Pyramaze – Epitaph

Melodischer Metal aus Dänemark

Artist: Pyramaze

Herkunft: Dänemark

Album: Epitaph

Spiellänge: 61:42 Minuten

Genre: Melodic Metal, Power Metal, Progressive Metal

Release: 13.11.2020

Label: AFM Records

Links: https://www.pyramaze.com/
https://www.facebook.com/Pyramaze/

Bandmitglieder:

Gesang – Terje Harøy
Gitarre und Bassgitarre – Jacob Hansen
Gitarre – Toke Skjønnemand
Keyboard – Jonah Weingarten
Schlagzeug – Morten Gade Sørensen

Gastmusiker:
Gesang – Brittney Slayes (Transcendence)
Gesang – Matt Barlow & Lance King (The Time Traveller)

Tracklist:

  1. Epitaph
  2. A Stroke Of Magic
  3. Steal My Crown
  4. Knights In Shining Armour
  5. Bird Of Prey
  6. Your Last Call
  7. Particle
  8. Indestructible
  9. Transcendence
  10. Final Hour
  11. World Foregone
  12. The Time Traveller

Pyramaze entstanden im Jahre 2001 und waren eine dänisch-amerikanische Band. Gründer waren Michael Kammeyer (Gitarre), Morten Gade Sørensen (Drums), Niels Kvist (Bass) sowie Keyboarder Jonah Weingarten, den Kammeyer über das Internet kennengelernt hatte. Dazu kam mit Lance King (ex-Balance Of Power) der Leadsänger. In dieser Besetzung entstanden Melancholy Beast (2004) und Legend Of The Bone Carver (2006). Auf dem 2008er Output Immortal ist dann der ex-Iced Earth Sänger Matthew Barlow am Mikro zu hören. Allerdings kehrte Matthew bereits während der Aufnahmen zu Iced Earth zurück und für die 2008er Tour als Opener für Volbeat schnappte sich Urban Breed (ex-Tad Morose und Bloodbound, aktuell Serious Black) kurzfristig das Mikro. So wurde es ruhig um Pyramaze. 2015 mit runderneuertem Line-Up um die beiden Mitbegründer Morten Gade Sørensen und Jonah Weingarten sowie Langzeitgitarrist Toke Skjønnemand folgten die Werke Nummer vier und fünf namens Disciples Of The Sun (2015) und Contingent (2017). Mit dem letzten Album war man u.a. auf dem einen oder anderen progressiven Musikfestival wie dem Progpower im niederländischen Baarlo zu sehen. 2020 nun also der sechste Output und der dritte in Folge mit dem gleichen Sänger.

Der Titeltrack ist ein knapp zweiminütiges Intro für A Stroke Of Magic. Melodischer Metal, welcher sich vor allem im Chorus auslebt. Dann und wann gibt es auch mal ein paar leicht progressive Saitenpassagen und als Fazit würde bei mir „solide“ hängen bleiben. Steal My Crown eröffnet das Keyboard, einiges an elektronischen Elementen kommt dazu, ansonsten baut sich das Teil ähnlich auf wie sein Vorgänger und hat im Refrain einen gewissen Stadionrock Touch. Ob Knights In Shining Armour, Bird Of Prey oder Your Last Call – allesamt ganz nette Tracks, es gibt auch mal intensivere Gitarrenarbeit, aber am Ende bleibt der Fokus auf der runden Melodie. So sucht man nach Nummern, die sich von dem allgemeinen Sound abheben. Die Hoffnung, dass der Gastgesang von Brittney Slayes von Unleash The Archers bei Transcendence einen stärkeren Einfluss hat, wird leider nicht bestätigt. Brittney agiert hier mehr im Hintergrund bzw. als zweite Stimme, als dass man einen stärkeren gesanglichen Einfluss wahrnimmt. Nichtsdestotrotz gehört für mich der Song zu den besseren, alleine dadurch, dass es Abwechslung durch eine zweite Stimme gibt. Der Langläufer auf dem Langeisen ist der Rausschmeißer mit etwas mehr als 12 Minuten und den beiden ehemaligen Paramyze Sängern Matt Barlow und Lance King. The Time Traveller liefert tatsächlich zumindest progressive Powermetal Ansätze. Dazu gibt es einen stimmlichen Effekt durch die beiden Gastsänger und so ist das Highlight am Ende des Werks zu finden.

Pyramaze – Epitaph
Fazit
Ein solides melodisches Metalalbum haben die Dänen kreiert. Allerdings fehlen die großen Ausreißer, welche sich in meinem Gehörgang festsetzen. Die Nummern ähneln sich vom Ablauf und der Betonung auf den Refrain, und so kommt das Gehörte oftmals etwas eintönig bei einer Laufzeit von über einer Stunde rüber. Einzige Ausnahme ist für mich der letzte Track, welcher einiges an Variabilität beinhaltet und sich so vom Rest etwas abhebt. Ansonsten ist die Scheibe gut aufgenommen und für Anhänger in Richtung melodischen Rock & Metal ggf. ein Tipp. Anhänger in Richtung progressiver, abwechslungsreicher Klänge lassen besser die Finger von der neuen Pyramaze.

Anspieltipps: Transcendence und The Time Traveller
Jürgen F.
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