Ross The Boss – 31.07.2020 – Wacken World Wide Livestream 2020

Proberaumoptik mit klasse Akustik

Eventname: Wacken Wold Wide Livestream 2020

Band: Ross The Boss

Ort: Online (Wacken, Schleswig-Holstein, Deutschland)

Datum: 31.07.2020

Genre: Heavy Metal

In New York haben Ross The Boss ihren Beitrag für den Wacken World Wide Livestream 2020 aufgenommen. Kill With Power, mehr muss man für den Anfang nicht sagen. Nach den vielen negativen Schlagzeilen über seine alte Formation Manowar tut es dem deutsch-amerikanischen Musiker Ross Friedman sichtbar gut, wieder seine Gitarre zu quälen. Klar ist er ein begnadeter Musiker, doch stand und steht er noch oft im Schatten seiner alten Tage. Manchmal ist ein Namenschild am Hals mehr eine Last als Bürde. Darüber wollen wir in dieser kurzen halben Stunde aber bei Ross The Boss nicht diskutieren. Mit Born Of Fire landeten sie im März dieses Jahres erneut in den deutschen Albumcharts. Unter der AFM Records Flagge segelt der Kopf der Gruppe gemeinsam mit. Am Mikrofon steht Marc Lopes, die Bassgitarre steht Mike LePond und die Felle gerbt Steve Bolognese. Die Qualität kann man anbieten. Die Soundspur dürfte noch gut poliert worden sein. Das soll die Freude an diversen Stücken nicht nehmen. Die Zeit rennt jedoch wie bei allen kurzen Einspielungen extrem. Ein Highlight ganz klar Battle Hymn  – alleine die Passage To The Battle We Ride We Crossed A Starlit Sky geht runter wie Öl. Marc Lopes macht einen sehr guten Job und bringt viele Emotionen mit in die Stücke. Der Rest von Ross The Boss steht geschlossen hinter den alten Schlachtwerken. Zeit für viele neue Stücke haben die Amerikaner nicht. Hail And Kill darf da nicht fehlen. I Was Born To Die bringt mich zwei Jahrzehnte zurück in meine frühe Jugend wo, Manowar noch rauf und runter liefen. Mit erhobenen Fäusten konnte man ohne Probleme den „Dicke Eier Epic Heavy Metal“ abfeiern. Die Proberaumoptik kennen wir in den letzten Monaten von einigen Streams, Ross The Boss haben aber gekonnt eine Bühnenline aufgezogen und turnen motiviert vor ihrem etwas zu großen Backdrop umher. Die Kameraführung ist einfach gestrickt, bringt jedoch alles, was man sehen muss, auf den Punkt. Nicht glamourös aber aussagekräftig, was da in 30 Minuten durch den Wacken World Wide Livestream fliegt.

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