Nothing More – Nothing More

“Placebo vs harte Linking Park!“

Artist: Nothing More

Herkunft: San Antonio, USA

Album: Nothing More

Spiellänge: 68:15 Minuten

Genre: Alternative, Rock, Progressive

Release: 27.06.2014

Label: Eleven Seven Music

Link: https://www.facebook.com/nothingmore/info

Bandmitglieder:

Gesang, Schlagzeug – Jonny Hawkins
Gitarre und Backgroundgesang – Mark Volllelunga
Bassgitarre und Backgroundgesang – Daniel Oliver
Schlagzeug – Paul OBrien

Tracklist:
1. Ocean Floor
2. This Is The Time (Ballast)
3. Christ Copyright
4. Mr. MTV
5. First Punch
6. Gyre
7. The Matthew Effect
8. I’ll Be OK
9. Here’s To The Heartache
10. If I Were
11. Friendly Fire
12. Sex & Lies
13. Jenny
14. God Went North
15. Pyre g 1

Nothing More - Nothing More Cover
Das Debütalbum Nothing More der gleichnamigen Band aus San Antonia in den USA steht in den Startlöchern. Wie schon grob im Titel angeschnitten, handelt es sich hier bei um eine Formation, die Alternative Klänge und Stimmungen von Placebo aufgreift und an harte Linking Park Anfangszeiten erinnert. Modern aufgehübscht werden die Stücke meist durch eine gute Portion elektrischer Beats und verzehrten Gesang. Die Balladen hingegen werden meist ganz ohne künstliche Elemente auf die Reise geschickt.

Das Intro Ocean Floor lässt Böses erahnen, Plastik Sound drängt sich in Elektro Pop, der mehr als nur ein wenig zu überzogen ist. Gut, dass sich es dabei nur um das Intro handelt und Nothing More beim ersten Song This Is The Time (Ballast) deutlich andere Flaggen hisst. Stimmige Beats werden mit einer netten Power aus den Boxen gedrückt, während radiotauglicher Clean- Gesang à la Linking Park sich in die instrumentale Kunst mischt. Die meisten unserer Leser dürften jetzt mit den Augenbrauen zucken und das kann ich gut verstehen. Doch die Band hat auch eindeutige Rock – Einflüsse, dementsprechend schauen wir bei diesem Review einmal ganz gewollt über den Tellerrand. Neben diesen Rock- Noten wird  Nothing More auch von Industrialfeinschliffen dominiert, die in fast jedem Stück auftauchen. Vielseitig ist die Debütscheibe definitiv schon mal, teilweise springen die Musiker jedoch zu heftig von einem Extrem ins andere. Am meisten dürfte sich die erste Generation von Linking Park und Ill Nino – Fans angesprochen fühlen, auch Fans, die auf Breed 77 stehen dürften ihre Freude an Nothing More haben. Mit fast 70 Minuten klotzen zudem die Amerikaner zum Start und servieren fürs Geld ein pralles Album mit satten 15 Songs. Für ihr Label Eleven Seven Music sicher keine schlechte Entscheidung sich früh die Dienste der Band zu sichern.

 

Fazit: Als erstes die negativen Momente zum Nothing More Debüt. Größtes Manko der Amerikaner dürfte sein, dass sich für diese Art von Alternative Rock wohl nur wenige Leser in unserem Magazin interessieren dürften. Musikalisch ist die Ausrichtung einfach; die Gruppe aus San Antonio orientiert sich deutlich an 30 Seconds To Mars oder, wie schon angesprochen, an einem Mix aus Placebo und Linking Park. Positiv ist das pralle Paket, das die Band dem potentiellen Fan zu Beginn präsentiert. 15 Songs und über eine Stunde Spielzeit sind keine Selbstverständlichkeit. Abwechslungsreich ist zudem die Kunst der vier Musiker gestrickt.

Anspieltipps: Mr MTV und God Went North
Rene W.
7.7
7.7
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