Savaged – Rising

Schnellschuss oder weitere Entwicklung?

Artist: Savaged

Herkunft: Barcelona, Spanien

Album: Rising

Genre: Heavy Metal, Speed Metal, NWoTHM

Spiellänge: 36:02 Minuten

Release: 13.06.2025

Label: No Remorse Records

Link: https://savaged.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Jamie Killhead
Schlagzeug – Cristian Blade
Gitarre – Joan Grimalt
Bass – Aleix Coll

Tracklist:

  1. Ascension
  2. Fire It Up
  3. Queen Of My Salvation
  4. The Long Walk
  5. Across The Burning Fields
  6. The Conqueror
  7. Stars Are Falling
  8. Texas Bloody Texas
  9. Rising

Klassischer Metal aus Spanien? Eventuell erinnert sich noch der eine oder andere erfahrene Metalhead an Carlos Pina und Panzer, die in den 80ern einige Alben wie zum Beispiel Sálvese Quien Pueda veröffentlichten. Im Gegensatz zu den spanischen Altmeistern setzt der Nachwuchs auf die englische Sprache. Savaged haben sich erst 2021 gegründet und liefern 2025 das zweite Album. Bereits das Anfang 2024 erschienene Debüt Night Stealer konnte überzeugen, und die Truppe um die beiden Raptor-Mitglieder Jamie Killhead und Christian Blade hat anscheinend gerade die Arbeitswut gepackt. Auch von Raptor gab es neues Material namens Renaissance im November vergangenen Jahres.

Was gibt es zu hören auf dem Zweitling von Savaged? Nach dem Intro ertönt Fire It Up im Style von alten Helloween oder neuen Enforcer. Sänger Killhead variiert sein Organ, von schrill und hoch bis geradlinig metallisch, immer mit dem Blick auf die Melodie. Queen Of My Salvation knüpft an den Vorgänger an, jedoch ohne den hohen Gesang, dafür mit Tempo und Melodie.

Damit ist der Scope der Scheibe grob umrissen. Ob The Long Walk, Across The Burning Fields oder The Conqueror: Savaged haben ihren Style und erfreuen die Hörerschaft mit 80er-Jahre-Musik, wo selbst der Sound altbacken tönt. The Conqueror gräbt dabei mehr in der NWoBHM und stampft mit einem leicht epischen Refrain durch die Botanik.

In Richtung Plattenende lässt der Titeltrack und Langläufer Rising aufhorchen. Das Ding gehört zu den stärkeren Tracks auf der Scheibe, wo das speedige Metall mit epischen Einflechtungen verwoben wird, aber insgesamt nicht die Durchschlagskraft entwickelt, um vollends zu überzeugen.

Savaged – Rising
Fazit
Gefühlt legen Savaged mit Rising einen Schnellschuss auf den Tisch, wo das restliche Material von Night Stealer anscheinend ebenfalls verwendet werden sollte. Insgesamt wirkt Rising an vielen Stellen unausgegoren und vom Songwriting eintönig. Das Zeug für ein abwechslungsreiches Old-School-Heavy-Metal-Album haben Savaged, was zum Beispiel The Conqueror oder der Titeltrack aufzeigen.

Dass der Sound nach 80er-Jahre klingen soll, ist beabsichtigt und nachvollziehbar. Aber auch hier wären als Vergleich zum Beispiel Sentry zu nennen, die auch einen Old-School-Sound bevorzugen und mit entsprechendem Equipment für eine starke Produktion sorgen. Savaged klingen dagegen eher billig und zwanghaft heruntergedreht. Mit größerer Sorgfalt bei der Produktion wäre selbst für Rising mehr drin gewesen. Insgesamt bleibt der Zweitling klar hinter den Erwartungen und kann aus der Masse der Veröffentlichungen kaum hervorstechen.

Anspieltipps: The Conqueror, Queen Of My Salvation und Rising
Franziska W.
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