“Eine Perle aus dem Underground“

Artist: Sublevel

Herkunft: Duisburg + Essen, Deutschland

Album: borders

Spiellänge: 21:07 Minuten

Genre: Modern Death Metal, Melodic Death Metal, Technical Death Metal

Release: 01.04.2017

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/sublevelband/

Bandmitglieder:

Gesang – Marvin
Gitarre und Backgroundgesang – Sebastian
Gitarre – Dominik
Bassgitarre – Chris
Schlagzeug – Martin

Tracklist:

  1. revery
  2. disposition
  3. empire
  4. syncope
  5. i.m.perfection
  6. divided
  7. borders
  8. apathy

 

Da gehe ich am 06.05. zur CD-Releaseshow von Call Of Charon, kenne von den fünf Bands, die an dem Abend insgesamt auftreten, zwei nicht, aber gleich die erste, nämlich Sublevel aus Duisburg und Essen, haut mich so was von aus den Socken, dass ich direkt nach dem Auftritt zu den Jungs hingehe. Daraus entwickeln sich dann sehr nette Gespräche, und für mich steht ziemlich schnell fest, dass die am 01.04. komplett in Eigenregie veröffentlichte EP borders dringend bekannter gemacht werden muss. Leider ist die nur etwas über 21 Minuten lang, und manche Songs klingen zum Ende hin auch arg „abgewürgt“, aber die Songs an sich haben es definitiv in sich.

Nach dem gesprochenen Intro revery, das definitiv keine Fröhlichkeit verbreitet, hauen die Jungs von Sublevel nach dem noch etwas verhaltenen Start mit disposition gleich mal alles in Klump, schaffen es aber mit den Clean Vocals von Sebastian einen kongenialen Kontrapunkt zu setzen. Da kommt fast ein wenig Insomnium-Feeling auf. Da empire mit etwas über vier Minuten fast doppelt so lang ist, kann man sich hier dann richtig austoben, und zum ersten Mal ein wenig Black Dahlia Murder einstreuen, bevor es fast schon in epische Gefilde geht. Die komplette Ekstase gibt es allerdings bei i.m.perfection – grandiose Schreibweise! – wo ich mich nur immer wieder wundern kann, wie problemlos Marvin zwischen den tiefsten und bösesten Growls und dem wirrsten Geschrei wechselt. Auch live eine Show für sich. Eine Show für sich ist natürlich auch die Instrumentalfraktion, und zwar sowohl die Saitenflitzer als auch Martin am Schlagzeug.

Den sich durch das Album ziehenden Faden spinnt auch divided weiter, wildestes Trommelfellgeprügel und fieseste Growls in beständigem Wechsel mit höllisch guten Screams. Mein persönlicher Favorit kommt dann mit borders, der ungefähr nach der Hälfte des Songs wieder in diese wunderbare Insomnium-Aura eintritt – Clean Vocals von Sebastian inklusive – und da auch mit einem Gänsepelle verursachenden grandiosen Gitarrensolo aufwarten kann. Irgendwie passend zum Titel ist apathy ein sehr ruhiges Klavierstück, mit dem die EP sehr behutsam zum Ende geführt wird.

Wer immer noch skeptisch ist, kann sich die EP auch auf Soundcloud anhören. Die Scheibe sollte aber definitiv bei jedem Fan des Genres im Regal stehen bzw. die soundfiles auf dem PC sein:

https://sublevelband.bandcamp.com/

Sublevel - borders
Fazit: Die Scheibe wird wahrscheinlich irgendwann als großer silbernen Klumpen meinen CD-Player ruinieren, denn das Teil läuft bei mir während wirklich jeder Autofahrt im Endlosmodus. Es wird ums Verrecken nicht langweilig, immer und immer wieder die acht Stücke vor den Latz geknallt zu kriegen. Punktabzug gibt es wirklich nur wegen der teilweise arg "abgewürgten" Songs.

Anspieltipps: Hört Euch dieses viel zu kurze Meisterwerk in seiner ganzen Pracht an. Mein Favorit ist auch nach dem drölfzigsten Hören borders.
Heike L.9.5
9.5Gesamtwertung
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