Let Us Prey – Virtues Of The Vicious

Hohe Schreie und dies und das

Artist: Let Us Prey

Herkunft: USA

Album: Virtues Of the Vicious

Spiellänge: 51:57 Minuten

Genre: Death Metal, Thrash Metal, Progressiver Metal

Release: 24.07.2020

Label: M-Theory Audio

Links: https://www.facebook.com/letuspreyband
https://letusprey.bandcamp.com/
https://www.letuspreyband.com/

Bandmitglieder:

Gesang –  Marc Lopes
Gitarre – Jon Morency
GitarreJesse Near
Schlagzeug – Darin Moyen

Tracklist:

  1. Above The Vaulted Sky
  2. Virtous Of The Vicious
  3. In Suffering
  4. Halo Crown
  5. Murder Thy Maker
  6. The Saint Of Killers
  7. Ghost Echoes
  8. The Cruel Creations Of Me
  9. Prey
  10. And Hell Follwed With Me

Let Us Prey aus Boston, Massachusetts waren mir bis dato kein Begriff. Kein Wunder, denn die Band existiert auch noch nicht so lange bzw. es gab noch nicht so viele Veröffentlichungen. Im Jahre 2016 kam die EP namens The Saint Of Killers heraus und nun das Debütalbum der Amerikaner. Den meisten wird aber der Sänger bekannt sein. Marc Lopes. Dieser ist ansonsten noch bei Ross The Boss tätig. So viel dazu. Lassen wir die Musik für sich sprechen.

Musikalisch darf man Ross The Boss nicht als Vergleich hernehmen, denn die Richtung ist schon eine andere, trotzdem ist es aus Werbezwecken natürlich nicht verkehrt, wenn man darauf zurückgreifen kann.

Puh, habe ich nur gedacht, nach einmal durchhören. Starker Tobak, hier und da echt geile Sachen dabei, aber dann wieder teilweise überladen oder too much. Kann ich gar nicht beschreiben. Ran an zwei weitere Durchgänge.

Ich möchte hier nicht in Einzelheiten verfallen, denn dann würde ich hier morgen noch schreiben. Was auffallend ist (und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es geil oder ätzend finden soll), sind die hohen Schreie von Marc Lopes. Rob Halford lässt grüßen. Keine Frage, Marc hat die drauf und die gehen durchs Mark, aber ob die passen, weiß ich nicht so richtig. Ich bin mir da nicht so ganz schlüssig, wie bei dem ganzen Album. Neben den hohen Schreien agieren sie halt auch mit extremen Vocals und die passen meiner Meinung nach besser zur Mucke.

Was machen die Burschen also? Schubladendenker können getrost zum nächsten Review übergehen. Die Burschen mischen irgendwie alles. Death Metal, Thrash Metal, progressiven Metal, Heavy Metal und auch Metalcore.

Irgendwie ist das Songwriting sehr variabel, aber nie so richtig auf den Punkt kommend bzw. killend. Vielleicht sollte man sich doch für irgendwas entscheiden. Der CD Namensgeber Virtues Of The Vicious z.B. ist sowohl brutal, episch und klingt ganz fett, aber auch hier ist es meiner Meinung nach schon ein wenig zu überladen. Gute Melodien und gute thrashige Riffs, keine Frage.

Ansonsten geht man auch progressiv zu Werke, so wie bei Halo Crown – obwohl sie auch eingängig können, was sie mit Prey beweisen oder man bedient sich einer gelungenen Midtemponummer (And Hell Followed Me).
Diese Schiene gefällt mir eigentlich recht gut. In Suffering ist recht ruhig und gut strukturiert. Eine gute Melodie trägt den Song, aber auch hier wird es recht holprig.

Und nun bin ich doch kurz auf die einzelnen Songs eingegangen. Man muss sich als Reviewer auch manchmal selber überraschen, hehe.

So richtig entscheiden kann ich mich nicht, ob ich es mag oder nicht. Das Album hat durchaus seine Momente, auf der anderen Seite finde ich es ein wenig überladen. Am besten macht ihr euch ein eigenes Bild. Der moderne Metalanteil ist nicht meine Baustelle, die Death und Thrash Metal Elemente da schon eher.

Let Us Prey – Virtues Of The Vicious
Fazit
Let Us Prey ziehen so ihr eigenes Ding durch. Eine Mischung aus moderner Härte, Tradition und Thrash. Dabei scheut man sich nicht, auch andere Richtungen, vor allen Death Metal, mit einzubauen. Markant sind die hohen Schreie und meines Erachtens auch wichtig, denn die Instrumentenfraktion überzeugt mich eher weniger. Bei dieser Band dürfen sich die Geister scheiden.

Anspieltipp: Virtues Of The Vicious, In Suffering und Prey
Michael E.
5.8
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