Oldskull – Nether Hollow Of No Return

Siamese Old School Metal Of Death

Artist: Oldskull

Herkunft: Thailand

Album: Nether Hollow Of No Return

Spiellänge: 45:44 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 15.05.2021

Label: Inhuman Assault Productions

Link: https://www.facebook.com/oldskullofdeath/

Bandmitglieder:

Gesang – Warranat
Gitarre – Saran
Gitarre – Patiwat
Bassgitarre – Nocturnal Power
Schlagzeug – Akk66

Tracklist:

  1. None Shall Live
  2. Funeral Culmination
  3. Murky Waters
  4. Perpetual Void
  5. Spectral Congregation
  6. Execution Temple
  7. Frostmen
  8. Arcane Serpents
  9. When Downfall Comes

Thailand ist in den westlichen Sphären nicht gerade für seine florierende Metalszene bekannt, aber bohrt man ein wenig nach, wird man feststellen, dass gerade in Bangkok jede Menge Bands existieren. Oldskull sind seit dem Jahre 2015 dabei. 2016 kam die EP Old Skull Of Death heraus, 2017 folgte eine Split mit Humiliation und nun also das Debüt. Bis 1939 war Thailand das Königreich Siam und Oldskull ist ein Part der Extreme Metal Vereinigung Siamese Brutalism. Ihre Musik bezeichnen sie passenderweise als Siamese Old School Metal Of Death.

Ganz schön viel old bei dieser Band, muss man sagen. Dieses ist aber kein schlechtes Omen, denn die Mucke geht auch in diese Richtung. Neben den ganzen Brutal Death Metal Bands Thailands wie Deathguy oder Intricated, bietet eine Old School Death Metal Band eine willkommene Abwechslung.

None Shall Live eröffnet den Reigen, und gleich stellt man fest, dass Oldskull nicht die Ballerschiene bevorzugen, sondern die alten Klänge lieben, sei es amerikanischer oder britischer Natur. Moderne Einflüsse sucht man vergebens und was soll ich sagen, ich finde diese Tatsache als alter Hase natürlich gut. Kurzes Riffing vorweg, ein groovender Death Metal Part folgt und ein tiefes Uuuuuh erklingt. Da geht das Herz eines Old School Death Metal Fans automatisch höher. Klingt nach Bolt Thrower. Ein amerikanisches Riff erfolgt und Erinnerungen an Death werden wach. Kurzes Ausklingen. Drumschläge und ab in einen Uftata-Part. Und schon hat man Benediction im Sinn. Ja, da geht einiges. Was Neues sucht man hier vergebens. Ein Solo muss auch her und dann ein lang gezogenes Riffing. Klar hat man das alles schon einmal gehört und der Old School Death Metal boomt ja auch gerade wieder, trotzdem macht das Zuhören sehr viel Spaß. Guter Song, denn das Riffing klingt geil und die Burschen bringen eine gewisse Abwechslung unter.

Im Grunde kann man das Review hier schon beenden, denn die anderen Songs klingen vom Aufbau und der Umsetzung recht ähnlich.

Funeral Culmination bietet auch gutes Riffing im Midtempo an. Die Riffs werden wie ein Flickenteppich gut zusammengesetzt. Der Kopf geht rauf und runter und das Tempo wird kaum erhöht. Der Groove und der Rhythmus beherrschen den Alltag. Der Midtempo-Uftata-Part klingt fett. Gutes Drumming. Bringt sehr viel Druck in die Geschichte. Klassischer Death Metal eben.

Murky Waters legt los mit einem Glaubensbekenntnis an die Band Obituary, wird dann aber mal ein wenig schneller, ohne in die Versuchung zu geraten, mal so richtig die Kelle zu schwingen. Haben sie auch gar nicht nötig. Nach schönen Vorspielern bieten sie einen druckvollen Midtempopart an, ein wildes Solo folgt und Freunde von Bolt Thrower und Obituary dürfen wieder um die Wette grooven. Mit gutem Riffing macht es eben auch mehr Spaß.

Arcane Serpents ist ja schon fast ziemlich schnell, zumindest für die Verhältnisse von Oldskull. Am Anfang fix, dann ein fettes Bolt Thrower Riff und dann ein schneller Uftata-Part, der absolut drückt. Ein erneuter Wechsel in den Bolt Thrower Part kommt genau richtig, denn das Riffing ist richtig geil. Und wieder Gummi. Schöne Mischung, die echt Laune macht.

Beim Rauswerfer When Downfall Comes mischt man sogar doomiges Tempo mit thrashigem Riffing. Mal was anderes.

Sieht man mal davon ab, dass sie natürlich nicht Benediction, Bolt Thrower, Death oder Obituary sind und somit auch nicht diese Hitdichte haben und sieht man mal davon ab, dass Innovation wahrscheinlich woanders stattfindet, muss man schon sagen, dass es sich um ein leckeres Old School Death Metal Album handelt.

Wer sich mal wieder mit klassischem Death Metal beglücken möchte, kann hier bedenkenlos zuschlagen, zumal die Produktion auch drückt und passt. Was Neues hört man aber nicht.

Oldskull – Nether Hollow Of No Return
Fazit
Wer auf klassischen Death Metal abfährt und auf Bands wie Benediction, Bolt Thrower, Obituary und Death steht, macht mit dem Kauf dieses Albums nichts verkehrt, denn man erlebt keine bösen Überraschungen oder etwas Bahnbrechendes. Es ist einfach stilvoller und guter Death Metal der alten Schule.

Anspieltipps: Murky Waters und Arcane Serpents
Michael E.
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