Skull Fist – Chasing The Dream

“Da hat jemand ordentlich Feuer unter´m Hintern!“

Artist: Skull Fist

Herkunft: Toronto, Kanada

Album: Chasing The Dream

Spiellänge: 36:14 Minuten

Genre: Heavy Metal/Speed Metal

Release: 10.01.2014

Label: NoiseArt Records

Link: https://www.facebook.com/skullfisted/info

Produktion: Vespa Studios, Toronto

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Jackie Slaughter
Gitarre – Jonny Nesta
Bass – Casey Slade
Schlagzeug – Chris Steven

Tracklist:

  1. Hour To Live
  2. Bad For Good
  3. Chasing The Dream
  4. Call Of The Wild
  5. Sign Of The Warrior
  6. You´re Gonna Pay
  7. Don´t Stop The Fight
  8. Shred´s Not Dead
  9. Mean Street Rider

Skull Fist - Chasing The Dream

Schrecklich! Immer diese Leute mit ihren Vorurteilen. Von wegen in Kanada gibt es nichts anderes als Waschbären und Ahornsirup. Skull Fist liefern den besten Beweis, dass es in Kanada auch stahlharten Metal gibt. Rund drei Jahre nach dem Debütalbum Heavier Than Metal gibt es nun das neue Werk Chasing The Dream. Wenn es nach Jackie Slaughter gegangen wäre, wäre das Album schon eine ganze Ecker früher erschienen aber es fehlte zuerst an den finanziellen Mitteln und danach musste sich Jackie nach einem medienwirksam Skateboardunfall erst einmal wieder zusammenflicken lassen und warten, bis der ein oder andere Knochen verheilt war.

Wenn man von den Startschwierigkeiten mal absieht, dürfte Chasing The Dream für Jackie Slaughter aber auch eine ganz besondere Bedeutung haben. Skull Fist wurden mit ihrem ersten Album mehrfach ausgezeichnet und erhielten den Rock-The-Nation-Award, der der Band zu einem Plattenvertrag verhalf. Neben den hohen Erwartungen an Skull Fist muss Jackie aber auch beweisen, dass die Band nach dem Weggang von Sir Shred und Alison Thunderland nichts von ihrem Biss verloren hat. Und um da noch einen draufzusetzen haben die zwei mit der Band Axxion im Sommer dick vorgelegt.

So Schluss mit dem Vorgeplänkel! Ab mit der CD in die Anlage und laut aufgedreht. Wie im Vorgängeralbum erwartet dem Hörer mitreißender Heavy bzw. Speed Metal in klassischer Manier der 1980er. Wer Wert auf komplexe Rhythmen oder ausgefeilte Riffs legt, wird an dieser Stelle enttäuscht werden. Skull Fist haben nicht herumexperimentiert, sondern liefern energiegeladenen, schnellen und fetzigen Heavy Metal ab. Dabei ist das Album immer wieder mit kleinen Anspielungen oder Parallelen aus Jackie Slaughters Leben versehen. So ist der Song You´re Gonna Pay ganz klar die Abrechnung mit den ehemaligen Bandmitgliedern. Jackie hat aber auch kein Problem damit sich selbst auf die Schippe zu nehmen. In Mean Street Rider kann man zu Beginn einen Skateboarder hören, der sich anscheinend schmerzhaft auf die Fresse legt.

Chasing The Dream wird sicherlich auf jeder Party gut ankommen, für fliegende Fäuste und gute Unterhaltung sorgen, aber trotzdem wären ein paar Experimente oder ausgefeiltere Songs nicht verkehrt gewesen. Das ganze Album hätte noch ein wenig runder gemacht werden können, um wirklich auch den letzten Partymuffel vom Hocker hauen zu können.

Wer Skull Fist einmal in hautnah erleben möchte, hat Glück. Ende Januar starten sie mit Enforcer und Vanderbuyst ihre Europatour.

Fazit: Skull Fist haben so viel Power in das Album gesteckt, dass ich förmlich dazu gezwungen werde, auf meinem Stuhl hin und her zu hüpfen. Das macht zwar das Tippen des Reviews ein wenig schwerer, aber es lohnt sich. Ich bin mit dem Album echt zufrieden. Es wird keinen mit Originalität vom Stuhl hauen und es gibt sicherlich bessere Alben, aber das macht Chasing The Dream mit energiegeladenem Metal wieder wett. Also unbedingt reinhören! Anspieltipps: Chasing The Dream, Call Of The Wild und Hour To Live
Patrick H.
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