Saxorior – Saksen

“Sachlich, aber nicht nüchtern!“

Artist: Saxorior

Herkunft: Pirna, Deutschland

Album: Saksen

Spiellänge: 52:08 Minuten

Genre: Pagan Metal, Black Metal

Release: 18.09.2015

Label: Einheit Produktion

Link: https://www.facebook.com/saxorior/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Eschi
Gesang, Gitarre – Kai
Bassgitarre – Tom
Keyboard – Frank
Schlagzeug – Andy

Tracklist:

1. Hinreise
2. Saksen
3. Litus Saxonicum
4. Irminsul
5. Blutbad von Verden
6. Sax
7. Stellinga
8. Rückkehr

Saxorior - Saksen Cover

Lange ist es ruhig um die Heiden aus Pirna geworden. Geschlagene sieben Jahre haben Saxorior zwischen ihrem letzten Album Völkerschlacht und dem neuesten Werk Saksen verstreichen lassen. Seit September 2015 stehen nun acht neue Tracks griffbereit und warten nur noch darauf, von euch aus den CD-Regalen eures Musik Dealers entführt zu werden. Musikalisch schielen die fünf schwarz angehauchten Pagan Metaler eben in typisch heidnische Muster, greifen geschichtliche Details auf und lassen ihre Sympathie zum Black Metal nicht versiegen.

Mit Hinreise lassen es die mittlerweile erfahrenen Recken, die im Januar ihren 22. Geburtstag feiern, gemütlich angehen. Nach ihrer ersten Demo The First Fight ist im Hause Saxorior viel passiert. Saksen ist das nunmehr siebte offizielle Studioalbum, das über Einheit Produktion vermarktet wird. In über vier Minuten schlängelt das Intro durch den dicht gewachsenen Wald ohne vom Weg abzukommen. Die erfolgreichsten Zeiten des Pagan Metal durften die Männer bereits hautnah miterleben. Die rosigen Zeiten von vor zehn Jahren wurden zwar deutlich eingeschränkt, der Underground lebt aber nach wie vor und möchte gefüttert werden. Da passt der Titeltrack Saksen ganz gut ins Beutechema. Ein bisschen was vom alten Heidevolk wird in Black Messiah bzw. Wolfchant Ursprünge gemischt. Das Resultat offenbart genretypische Melodien, die in bekannten Mustern an die am Lagerfeuer sitzenden Gewand-Träger weitergeleitet werden. Mit fast zehn Minuten ist Saksen der zweitlängste Tite, derl neben dem Epos Blutbad von Verden die magische Marke als einziger knackt. Der Maingesang wird durch Schlachtgesänge unterstützt ohne dabei in neue Fahrwasser vorzudringen. In ruhigen Gewässern funktionieren Saxorior am besten. Treibende Elemente laden zum Kopfnicken ein, während die deutschen Texte den Hörer zu keiner Zeit überfordern.

Fazit: Die Männer aus Pirna bekämpfen ihre Schaffenspause mit Saksen, einem Album, das keinem weh tut und ohne Probleme hier und da angespielt werden darf. Große Innovationen durfte man vorab nicht erwarten. Der eingefahrene Weg hingegen wird kraftvoll beackert ohne ihn bis auf unfruchtbaren Boden kahl zu rasieren.

Anspieltipps: Saksen und Sax
Rene W.
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