TesseracT – Errai

“Ein nettes Gimmick“

Artist: TesseracT

Herkunft: Großbritannien

Album: Errai

Spiellänge: 18:59 Minuten

Genre: Ambient, Progressive Metal

Release: 16.09.2016

Label: Kscope Records

Link: https://www.facebook.com/tesseractband und http://tesseractband.co.uk/

Bandmitglieder:

Gesang – Daniel Tompkins
Gitarre – Acle Kahney
Gitarre – James Monteith
Bassgitarre – Amos Williams
Schlagzeug – Jay Postones

Tracklist:

  1. Survival
  2. Cages
  3. Tourniquet
  4. Seven Names

tesseract-errai

 

Das Debütalbum der Band TesseracT erschien im Jahr 2011, mittlerweile hat man insgesamt drei Alben veröffentlicht. Das letzte, Polaris, kam im September letzten Jahres heraus. Anlässlich der US-Tour mit Gojira hat sich das Plattenlabel Kscope Records nun dazu entschlossen, eine spezielle Tour-Edition herauszubringen. Diese umfasst erneut das Album Polaris sowie eine zweite Bonusdisc Errai, auf der es eine überarbeitete Version von vier Songs von Polaris gibt. Stark eingebunden in diese Arbeit war der langjährige Produzent und Soundengineer Aidan O’Brien, und Sänger Daniel Tompkins sagt zu diesem „Projekt“ folgendes:

“It’s been fantastic to re-visit & re-work the vocals to some of the Polaris tracks from a different angle and with the benefit of time and space. The normal process of writing TesseracT songs starts with the creation of the music followed by the lyrical content; this time Acle and Aidan have stripped away the music and re-created the songs based around the vocals. As a result this has allowed much more breathing space between both and also highlighted much more detail in the performance”

Um auch ja nichts falsch zu machen, habe ich direkt nach den Errai-Versionen, die, bis auf Tourniquet, kürzer sind als die Originalversionen, die Songs vom Album Polaris gehört, und das gleich mehrfach. Die Unterschiede sind schon gut hörbar. Aus dem noch sehr TesseracT-typischen Survival ist jetzt auf Errai ein sehr relaxter, ein wenig jazziger, und fast schon im Ambient zu verortender Song geworden. Der Track Cages ist insgesamt auch ruhiger gehalten, lehnt sich im Grunde aber sehr an die Originalversion an. Auch hier steht jetzt der Gesang von Daniel mehr im Vordergrund, die Instrumente halten sich vornehm zurück, und speziell der sehr markante Bass der Originalversion fällt weg. Von Tourniquet hätte ich eigentlich nicht gedacht, dass man es noch wesentlich ruhiger halten könnte, aber auf Errai kann man hören, dass es geht. Da dies der einzige Song ist, der jetzt länger ist als die Originalversion, zieht es sich für meine Ohren ein wenig. Der letzte Song des Albums Polaris ist auch hier der letzte, nämlich Seven Names. War er auf Polaris durch den TesseracT-typischen Ausbruch noch ansatzweise abwechslungsreich, ist davon auf der Errai-Version nicht mehr viel übrig geblieben, er mäandert so zwischen Ambient und Jazz vor sich hin und ist mir persönlich dann doch definitiv viel zu ruhig.

Fazit: Ich bin mittlerweile eigentlich von keiner Band so ein Die-Hard-Fan, dass ich jede Neuauflage oder irgendwelche überarbeiteten Versionen brauche. Dazu habe ich auch zu viele verschiedene Bands in meiner Playliste. Da ich mich aber auch noch an Zeiten erinnern kann, als das ganz anders war, stehe ich solchen Aktionen auch nicht grundsätzlich negativ gegenüber. Mir persönlich gefallen von allen vier Songs die Polaris-Versionen besser, aber es ist schon interessant, wie Aidan O'Brien die vier Songs neu interpretiert und aufgestellt hat.

Anspieltipp: Cages
Heike L.
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