Knasterbart am 17.11.2016 im JZ Westwerk, Osnabrück

“Knastern bis die Wände wackeln“

Eventname: Knasterbart – Massive World Tour 2016

Headliner: Knasterbart

Ort: Jugendzentrum Westwerk, Osnabrück

Datum: 17.11.2016

Kosten: 15,00 € (Abendkasse)

Genre: Folk, Folk Rock

Besucher: ca. 100 Besucher

Link: http://westwerk141.de/index.php/component/jem/event/4246-knasterbart

Setlisten:

  1. Superknasterbart
  2. Kein Erbarmen
  3. Die Leckere Lotta
  4. Alles Gute Kommt Von Unten
  5. Klunkerklause Wunderland
  6. Geteiltes Leid Ist Halbes Leid
  7. Kleingeist Auf Großer Mission
  8. Wein Oder Branntwein
  9. Promille-Ritornell
  10. In Der Gosse
  11. Horst Die Filzlaus
  12. Ich sag Knaster, Ihr Sagt Bart
  13. Mein Körper Ist Ein Tempel
  14. Sauf Mich Schön
  15. Mein Stammbaum Ist Ein Kreis
  16. Cotton Eye Joe
  17. Lieber Widerlich Als Wieder Nich
  18. Gossenabitur
  19. Gossengirl
  20. Ich Torkel Vom Branntwein
  21. Wenn Ich Heiliger Wär
  22. Branntwein Für Alle
  23. Ich Werd‘ Zu Alt

Knasterbart-band

Es muss ja nicht immer der härteste Metal sein, nicht wahr?

Die musikalischen Gossenabiturienten aus dem Hause Knasterbart geben sich am heutigen Donnerstag, den 17.11.2016, die Ehre und bespielen das Osnabrücker Jugendzentrum Westwerk. Dank des angrenzenden großen Parkplatzes eines Lebensmittelmarktes ist die Parkplatzsituation wie immer kein großes Thema und so kann es gegen 20:00 Uhr direkt in die Halle gehen. Bis zum Konzertbeginn um 20:30 finden sich ca. 100 Leute im Untergeschoss des Jugendzentrums ein und sind bereit, die Sau rauszulassen.

Wie es sich für eine Bande Halunken aus der Gosse gehört, betritt die Band mit leichter Verspätung dann auch die Bühne und legt direkt mit dem Intro und Titeltrack des aktuellen Albums los: Superknasterbart röhrt durch die Boxen und die letzten kleinen Macken im Sound werden sehr zügig ausgebessert bevor es mit Kein Erbarmen und einer geballten Ladung Ironie und Sarkasmus weitergeht.

Spätestens mit dem relativ selten gespielten Gossenhauer Die Leckere Lotta fallen auch die letzten Hüllen – äh, Hemmungen. Die Menge tobt und versucht dem Text zu folgen oder diesen mitzusingen bevor es mit Alles Gute Kommt Von Unten ein wenig ruhiger wird.

Stets voller Humor, dauerhaft unter Strom und mal schnell, mal langsam spielt sich die Truppe so durch den Abend. Egal, ob neue Songs vom Superknasterbart-Album oder ältere Titel angestimmt werden: Das Publikum kennt die Texte und feiert eine Party, von der man sich im Rinnstein noch mindestens fünf Filzlaus-Generationen lang erzählen wird.

Mein Körper Ist Ein Tempel bringt die Stimmung dann auf den Höhepunkt – und das, wobei erst etwas über die Hälfte der Spielzeit der Jungs vorbei ist. Keine Schweißdrüse bleibt beim Publikum mehr geschlossen und vom vielen Mitgrölen schwindet den ersten bereits die Stimme. Doch Gnade wird in der Gosse nunmal sehr klein – oder bestenfalls einfach gar nicht – geschrieben. Sauf Mich Schön hält die Stimmung ungebrochen auf dem Höhepunkt. Ob dies wohl an Fummelfips‘ aschblonder Perücke liegt?

Nach Mein Stammbaum Ist Ein Kreis geht es mit einer Knasbterbartschen Interpretation von Cotton Eye Joe weiter und beim Blick in das Publikum fällt auf, dass der Alkoholpegel mittlerweile das Niveau überschritten hat und so wird leider auch vor einigen, die sich nicht dem freudig tanzenden Rudel anschließen wollen oder können nicht Halt gemacht – ein Umstand, wie er auf Konzerten leider immer wieder vorkommt (an dieser Stelle ein freundliches: „Blöder Sack!“ an all die rücksichtslosen Volldeppen, die selbst am Rand der Konzerthalle versuchen, Leute gegen ihren Willen in die Menge zu zerren und diese zu Fall bringen.)

Als das wohl bekannteste Lied der Band, nämlich Gossenabitur, angestimmt wird, gibt es dann auch für die letzten kein Halten mehr und die Stimmung kocht bis zum Abschluss mit Branntwein Für Alle und Ich Werd‘ Zu Alt nahezu über.

Ein grandioser Konzertabend geht zuende.

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