Ragnarok – Malediction

“Bombenscheibe“

Artist: Ragnarok

Album: Malediction

Spiellänge: 44:54 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 30.10.2012

Label: Agonia Records

Link: https://www.facebook.com/ragnarokofficial

Bandmitglieder:

Gitarre – Bolverk
Schlagzeug – Jontho
Gesang – HansFyrste
Bass – DezeptiCunt

Tracklist:

  1. Blood Of Saints
  2. Demon In My View
  3. Necromantic Summoning Ritual
  4. Divide Et Impera
  5. (Dolce Et Decorum Est) Pro Patria Mori
  6. Dystocratic
  7. Iron Cross – Posthumous
  8. The Elevenfold Seal
  9. Fade Into Obscurity
  10. Sword Of Damocles
Ragnarok_Malediction_Cover

Ragnarok, seit 1994 aktiv, wurden in Norwegen gegründet. Trotz häufiger Mitgliederwechsel schafft es die Band, regelmäßig neues Material zu veröffentlichen, wenn man von einem Loch an Veröffentlichungen in den mittleren 2000er Jahren absieht. Dafür scheint die Band jetzt mit der gleichen Intensität weiterzuarbeiten, die sie bis 2004 an den Tag gelegt hat.

Und das ist auch gut so, um einen berühmten Wortlaut aufzugreifen, den der Meisterplaner Wowereit vor einigen Jahren in Umlauf brachte. Denn Malediction kombinieren geschickt den bekannten, norwegischen Klang des Black Metals mit moderner Aufnahmetechnik, was dem einen oder anderen sicherlich sauer aufstoßen wird. Aber machen wir uns nichts vor: Schlecht produzierten und innovationslosen Black Metal gibt es wie Sand am Meer, ich hab echt das Gefühl, als ob jeder zweite Mensch sich heimlich eine Gitarre schnappen und inkognito Musik einschrammeln würde. Da kommen Ragnarok, die gar nicht erst versuchen, die Monotonie zu verstecken, sondern durch bedachtes Einsetzen von Dur-Riffen die Lieder aufzulockern und mit einer angenehmen Tonqualität aufwarten, mehr als gelegen.

Vor allem die ersten drei Lieder sind absolute Kaufgründe – in jedem Lied gibt es mindestens einen Riff, bei dem ich kurz vor der Ekstase stand, weil er wirklich richtig gelungen ist und die restlichen Lieder komplett in den Schatten stellt. Das ist natürlich schade, da auch das restliche Material Einiges zu bieten hat, aber solche Luxusprobleme wünsche ich mir häufiger.

Fazit: Erst Behexen, jetzt Ragnarok: Zur Zeit gibt’s eigentlich mehr als genug Stoff, den ich hören kann, ohne auf die Dauerrenner zurückgreifen zu müssen, aber es wäre zu schade, nicht weiter auf solche Glücksgriffe zu treffen, denn ich hab von beiden Bands nicht das Niveau erwartet, dass geliefert wurde. In der B-Note schneidet Ragnarok eine Nuance schlechter ab als Behexen, da Behexen es geschafft haben, dauerhaft das Niveau auf dem gleichen Level zu halten, aber wer mit norwegischem Black Metal etwas anfangen kann, kommt an dieser CD nicht vorbei! Anspieltipp:Blood Of Saints, Demon In My View
Gordon E.
9.5
9.5