Slaughter To Prevail am 02.02.2026 in der Jahrhunderthalle Frankfurt

Es rumpelt ordentlich in der Jahrhunderthalle – und das an einem Montag!

Eventname: The Grizzly Winter Tour 2026

Headliner: Slaughter To Prevail

Vorbands: Dying Fetus, Suicide Silence

Ort: Jahrhunderthalle Frankfurt, Pfaffenwiese 301, 65929 Frankfurt am Main

Datum: 02.02.2026

Kosten: 58 Euro Vorverkauf

Genre: Deathcore

Besucher: ~3000

Veranstalter:  Live Nation

Setlisten:

  1. Revelations
  2. Unanswered
  3. Wake Up
  4. Fuck Everything
  5. Love Me To Death
  6. Disengage
  7. You Only Live Once
  8. No Pity For A Coward

  1. In The Trenches
  2. Unbridled Fury
  3. Wrong One To Fuck With
  4. Into The Cesspool
  5. Grotesque Impalement
  6. Kill Your Mother, Rape Your Dog
  7. Praise The Lord (Opium Of The Masses)

  1. Bonebreaker
  2. Banditos
  3. Russian Grizzly In America
  4. Viking
  5. Imdead
  6. Babayka
  7. Bratva
  8. Baba Yaga
  9. Koschei
  10. Drum Solo
  11. Conflict
  12. Kid Of Darkness
  13. Behelit

Zugabe

  1. Demolisher

Knapp eine Woche später bin ich schon wieder in der Festhalle in Frankfurt. Zuvor waren hier Lorna Shore zu Gast, heute spielen Slaughter To Prevail auf der The Grizzly Winter Tour 2026 in der gleichen Location. Mit am Start sind diesmal Dying Fetus und Suicide Silence.

Suicide Silence – 02.02.2026 – Jahrhunderthalle Frankfurt

Letztere eröffnen pünktlich um 19:30 Uhr den Abend, wobei sie Bohemian Rhapsody von Queen als Intro wählen. Sehr beeindruckend ist, dass gefühlt die komplette Halle mitsingt, aber so kann man schon ordentlich Stimmung machen, bevor der erste Ton aus den Gitarren gequetscht wird! Los geht es mit Revelations, direkt gefolgt von Unanswered, die beide mächtig Druck machen. Die Jungs sind aus Riverside, Kalifornien, zu Gast, und freuen sich einen Ast, auf der Tour dabei sein zu dürfen, wie Sänger Hernan „Eddie“ Hermida verkündet. Eddie ist relativ redselig und erzählt, wie sich die Band gefreut hat, als die E-Mail mit der Toureinladung in den Briefkasten geflattert kam, wie cool es ist, dass an einem Montagabend so viele Leute vor Ort sind, und wie gut sich die Band mit Dying Fetus versteht, mit denen sie sich einen Bus teilen. Dazwischen gibt es auch gut was auf die Mütze, denn Fuck Everything, Disengage oder You Only Live Once scheppern schon ordentlich, und auch in der Menge ist bereits beim Opener ordentlich Bewegung. .

Dying Fetus – 02.02.2026 – Jahrhunderthalle Frankfurt

Apropos Bewegung – eine beinahe lupenreine Choreografie gibt es dann vom Publikum beim Intro von Dying Fetus. Hier dröhnt nämlich Y.M.C.A. von den Village People aus den Lautsprechern. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie eine Horde langhaariger Metaller auf einmal textsicher Popsongs mitsingt und mittanzt. Mit In The Trenches schießen die US-Amerikaner aus Maryland dann aber scharf und schnetzeln sich ordentlich durch die Reihen. Aufgrund der relativ kurzen Spielzeit von gerade mal 30 Minuten gibt das Trio einfach ordentlich Gas. Mit Wrong One To Fuck With, dem neuen Song Into The Cesspool gefolgt vom Klassiker Grotesque Impalement sowie Kill Your Mother, Rape Your Dog machen Dying Fetus einfach eine klare Ansage, und im Publikum zieht der Circlepit fleißig seine Kreise. Kurz vor 21 Uhr ist dann aber Schluss und die Bühne wird für den Headliner umgebaut.

Slaughter To Prevail – 02.02.2026 – Jahrhunderthalle Frankfurt

Und auch Slaughter To Prevail starten mit einem vollkommen untypischen Song als Intro – sie haben sich Eins Zwei Polizei von Mo-Do ausgesucht und auch hier ist das Publikum wieder erstaunlich textsicher und tanzt sich schon mal wach. Mit einem großen Knall und Bonebreaker geht es dann auch ins Set des Headliners. Die Bühne besteht aus einem hohen Drumriser, hinter dem ein aufblasbarer Grizzly thront, zwei Podesten links und rechts, auf denen die beiden Gitarristen während des gesamten Gigs stehen, sowie einem Egoriser für Frontmann Alex Terrible, der zu Beginn mit Maske auftritt, und hier und da Bassist Mike Petrov. Bei Banditos und Russian Grizzly In America gibt es neben dem brachialen Sound auch ordentliche Flammensäulen auf der Bühne, die Mr. Terribles Performance noch weiter unterstreichen. In der Menge geht es ebenfalls von der ersten Minute an richtig ab und es bildet sich ein quasi nicht endender Circlepit, der nur von diversen Wall of Deaths unterbrochen wird. Vor Conflict fordert Alex dann: “Everybody sit down now – I know, every band does it, but don’t care how old you are – sit down!” und freut sich umso mehr, als sich auch die Securitys im Graben hinsetzen. Mit Kid Of Darkness, Behelit und Demolisher als Zugabe geben Slaughter To Prevail zum Schluss noch mal alles und scheuchen die Menge für einen Montag unfassbar durch die Halle.