Dass ich wieder Rockmusik machen werde, wurde aber mit glänzenden Augen aufgenommen. Diese Reaktionen haben mir wieder einmal klar gemacht, sie haben mir verdeutlicht und unmissverständlich signalisiert wohin ich gehöre. Woher ich komme. Es ist halt aber nun mal so, dass ich als Erstes Musiker und Künstler bin und der Metal eben nur eine Facette, ein Teilbereich der Musik für mich bedeutet, so sehr ich ihn auch mag und mit ihm verbunden bin. Eines kann man ihm aber sowieso niemals hoch genug anrechnen, keine Musikrichtung verbindet Menschen derart intensiv wie diese. Deshalb, ein Hoch auf den Metal! Ein Hoch auf euch, ihr alle, die ihn lebt und liebt!

Was gibt es Neues in Österreich?

Am 14. Juli steigt in der steirischen Stahlstadt Leoben ein ziemlich mächtiges Ein-Tages-Festival. Das Area 53 Festival. In Extremo, Dragonforce, Lacuna Coil, Ostfront und eine Menge an talentierten Lokal-Bands werden das großartige VAZ Schladnitz in Leoben zum Beben bringen. 100% Empfehlung nicht nur aufgrund des Line-Ups, sondern ebenso wegen der einzigartigen Location und meiner Erfahrung, dass Events dieses Veranstalters immer top organisiert sind. Und mit Top meine ich auch Top. Ein Vorbericht erfolgt in den nächsten Wochen. Ich werde selbst vor Ort sein um mir dieses Konzertereignis zu geben, die Musik zu inhalieren, den Spirit zu leben. Ihr seid eingeladen selbiges zu tun. Nix wie hin! Rockt das Ding! Tickets und Infos gibt es hier. https://www.facebook.com/AREA-53-1681979375465108/

Magst du Hard-Rock? Magst du Guns n Roses? Dann hör`dir Black Cage an. Du wirst sie lieben.

Kati Cher ist eine der talentiertesten Stimmen die Österreich zu bieten hat. Zweifellos! Mit ihren Jungs zelebriert sie Hard-Rock in Reinkultur, verpasst dem Ganzen aber einen zeitgemäßen Schliff. Sie wirken zwar in Summe oftmals etwas verhalten, gehen aber trotzdem ab wie eine Wildsau auf Speed. Eine interessante Paarung jedenfalls. Sie zündeln in Nähe Sprengstoff. Irgendwann wird Black Cage explodieren. Das ist absehbar. Kürzlich waren sie mit Marco Mendoza auf Tour. Die haben sie gerockt. Ein Ausrufezeichen hinsichtlich Female-Fronted-Metal! Anhören, mitgehen, begleiten! Ihr werdet wenige Bands finden, die derart viel Hard-Rock auf einmal liefern und dabei auch noch so schön anzusehen sind! Glasklare Empfehlung für Black Cage! www.blackcagerocks.com / https://www.facebook.com/blackcag

Im März erschien die gesamte Diskographie inklusive einer Unmenge an Bonusmaterial meiner Band Lydia’s Gemstone, sowie einem kompletten Klassik-Musik-Album meinerselbst als Gratis – Download. Hier könnt ihr den offiziellen Presse-Text inklusive einem Statement meinerseits lesen.

Die österreichische Dark-Rock Band Lydia’s Gemstone bietet ihre beiden Alben “No Endorphins Added“ und “The New Melancholy“ inkl. Lyrics und einer Menge an Foto- und Bonusmaterial zum Gratis Download an. Zudem meldet sich Mastermind Markus Keimel mit einem Statement zu Wort. Seit fünf Jahren ist es bereits still um Österreichs einstige Melancholie-Metal-Hoffnung, die 2006 vom Brüderpaar Markus Keimel (Gesang, Gitarre) und Christian Keimel (Schlagzeug) gegründet wurde. Die Band veröffentlichte zwei Tonträger, spielte knapp 150 Shows, erreichte mit den Singles “The Lovedrug Symphony“ und “Nimbostratus“ weltweite Radio-Airplays, wurde von amerikanischen und europäischen Radiostationen und Magazinen mehrfach als Newcomer des Jahres vorgestellt, machte durch ihr eigenwilliges Bühnenbild inklusive Uniformen von sich Reden und schaffte es, sich Genre-Schubladen fast gänzlich zu entziehen, eine fast eigene Nische in den Musik-Dschungel zu schlagen. Vom spanischen Zeichner und Animationskünstler Juan Garcia Hueso erschienen Comic-Streifen, in denen sämtliche Klischees der Band aufgearbeitet wurden. Einschlägige Printmedien-Größen, wie etwa das Rock-Hard-Magazin, prophezeiten Keimel & Co eine erfolgreiche Zukunft. Nach dem Konkurs des Labels Twilight Zone Records, bei dem Lydia’s Gemstone mit dem zweiten Output unter Vertrag standen, wurde es allerdings leise um die Österreicher.

“Die Band wurde aus verschiedenen Gründen auf Eis gelegt. Teils aufgrund persönlicher und teils aufgrund musikalischer Natur. Das Aus des damaligen Labels spielte nur eine untergeordnete Rolle. Wider letztklassige Gerüchte gab es keinen Streit als Grund die Band ruhen zu lassen. Mit mir persönlich hatte es am meisten zu tun. Das ist mir wichtig zu betonen. Ob es Lydia’s Gemstone in dieser Form bald schon wieder geben wird, kann ich im Moment nicht sagen. Ich möchte mich aber von ganzem Herzen bei all unseren Fans für den jahrelangen und großartigen Support bedanken. Diese Worte bin ich bislang schuldig geblieben. Das Dankeschön kann ich guten Gewissens auch im Namen von Schlagzeuger Christian Keimel und Gitarrist Hannes Achmüller aussprechen. Ich für meinen Teil werde aber auf alle Fälle wieder harte Rockmusik machen, so viel steht fest, vielleicht sogar schon bald ein Symphonic-Black-Metal-Album oder Nu-Metal-Album realisieren. Material hätte ich bereits für drei bis vier Alben. Ziemlich gutes sogar. Unter welchem Namen das passiert wird sich also noch zeigen. Irgendwas in diese Richtung wird aber mit Sicherheit kommen, so viel steht aktuell fest.“, so das Statement von Bandleader und Songschreiber Markus Keimel. Markus arbeitet aktuell an seiner dritten Buchveröffentlichung und einem neuen Solo-Album im Genre Art-Pop, desweiteren an der Vorproduktion eines Metal-Albums, Christian und Hannes widmen sich derzeit privaten Projekten. Die gesamte Lydia’s Gemstone – Discography inkl. unveröffentlichtem Bildmaterial, Klassik-Kompositionen von Markus Keimel, Live-Videos und weiterem Bonusmaterial könnt ihr unter folgendem Link gratis herunterladen. www.lydiasgemstone.jimdo.com

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