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Stormruler – Under The Burning Eclipse

Old School Handschrift mit Post Black Metal Gedankengut

Artist: Stormruler

Herkunft: St. Louis, USA

Album: Under The Burning Eclipse

Spiellänge: 60:31 Minuten

Genre: Black Metal, Melodic Black Metal, Old School Black Metal, Post Black Metal

Release: 28.05.2021

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/StormrulerOFFICIAL/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Jason Asberry
Schlagzeug, Gesang – Jesse Schobel

Tracklist:

  1. Shine Of Ivory Horns
  2. Reign Of The Winged Duke
  3. The March Onto Golden Lands
  4. Age Of Steel & Blood
  5. Culling Of The Blood Moon
  6. Blood Of The Old Wolf
  7. Journey To The Unknown
  8. Under The Burning Eclipse
  9. Prithee, Chosen
  10. Of Hollowed Souls & Distant Flame
  11. An Empire Of Ash & Dust
  12. At The Cliffs Of Azure City
  13. Illuminating The Ancient Sky
  14. Dawn Of The Eternal Fire
  15. A Message From A Foreign King
  16. Mark Of The Valkyrie
  17. Blood Ritual
  18. Fear The Old Blood
  19. Fields Of Mortal Shame

Jason Asberry und Jesse Schobel haben gemeinsam die Geburt ihres neuen Babys Stormruler gefeiert. Das erste Kind, welches im Mai 2021 das Licht der Welt erblickt hat, wurde auf den Namen Under The Burning Eclipse getauft. Jeglicher christliche Gedanke ist dem Individuum völlig unbekannt. Der amerikanische Bastard aus modernen und Old School Black Metal Walzen möchte nur eines, möglichst schnell Gefangene machen und diese möglichst qualvoll aus dem Leben nehmen. Atmosphärisch mit vielen melodischen Facetten kommen tödliche Attacken nicht zu kurz. Mit über 60 Minuten Spielzeit und 19 Songs kommt der erste Silberling nicht mal eben auf Kaffeebesuch, sondern bleibt, bis das Tor zur Unterwelt aufgebrochen die feurige Glut gen Himmel bläst. Unter der Flagge von Napalm Records erobern die beiden Männer auch das europäische Festland und nehmen nicht nur Kurs auf die heimischen USA, um jeden Ungläubigen zu unterwerfen.

Das kurze Intro Shine Of Ivory Horns schmeißt den Motor von Under The Burning Eclipse an. Klirrend hämmert Reign Of The Winged Duke die Fäuste immer wieder mit voller Wucht an die heilige Mauer, bis diese einstürzt. Gesanglich gibt es die beiden Musiker aus St. Louis ebenfalls im Duett. Griffige, im Hintergrund agierende Vocals schnüren ein Bündnis mit dem dominanteren Schlagzeug- und Gitarrensound. Grundsätzlich kann man das wiederum nicht stehen lassen. Noch angriffslustiger als der Opener agiert Age Of Steel & Blood und zeigt auf, dass die Lyrics auch deutlich aufblitzen dürfen und können. Technisch einwandfrei servieren Stormruler eine stürmische Performance, die nie an Melodie und Atmosphäre einbüßt. Einflüsse findet man Dutzende, das liegt an der breiten Aufstellung – selbst Dissection leben in den Stücken der Amerikaner wieder auf. Die thematischen Fantasy-Welten passen wiederum wunderbar in die Schublade von Bathory. Spielwitz, blanke Raserei und gebündelter Hass stehen stets im Einklang und nichts wird dem Zufall überlassen. Eine Schande, dass die Scheibe bis heute bei mir lag und erst jetzt den Weg in meine Ohren gefunden hat. Glatter als Darkthrone und vielseitiger als Koldbrann geht es wie oft im Label hörbar in die skandinavische Schiene. Blood Of The Old Wolf bleibt bei der umfangreichen Tracklist nachhaltig im Schädel. Eine super eingängige Nummer mit vielen coolen Hooks und gnadenlosen Höhepunkten. Mit offenem Visier haben Jason und Jesse keine Angst zu verlieren. Dem Tod schreiten sie unerschrocken entgegen und lassen den Sensenmann ganz alt aussehen. Midtempo-Passagen nehmen den Funkenflug aus der verbrannten Erde und kommen meist noch brachialer zurück als zuvor. Eine Stunde ist viel Zeit – durch die geschickt inszenierten Zwischenpassagen von meist um die 60 Sekunden legen sie bewusst Kapitel ein und strukturieren Under The Burning Eclipse wunderbar harmonisch für den Hörer.

Stormruler – Under The Burning Eclipse
Fazit
Was für ein gelungenes Black Metal Allrounder Debüt. Wer von Stromruler noch nichts auf die Ohren bekommen hat, sollte das schleunigst ändern. Eins der spannendsten Genredebüts der letzten Monate. Das Niveau kann trotz der Länge bis in den letzten Track gehalten werden und offenbart, wie abgeklärt die beiden Musiker bereits harmonieren. Die gerade erst angesprochenen Sequenzen als Brücken zwischen den Songs bringen den gewünschten auflockernden Effekt. Höllisch heiß und absolut tödlich!

Anspieltipps: Blood Of The Old Wolf und A Message From A Foreign King
René W.
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