Studiobesuch am 05.11.2017 bei Greydon Fields – Die Interviews mit Gregor und Volker von Greydon Fields und mit Michael Neugebauer vom Rock & Soul Studio, Duisburg

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Artist: Greydon Fields

Herkunft: Essen, Deutschland

Genre: Heavy Metal

Label: Roll The Bones Records

Link: https://www.facebook.com/GreydonFields/

Bandmitglieder:

Gesang – Volker Mostert
Gitarre – Gregor Vogt
Bassgitarre – Patrick Sondermann
Schlagzeug – Marco Vanga
 

Auf Einladung von Gregor durfte ich am 05.11. ins Rock & Soul Studio (https://www.facebook.com/rockandsoulstudio/) kommen, um Patrick während der Bassaufnahmen über die Schulter zu schauen. Die Gelegenheit habe ich natürlich auch gleich genutzt, um sowohl mit dem Produzenten, Michael Neugebauer, als auch mit Gregor und Volker kurze Interviews zu führen.

 

Studiobesuch bei Greydon Fields – v.l.n.r. Gregor, Patrick, Michael

 

Time For Metal / Heike L.:

Heute an einem heiligen Sonntag sitzen wir hier im Rock & Soul Studio bei den Bassaufnahmen von Greydon Fields. Wie lange hast Du denn das Studio schon?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Das Studio an diesem Standort besteht jetzt seit ungefähr fünf Jahren. Ich betreibe das zusammen mit Simon Nellessen, einem Kollege von mir.

Time For Metal / Heike L.:

Und vorher hast Du Tontechniker studiert?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Genau. Ich war auf der SAE in Köln. Für Tontechnik interessiere ich mich eigentlich schon, seit ich 14 bin. Da habe ich schon meine ersten Schritte gemacht, oder sogar noch ein bisschen früher, und – weil ich ja auch selbst Musiker bin – habe ich mir so über die Jahre ein paar Sachen angeeignet und auch immer was ausprobiert. Ich habe dann irgendwann gesagt, ok, ich versuche mal irgendwie ’ne Ausbildung zu finden oder halt Studium oder so, was sich damit beschäftigt. Dann bin ich zur SAE gegangen, habe da auch den Simon kennengelernt, mit dem ich das Studio hier jetzt mache, und habe dann auch die ersten wichtigeren Sachen gelernt.

Time For Metal / Heike L.:

Heute haben wir Greydon Fields hier. Was habt Ihr denn schon alles gemacht?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Wir haben heute Bass aufgenommen. Es ist ja eigentlich in der Regel immer so, dass man Overdub-Aufnahmen macht, sprich, man hat irgendwie eine Demo oder eine Vorproduktion. Bei den Jungs ist es jetzt so, dass die mir eine Schlagzeugspur gegeben haben mit ein paar Gitarren drauf und den Vocals. Wir machen jetzt bei jedem Termin immer entweder Gitarrenaufnahmen oder Bass- oder Vocalaufnahmen, so dass sich der Song dann über die Zeit quasi zusammensetzt. Heute war erst einmal der Bass dran.

Time For Metal / Heike L.:

Und wie ist es gelaufen?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Sehr gut! Wir haben sehr schöne Signale bekommen. Patrick hat sich sehr viel Mühe gegeben, hat auch alles geschafft, was er wollte, und ich find’s ziemlich geil.

Time For Metal / Heike L.:

Aber wie seid Ihr denn überhaupt zusammengekommen?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Zusammengekommen sind wir eigentlich über Patrick Donath, der früher bei Greydon Fields gesungen und Gitarre gespielt hat, mit dem ich jetzt aber schon seit Jahren auch ein Studioprojekt mache, das sich Wicked Disciple nennt. Das ist ein Metal-Studioprojekt, das eigentlich nur aus uns beiden und dem Alex Knauf besteht. Das ist der Schlagzeuger, der für uns die Songs eingespielt hat. Und über den Ted – so nennen wir Patrick – bin ich dann auf den Gregor gestoßen, weil der Gregor freundlicherweise unser Album vertreibt, das wir mit Wicked Disciple gemacht haben. So ist der Kontakt dann halt zustande gekommen, und ich freue mich sehr, dass sich die Jungs dazu entschlossen haben, ihr nächstes Album hier in diesem Studio aufzunehmen.

Time For Metal / Heike L.:

Wenn es also so gut gelaufen ist, musst Du den Jungs ja eigentlich nicht groß in den Arsch treten, so nach dem Motto „nun hau mal rein!“.

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Nein, bis jetzt gab es noch keine so wirklich harten Kritikpunkte, und alles ist sehr gut gelaufen. Wir sind übrigens auch sehr gut im Zeitplan, auch wenn wir ja eine gewisse Deadline erfüllen müssen. Bis jetzt hat es aber super Spaß gemacht.

Time For Metal / Heike L.:

Und machst Du dann auch Mix und Mastering, oder nur die Produktion?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Ich mache auch Mix und Mastering. Das kommt alles aus einem Haus, und zwar im Endeffekt von mir, so dass dann die komplette Platte aus diesem Studio kommt.

Time For Metal / Heike L.:

Ich hatte vorhin schon so ein bisschen mitbekommen, dass Du ab und zu mal sagst „das müsste jetzt vielleicht so und so klingen“. Wie kommst Du darauf? Ist das Intuition, oder weißt Du zum Beispiel, Metal müsste so klingen, da muss sich der Bass so und so anhören?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Es gibt da schon so ein paar Regeln, wie du ein bestimmtes Genre produzieren müsstest/sollst/darfst. Da ich aber in vielen Stilrichtungen, unter anderem auch im Pop, unterwegs bin, versuche ich halt immer, so ein paar, ich sage mal, Tricks oder Regeln anzuwenden. Das betrifft dann zum Beispiel die Songstruktur oder die Arrangements, also wie sind die Gitarren arrangiert, welches Instrument muss einem anderen Instrument vom Sound her irgendwo Platz lassen. Dann versuche ich, diese Regeln so ein bisschen drauf anzuwenden, um einen guten Mix hinzubekommen, dass die Sachen dann am Ende auch interessanter klingen und die Zuhörer auch aufhorchen lassen. Also im Grunde diesen Stil so ein wenig voranzutreiben, um vielleicht auch eine größere Masse damit zu erreichen, das ist ja auch nicht schlecht 😉

Time For Metal / Heike L.:

Gibt es denn trotzdem Bands, die dann aber sagen „nee, wir wollen das aber ums Verrecken so haben, wie wir uns das gedacht haben“? Dass es also zwei Gegensätze gibt, die nicht zusammenkommen?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Normalerweise kommen die Bands oder die Musiker – ich arbeite auch viel mit Einzelkünstlern zusammen, für die ich halt die komplette Produktion mache und die Sachen selber einspiele – zu mir, weil ich das genau so mache und den objektiven Blick auf die Songs habe, und dann versuche, dass auch in dieses Muster reinzupressen. Natürlich nicht mit Gewalt, aber da, wo man es machen kann, mache ich das ganz gerne. Die Leute, die zu mir kommen, sind da auch sehr dankbar für und nehmen das auch gerne an. Ich bin da auch nie an jemanden gestoßen, der gesagt hätte „nee, das wollen wir jetzt so komplett gar nicht machen“. Auf der anderen Seite ist es allerdings auch so, dass ich natürlich auch den Künstlern oder den Bands den Platz lassen möchte, dass sie sagen „ok, das bedeutet uns viel“. Die Künstler sind natürlich auch da emotional mehr drin in den ganzen Sachen als ich, und sollten da irgendwelche wichtigen Parts oder Riffs oder was auch immer irgendwie nicht raus dürfen, dann mache ich es natürlich auch nicht.

Time For Metal / Heike L.:

Also gibt es praktisch auch keine Genrebegrenzungen, wo Du sagst „nee, da würde ich mich jetzt nicht ran wagen“? Du sprachst ja jetzt auch gerade von Einzelkünstlern und vom Pop-Genre, Du spielst selber in einer Band, mit Greydon Fields ist jetzt gerade Metal angesagt…

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Es gab bisher eigentlich nichts, das angefragt wurde, was ich nicht gemacht habe. Es gibt aber auch keine Stilart, wo ich sagen würde „nee, das fasse ich jetzt gar nicht an“. Ich habe natürlich in dem einen mehr Erfahrung als in dem anderen und kenne mich zum Beispiel nicht so gut wie mein Kumpel, der viel im Hip Hop oder in der Soulmusik oder generell mit elektronischen Beats unterwegs ist, in diesen Stilen aus. Aber dafür sind wir halt zu zweit hier. Ich beschäftige mich aber mit jeder Stilrichtung und versuche, mich da reinzufinden.

Time For Metal / Heike L.:

Aber Klassik ist Dir ja wohl eher, wenn ich mir auch den Studionamen so anschaue, noch nicht untergekommen, oder gab es da auch schon Arbeiten?

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Doch, ich habe auch ein paar Erfahrungen in klassischen Orchesterarrangements, weil ich teilweise auch mit Filmmusik zu tun gehabt habe. Ich baue solche Sachen auch gern immer ein, auch im Metal hin und wieder – mal sehen, ob wir vielleicht auch bei Greydon Fields über die nächsten Monate vielleicht das ein oder andere einbringen können… 😀 Gerade so Arrangementgeschichten mache ich sehr gern, obwohl ein Orchester ja schon insgesamt sehr schwer zu komponieren und zu arrangieren ist und das auch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Time For Metal / Heike L.:

Und jetzt ist auch mittlerweile Volker eingetroffen, Gesangsaufnahmen stehen an…

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Damit liegen wir eigentlich vor dem Zeitplan, aber wir wollen mal sehen, dass wir heute vielleicht noch einen Song einsingen können.

Time For Metal / Heike L.:

Und das war es auch schon von meiner Seite. Herzlichen Dank an Dich!

Rock & Soul Studio / Michael Neugebauer:

Ich bedanke mich bei Dir.

 

Studiobesuch bei Greydon Fields – 2017 11 05

 

Jetzt haben Gregor, Volker und ich uns in ein ruhiges Eckchen zurückgezogen, und auch hier darf ich meine Fragen loswerden.

Time For Metal / Heike L.:

Ihr seid jetzt gerade mitten in den Aufnahmen für das neue Album. Was war denn heute so dran am geheiligten Sonntag bzw. was ist noch dran?

Greydon Fields / Gregor Vogt:

Wir hatten heute zwei Stücke Bassrecordings. Unser neuer Bassist Patrick war heute hier in Aktion, hat zwei Stücke eingespielt. Da warst Du ja dabei. Und da wir so gut vorankamen und die Probe von Michas Band ausfällt, haben wir heute noch Gesangsaufnahmen. Die stehen jetzt gleich an.

Time For Metal / Heike L.:

Volker ist ja auch schon eingetroffen. Wie hast Du Dich vorbereitet?

Greydon Fields / Volker Mostert:

Ich habe im Auto hierhin schön gesungen, aber nicht unsere Sachen 😀 Ich singe einfach mit, was so läuft, dann ist die Stimme schon mal ein bisschen in Fahrt.

 

Studiobesuch bei Greydon Fields – 2017 11 05

 

Time For Metal / Heike L.:

Heute ist es ja gut gelaufen mit den Aufnahmen. Wie läuft es denn generell? Seid Ihr da im Zeitplan?

Greydon Fields / Gregor Vogt + Volker Mostert:

Wir sind recht gut im Zeitplan, denn wir haben uns auch gesagt, dass wir da diszipliniert im Rennen bleiben. Insgesamt werden es auf dem neuen Album neun Stücke werden, die Titel verraten wir hier noch nicht. Für sieben Songs sind wir mit der Gitarre durch, nächste Woche kommt das achte, und dann haben wir noch mal etwas Besonderes: Unser Bassist Patrick ist in seinem früheren Leben eigentlich auch Gitarrist gewesen. Der hat für das Album ein eigenes Stück beigesteuert, das uns sehr gut gefällt, und er wird bei diesem Song auch die Gitarre einspielen. Was die Vocals betrifft, sind wir heute beim fünften Song, und im Dezember machen wir die Drumaufnahmen komplett in einer Rutsche. Das hängt auch damit zusammen, dass sich die Songs hier auch noch ein bisschen entwickeln. Wir sind hier ins Studio gegangen mit einem, ich sage mal, Gerüst, das zu 90 % steht, und wo wir gesagt haben, dass wir das ein oder andere vielleicht noch ändern. Deswegen wollten wir die Songs eigentlich hier noch aufbauen, um sie dann mit den Drums abzuschließen.

Time For Metal / Heike L.:

Das heisst dann aber, dass Ihr das live nicht spielen könnt, denn dann fehlt ja der Bass.

Greydon Fields / Volker Mostert:

Nein, dann muss der Gregor das halt lernen und bei dem Song den Basspart übernehmen 😀

Time For Metal / Heike L.:

Was den Songaufbau und eventuelle Änderungen betrifft, habe ich ja vorhin schon gehört, dass der Micha da auch guten Input gibt. Da könnt Ihr auch gut mit umgehen, habe ich so den Eindruck… (?)

Greydon Fields / Gregor Vogt:

Micha ist natürlich auch eine super Wahl für uns. Wir hatten lange darüber nachgedacht, denn die letzten Alben haben wir ja praktisch selbst aufgenommen. Das war für mich auch immer eine Doppelbelastung und eigentlich auch zu viel, weil es mit sehr viel Stress verbunden war. Für mich ist es super angenehm, dass Micha jetzt hier die Aufnahmen macht und natürlich auch noch den Background hat, was Gitarre und Bass betrifft, auch den Gesang und uns auch generell zu pushen. Deswegen war das für uns jetzt die Wahl zu sagen, ok, wir holen uns noch jemanden von Extern dazu, der uns noch ein bisschen berät und uns auch über unseren Tellerrand hinaus gucken lässt und uns auch mehr fordert. Ich fand halt auch das Studioprojekt (Anmerkung Heike L.: Wicked Disciple), was er mit dem Ted auf die Beine gestellt hat, beeindruckend. Da sind sehr viele musikalische Richtungen drin, und man sieht auch, was er musikalisch und harmonisch drauf hat. Das ist nicht immer für uns geeignet, aber man sieht zumindest die Möglichkeiten, die man hat, und er kann halt das ein oder andere auch für unsere Songs anwenden. Wir sind eine Metalband, und das wird auch so bleiben, und wir sind auch balladenfrei, das wird wahrscheinlich auch so bleiben. Letztlich ist es gut, jemanden zu haben, der auch mal andere Inputs gibt und sich mit dem produzieren auskennt. Es ist nicht so, dass er jetzt unsere Songs schreibt. Das sind unsere Songs, und die sind auch zu 90/95 % fertig, aber die letzten 5 % sind halt die, die es vielleicht noch mal ein bisschen abwechslungsreicher macht. Das finde ich eigentlich ganz gut.

Greydon Fields / Volker Mostert:

Das hatten wir halt bei unseren letzten Alben. Wenn man nur in seinem eigenen Saft schmort und nur die eigenen Leute einem beim Gesang zuhören, ist man vielleicht zu schnell zufrieden und alles ist super. Hier kommt dann auch mal ein Vorschlag, mal dieses oder jenes auszuprobieren, mal eine Harmonie hinzuzufügen, oder wo er etwas auf dem Keyboard vorspielt, dass man diese oder jene Tonfolge singen könnte. Das bringt es einfach, das ist einfach noch mal ein Schub nach vorne.

Time For Metal / Heike L.:

Wobei hier jetzt auch schon so viele Namen genannt wurden, da komme ich gleich zu meiner nächsten Frage: Ihr habt ja auch einige Besetzungswechsel hinter Euch bringen müssen. Volker ist jetzt schon ein bisschen länger dabei, aber Drums und auch gerade Bass ist ja ziemlich neu besetzt. Erste Frage: Wie habt Ihr denn die Leute gefunden? Oder haben die Euch gefunden?

Greydon Fields / Volker Mostert:

Es gibt so einige Foren, backstage.pro oder so, wo Musiker, die nach Bands suchen, sich anbieten. Da haben wir den Marco aufgetan. Den haben wir ja dann auf dem Turock Open Air 2016 bei dem Livegig noch für einen Song, nämlich den letzten, noch eingewechselt. Seitdem ist er dabei. Der Patrick hatte sich angeboten, als wir mal gesucht haben. Er meinte damals, er würde schon die ganze Zeit Studioprojekte machen und wollte gern mal wieder eine richtige Band haben. Das waren dann zum Glück wir. Im Dezember 2016 haben wir uns getroffen, und seit Januar dieses Jahres ist er fest dabei.

Greydon Fields / Gregor Vogt:

Das ist wirklich eine super Konstellation. Wir haben im Proberaum und auch beim Songwriting festgestellt, dass Patrick eine echte Bereicherung ist. Zum einen ist er so ein Technikfetischist und auch, was das Spielen selbst angeht, dauert es ziemlich lange, bis er mit sich selbst zufrieden ist. Das bringt uns natürlich voran. Er hat auch viele Ideen und hat jetzt gerade bei einigen Songs die Intros für uns geschrieben. Das klingt wirklich super. Er hängt sich da rein und ist für uns eine wirkliche Bereicherung.

Time For Metal / Heike L.:

Das wäre meine nächste Frage gewesen, nämlich, inwieweit sich durch diese Besetzungswechsel auch etwas an der Aufgabenverteilung, zum Beispiel auch beim Songwriting geändert hat. Die ist ja damit beantwortet 😀

Greydon Fields / Volker Mostert:

Auch live ist es aber ein Unterschied. Wir haben ja eine ganze Zeit mit zwei Gitarristen auf der Bühne gestanden und hatten auch, als Ted raus war, überlegt, ob wir wieder einen zweiten Gitarristen mit an Bord nehmen. Nachdem wir das live ein paar Mal nur mit einer Gitarre ausprobiert hatten, haben wir dann entschieden, dass das eigentlich eine gute Sache für uns ist. Der Patrick spielt entsprechend den Bass ein bisschen anders als nur ein bisschen Rhythmus, sondern er wirkt auch in den Rhythmusgitarrenbereich rein, indem er auch ein paar Verzerrungen und so was reinbringt. Damit kompensiert er im Grunde die fehlende Gitarre. Und so ist das dann live ein cooler Sound, und wir sind damit sehr zufrieden. Auch das Feedback vom Publikum, nachdem wir zwei oder drei Mal so zusammen gespielt haben, war gut. So sind wir eigentlich ganz zufrieden damit, und ich denke, dass wir jetzt nicht unbedingt noch einen zweiten Klampfer mit reinnehmen. Ich habe auch keine Ambitionen, das zu übernehmen, weil ich auch nicht besonders gut Gitarre spiele. Ich mache das zwar gerne, aber das stört mich dann auch beim Singen.  Das sind irgendwie Gehirnhälften, die da kollidieren, das funktioniert nicht 😀 Ich könnte vielleicht ganz runtergedampfte Riffs mitspielen, aber wir brauchen das ja gar nicht.

Time For Metal / Heike L.:

Und Du, Gregor, das hatte gestern auch eine Besucherin beim Rheinhausen übernimmt gesagt, Du bist ja auch an vielen Fronten aktiv: die Band, Plattenfirma, Beruf, Familie… Wie geht das?

Greydon Fields / Gregor Vogt:

Es macht einfach Spaß. Es ist natürlich so, dass man mit einem kleinen Kind auch ein bisschen mehr Zeit hat, weil man nicht unbedingt immer jeden Abend unterwegs ist. Da hat man halt auch mehr Zeit, vielleicht auch abends mal Songs zu schreiben. Ich schreibe auch lieber Songs, als dass ich rausgehe, wobei man sich da natürlich entscheiden muss. Ich gehe natürlich gern auf Konzerte, aber gleichzeitig habe ich einen Heidenspaß daran, Songs zu schreiben, Sachen auszuprobieren, auch jetzt mit den anderen Bands. Das macht einfach super viel Bock. Man kommt mit Leuten ins Gespräch, mit vielen talentierten Musikern, man tauscht sich da aus und kriegt dadurch auch andere Anregungen. Das macht Hölle viel Spaß, und die Zeit ist da. Das kriege ich alles unter einen Hut.

Time For Metal / Heike L.:

Und wie ist jetzt der Zeitplan für das Greydon Fields-Album? Kannst Du da schon irgendwas sagen?

Greydon Fields / Gregor Vogt:

Wir wollen eigentlich bis Ende des Jahres komplett durch sein. Bis Mitte November möchte ich meine Gitarren drin haben, dann hätten wir den Rest vom November noch für Bass und Gesang. Im Dezember könnten wir dann dir Drums machen. Gerade wird auch das Artwork gestaltet, und da haben wir eine Deadline gesetzt für Mitte Januar. Irgendwann so im April soll es dann veröffentlicht werden. Davor braucht man ja auch noch eine gewisse Zeit für das Presswerk, für die Bemusterung der Magazine usw., das will man ja im Vorfeld auch schon alles haben. Du selbst schreibst ja auch Reviews und hast da Deine Deadlines, Du kennst das also 😉 So acht Wochen vor Release sollte man die CD in der Hand haben, dass man die rausschicken kann, auch an die Onlineplattformen, dass es dann auch digital verfügbar ist, das braucht auch eine gewisse Zeit. Da ist viel vorzubereiten, vielleicht will man auch noch ein Video machen oder irgendwie so etwas. Es ist schon gut, sich auch Deadlines zu setzen, denn sonst macht man dies noch und jenes noch…

Greydon Fields / Volker Mostert:

Wir sind ja auch Anfang Mai 2018 auf dem A Chance For Metal-Festival in Andernach, und ich hatte so die Idee, dass es schon schön wäre, wenn man den Leuten da irgendwas hinstellen kann und sagen kann „das ist unser neues Album“ und vielleicht auch eine interessierte Hörerschaft vorfindet, die dann auch noch mal die CD mitnimmt. Und Deadlines kennt man ja auch aus dem Berufsleben, da lernt man das einfach. Da werden Pläne aufgestellt, die müssen nicht immer alle eisenhart befolgt werden, aber am Ende sollte schon eine Deadline stehen. Ansonsten, wenn man sich die reinen Künstler anschaut, die dann rummäandern, und dies und jenes noch, und dann wird das nie was, so Marke Tool, nach zehn Jahren, wo die Fans schon gar nicht mehr hoffen, dass da irgendwann noch mal was kommt… 😀

Time For Metal / Heike L.:

Dann bedanke ich mich bei Euch beiden für das nette Gespräch, und meinerseits war es das auch schon. Habt Ihr noch was anzumerken?

Greydon Fields / Gregor Vogt:

Heavy Metal is the law! 😀

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