Naglfar – Cerecloth

Die Schweden lassen ihre Fans acht Jahre warten

Artist: Naglfar

Herkunft: Schweden

Album: Cerecloth

Spiellänge: 43:41 Minuten

Genre: Black Metal, Melodic Black Metal

Release: 08.05.2020

Link: http://www.naglfar.net

Bandmitglieder:

Gesang  – Kristoffer W. Olivius
Gitarre – Marcus E. Norman
Gitarre – Andreas Nilsson

Tracklist:

  1. Cerecloth
  2. Horns
  3. Like Poison For The Soul
  4. Vortex Of Negativity
  5. Cry Of Serafim
  6. The Dagger In Creation
  7. A Sanguine Tide Unleashed
  8. Necronaut
  9. Last Breath Of Yggdrasil

Nach quälenden acht Jahren Wartezeit trumpfen die Schweden von Naglfar mit einem neuen Album auf. Von Fans der Black Metaller sehnsüchtig erwartet, haben wir nun neun neue Songs vor uns liegen.

Eines schon mal vorweg: Wer sich ein innovatives und außergewöhnliches Meisterwerk erwartet, wird leider bitter enttäuscht sein. Naglfar zeigen auf Cerecloth das, was sie schon immer getan haben und wahrscheinlich auch solange tun werden, bis sie umfallen. Technisch guten alten schwedischen Black Metal mit leichten melodischen Einflüssen. Letztere kommen aber eher durch die Gitarrensounds als von Gesang oder anderem.

Cerecloth ist nicht nur der Albumname, sondern betitelt auch den ersten Song der Platte. Hier geben Naglfar Vollgas und hauen ordentlich brutal in die Saiten. Ein recht gut gelungener Einstiegssong, der das Interesse weckt und zu dem auch schon ein entsprechendes Video veröffentlicht wurde. Daran kann der zweite Song Horns leider schon nicht mehr ganz anknüpfen und bedauerlicherweise auch der Rest des Albums. Track zwei bis neun klingen daher eher wie ein einziger Song. Einzig Cry Of Serafim sticht da noch ein klein wenig heraus.

Fans schätzen den Naglfar Sound. Die Schweden sind bekannt für die eisige Stimmung in ihren Songs, die sich auch auf Cerecloth zuverlässig durch alle Songs zieht. Technisch gut gespielte Instrumente und eine wirklich hervorragende gesangliche Leistung muss man den Schwarzmetallern definitiv eingestehen.

In der Zuverlässigkeit dieser Eigenschaften liegt allerdings auch die Krux des Ganzen. Zu eintönig scheint mir das Ganze. Naglfar gehen auf Nummer sicher und liefern ab, was sie schon seit Gründung, damals noch unter dem Namen Uninterred, gespielt haben. Den immer gleichen Black Metal. Daran ist an sich nichts auszusetzen, mir persönlich ist das nach ein paar Liedern allerdings zu langweilig. Es fehlt die Virtuosität, die Abwechslung und auch mal ein Ausbrechen aus dem Gewohnten. Den Gesang von Sänger Kristoffer kann man zwar nur lobend erwähnen, aber auch hier mangelt es für meinen Geschmack ein wenig an Variation und Finesse.

Wer gerade diese gleichbleibende Qualität schätzt und auf guten Old School Black Metal aus Schweden steht, wird mit dem neuen Streich von Naglfar keinen Fehler machen. Handwerklich ist Cerecloth ein solides Black Metal Album, das gut so nebenher laufen könnte.

Naglfar – Cerecloth
Fazit
Naglfar liefern mit Cerecloth nach acht Jahren ab, für das sie bekannt sind. Solider, schwedischer Black Metal, der aber leider mit der Zeit etwas eintönig und langatmig wird.

Anspieltipps: Cerecloth und Cry Of Serafim
Martha K.
6.5
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