Narnia – From Darkness To Light

Christliche Lyrics treffen auf heidnischen Heavy Metal

Artist: Narnia

Herkunft: Schweden

Album: From Darkness To Light

Spiellänge: 47:07 Minuten

Genre: Christlicher Power Metal

Release: 02.08.2019

Label: Narnia Songs

Link: https://narniatheband.com/

Produktion: Jens Bogren, Fascination Street Studios

Bandmitglieder:

Gesang – Christian Liljegern
Gitarre und Keyboard – Carl Johan Grimmark
Bassgitarre – Andreas Passmark
Keyboard – Martin Härenstam
Schlagzeug – Andreas Johansson

Tracklist:

  1. A Crack In The Sky
  2. You Are The Air
  3. Has The River Run Dry
  4. The Armor Of God
  5. Manifest
  6. The War That Lore The Land
  7. Sail On
  8. I Will Follow
  9. From Darkness To Light – Part I
  10. From Darkness To Ligh – Part II

Die schwedischen christlichen Rocker um Sänger Christian Liljegren veröffentlichen am 02.08.2019 ihr zweites Album nach der Reunion im Jahre 2016. Das erste, selbst betitelte Album Narnia überraschte mit eingängigen Melodien, tollen Songs und einer hervorragend aufeinander eingespielten Truppe. Wird das mit From Darkness To Light wieder so sein? Wir werden es am Schluss wissen.

A Crack In The Sky eröffnet die zehn Songs umfassende CD. Das ist ein schneller Opener, der das umfasst, was sich mehr oder minder durch die gesamte Platte zieht. Die gesamte Produktion ist gitarrenlastiger als der Vorgänger, wobei auch moderner anmutende Synthiklänge mit aufgenommen wurden. Christian Liljegrens Stimme kann mit einem guten Timbre überzeugen und die Melodie ist gefällig. Die christlichen Texte kann man mögen, oder man lässt sie einfach Texte sein und erfreut sich an der Musik. Es gibt bestimmt auch viele, die Kriegstexte nicht mögen aber die Musik, z.B von Sabaton mögen. Hier ist es ähnlich. Mir gefällt die Musik. Zweiter Song ist You Are The Air Thar I Breathe. Das Stück klingt nicht mehr ganz so metallisch. Trotzdem noch gut anhörbar. Carl Johan Grimmark zeigt einmal mehr, dass er sein Instrument beherrscht. Has The River Run Dry ist im Stil der Songs auf dem letzten Album. Midtempo, kräftige Stimme, guter Rhythmus und etwas Pathos im Refrain. Mit The Armor Of Light wird es moderner. Synthis geben dem Track einen gewissen poppigen Touch. Das ändert sich aber im Verlaufe der folgenden Minuten. Die Grundmelodie ist eingängig und Carl trumpft mit der fixen Gitarrenarbeit auf.

Wie auch bei den vorhergehenden Songs überzeugt mich Christian Liljegren bei Manifest. Er hat eine Stimme mit einem hohen Wiedererkennungswert und sie kommt bei diesen Tracks gut zur Geltung. Die meisten Songs hat Carl Johan Grimmark geschrieben und die passen einfach zu Christians Timbre. Das wird besonders bei The War That Lore The Land deutlich. Auch wenn hier der christliche Aspekt durch das Hallelujah sehr stark in den Vordergrund gerückt wird, ist es ein toller Song. Viel Gefühl und ein tolles Solo von Grimmark.

Sail On und I Will Follow gehen in die gleichen Richtungen, wie die vorherigen Stücke. Schöne Melodien, viel Gitarre und eine sehr gute Produktion, die auch die Drums druckvoll zur Geltung kommen lässt. Ab und an stören mich etwas die Synthiklänge, da die Songs an Rockigkeit verlieren. Zum Ende der vorliegenden CD kommen noch die beiden Parts von From Darkness To Light, die nahtlos ineinander übergehen und dadurch wie ein Lied klingen. So ist der Track neun Minuten lang und wartet mit unterschiedlichen Abschnitten auf. Ouvertürenhaft geht es los. Klaviereinsatz, dann die Stimme von Christian, die bei den ruhigen Passagen anfangs unerhört gut klingt. Der erste Teil ist sehr getragen und fast schon balladesk zu nennen. Dazu passen die akustische Gitarre und die Orchestrierung. Der erste Teil wird zum Ende hin leicht dramatischer und läutet den zweiten Teil ein, der dann etwas schwungvoller weitermacht. Noch ein schönes Solo von Carl Johann Grimmark und dann wird die Eingangsmelodie erneut aufgegriffen. So endet diese CD mit einem eindrucksvollen langen Titel.

Narnia – From Darkness To Light
Fazit
Die letzte Platte hatte mir sehr gut gefallen. Die Melodienbögen waren eingänglicher und der „härtere“ Aspekt tat den Songs gut. Hier wird mehr experimentiert und die moderneren Einflüsse kommen bei mir nicht immer ganz so gut an. Die Platte ist trotzdem ohne Zweifel gut und hörenswert, erreicht aber nicht durchgängig die Klasse der Letzten. Trotzdem haben Narnia ein sehr gutes Gespür für Melodien und die Songs passen zu der Stimme von Christian Liljegren. Zu gern würde ich die Schweden mal live erleben. Durch die von mir genannten leichten Kritikpunkte bekommen sie diesmal nicht die Höchstpunktzahl.

Anspieltipps: A Crack In The Sky, From Darkness To Light und Has The River Run Dry
Kay L.
9
Leserwertung1 Bewertung
8.3
Pro
Contra
9
Punkte
Weitere Beiträge
Lik – Mass Funeral Evocation