Night In Gales – The Last Sunsets

“…wie eine Ducati auf der Autobahn“

Artist: Night In Gales

Herkunft: Deutschland

Album: The Last Sunsets

Spiellänge: 40:12 Minuten

Genre: Melodic Death

Release: 06.06.2666

Label: Apostasy Records

Link: https://night-in-gales.com/

Produktion: Dan Swanö

Bandmitglieder:

Gesang – Christian Müller
Gitarre  – Jens Basten
Gitarre – Frank Basten
Bassgitarre – Tobias Bruchmann
Schlagzeug –Adriano Ricci

Tracklist:

  1. The Last Sunsets
  2. Dark Millenium
  3. The Mortal Soul
  4. The Passing
  5. Architects Of Tyranny
  6. The Abyss
  7. The Spears Within
  8. Circle Of Degeneration
  9. Kingdom Of The Lost
  10. Cessation
  11. In Pain, In Silence
  12. Dust And Form

Als ich den Namen Night In Gales auf dem Reviewzettel las, war ich kurz 15 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Night In Gales, das war doch damals diese geile Todesblei-Band aus Deutschland, die in ähnlichen Wassern wie In Flames fischte und auf große Beute hoffte. Grandioserweise ist auf The Last Sunsets Ur-Shouter Christian Müller wieder an Bord, der mit seinem heiser röchelnden Organ hervorragend zum hochkarätigen, aber stets melodischen Todesblei der Axtfraktion um die Basten-Brüder passt.

Auf die Band ist nach wie vor Verlass und man präsentiert der Metalmeute eine Melodic Death Abreibung Marke Göteborg, die sich gewaschen hat. Im Prinzip klingen die Mannen so wie At The Gates vor zwanzig Jahren und das finde ich verdammt stark, denn schließlich wurde mit Slaughter Of The Soul DAS Referenzalbum in Sachen Melodic Death gemacht. Nebenbei steckt man die Langeweile von Dark Tranquility und In Flames locker in den Buxensack und überholt den trögen Schiss dieser namhaften Kombos der letzten Jahre wie eine Ducati auf der Autobahn am altersschwachen BMW vorbeidonnert. Mutiger Schritt, denn leider ist Melodic Death nicht mehr so populär wie noch vor Jahren. Produziert hat das Album his majesty himself Dan Swanö, der bekanntlich beachtliche Erfahrung im Todesblei Sektor aufweisen kann und dort gefühlt drölfzig Alben produziert hat.  Schätzungsweise deshalb klingt das Album auch so verdammt nach den Anfangstagen des Melodic Deaths, hier kristallisieren sich die Erfahrung und das Können der Band, das Händchen des Produzenten und der Spirit einer vergangenen Dekade des Metals. Das Album sprüht zu allem Überfluss noch vor kreativen Momenten und kann mich im Gesamten sehr begeistern, endlich wieder Melodic Death! Das Album darf sich ganz eng an Perlen wie In Flames – The Jester Race /Whoracle, Gates Of Ishtars – A Bloodred Path, The Duskfalls The Source, besagte At The Gates – Scheibe und Co. ankuscheln.

Fazit: Vielleicht wünscht sich die Band, sie hätten dieses Album in ihrer Anfangszeit aufgenommen, wer weiß, wohin die Reise gegangen wäre. Fans des ursprünglichen Todesbleis aus Göteborg müssen unbedingt hier reinhören, ich finde es grandios. 

Anspieltipps: alles
Dominik B. 10
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