The Devil And The Almighty Blues – TRE 

Teuflischer Stoner Blues

Artist: The Devil And The Almighty Blues

Herkunft: Oslo / Norwegen

Album: TRE

Genre: Stoner Rock, Heavy Blues Rock

Spiellänge: 48:36 Minuten

Release: 29.03.2019

Label:  Blues For The Red Sun

Link: https://www.facebook.com/thedevilandthealmightyblues/

Bandmitglieder:

Gesang – Arnt Olaf Andersen
Gitarre – Petter Svee
Gitarre – Torgeir Waldemar Engen
Bass – Kim Skaug
Schlagzeug – Kenneth Simonsen

Tracklist:

01. Salt The Earth
02. One For Sorrow
03. Lay Down
04. Heart Of The Mountain
05. No Man´s Land
06. Times Ruins Everything

Seit ihrem selbst betitelten Erstling im Jahre 2015 bringen uns The Devil And The Almighty Blues alle zwei Jahre ein neues Album. Nach dem Album II folgt jetzt das schlicht betitelte TRE. Herausgebracht vom norwegischen Label (wie im Übrigen die beiden Vorgänger auch) erscheint es als CD und als schwarzes Vinyl.

Die Norweger bringen einen rotzigen und rauen Blues auf Platte, der heavy ist, ohne Metal zu sein, und langsam und bedächtig ist, ohne Doom zu sein.

Einen Blues also, der so etwas wie das Salz in der Suppe ist. Über 12 Minuten lang ist der Opener Salt The Earth. Die Gitarre eröffnet den Song bedächtig mit ein paar Riffs, bevor die anderen Instrumente einsetzen und etwas Druck aufgebaut wird. Nach ca. drei Minuten setzt Sänger Arnt O. Andersen mit seinem Gesang ein. Der Song gewinnt mehr an Fahrt und kommt zu einem Höhepunkt. Dann gibt es einen Break. Die Gitarre spielt zerbrechlich weiter – es dauert, bis die anderen Instrumente erneut dazu kommen. Sie eilen praktisch zur Hilfe und es wird wieder Fahrt aufgenommen, dies sogar mit einer Vehemenz. Das ist zwar nicht radiotauglich, aber scheiß der Hund drauf, das wollen die Norweger ja überhaupt nicht. Ihre Musik eignet sich für lange Stoner Sessions und äußerst cooles Abrocken.

Neben dem bereits erwähnten Salt The Earth haben auch die anderen Songs eine ordentliche Länge, wie man sich bei fast 49 Minuten Albumlänge und sechs Songs gut vorstellen kann.

One For Sorrow geht aus meiner Sicht weiter in den Heavy Blues Rock der Seventies zurück. Der Rhythmus erinnert ein wenig an den Sound der Nativ Völker der USA. Im Hintergrund vernehmen wir sogar eine weibliche Stimme.

Lay Down hat einen etwas forscheren Rhythmus, bleibt dabei trotzdem sehr entspannt und stoned. Arnt Olaf Andersen Stimme wird im Mittelteil zudem etwas mit Effekten verändert.

Wesentlich slowlier kommt Heart Of The Mountain daher. Der Bass fährt eine schöne tiefe Linie. Der Song wälzt sich langsam zum Heart Of The Mountain dahin und nimmt für The Devil And The Almighty Blues typisch Kraft auf, um dieser immer wieder verspielt auszuweichen. Was für ein genialer Song, der den Blues geradezu zum Teufel schickt.

No Man’s Land ist fast schon sehr melodiös, aber schön rockig verschroben. Die dazu gehörigen Breaks fehlen natürlich nicht.

Mit dem letzten Titel des Albums nähern wir uns wieder dem ersten Song des Albums. Ein Intro mit Slideguitar im Hintergrund, der Song nimmt langsam aber gewaltig an Fahrt auf. Bluesig und Stoner sind wieder angesagt. Erneut so ein extrem geiler Song, dem Gott sei Dank jede Radiotauglichkeit abgesprochen werden kann. Das muss ich ja eigentlich überhaupt nicht mehr erwähnen. Times Ruin Everything ist ein genialer bluesiger Stoner. Ein Break, in dem der Song sehr zerbrechlich wirkt, bevor er wieder an Fahrt aufnimmt.

The Devil And The Almighty Blues gehen ab Ende April auf Tour. Beim DesertFest in Berlin habe ich persönlich die Möglichkeit, sie mir live anzuschauen. 

Hier die Tourtermine:

28.04.19 – DE – Hamburg, Knust + Stoned Jesus
29.04.19 – NL – Groningen, Vera + Stoned Jesus
30.04.19 – DE – Dresden, Beatpol + Stoned Jesus
01.05.19 – DE – München, Feierwerk + Earthles
02.05.19 – DE – Wiesbaden, Schlachthof + Earthless
03.05.19 – DE – Berlin, Desertfest
04.05.19 – NL – Nijmegen, Sonic Whip
05.05.19 – GB – London, Desertfest
06.05.19 – FR – Paris, Petit Bain + Color Haze
08.05.19 – AT – Wien, Arena
09.05.19 – AT – Salzburg, Rockhouse
10.05.19 – DE – Stuttgart, Universum
11.05.19 – DE – Köln, Helios

Fazit
TRE, das neue Album von The Devil And The Almighty Blues besticht mit seiner rauen und rohen Art. Gegenüber den Vorgängern haben sie sich nicht allzu weit wegbewegt. Wieso auch? TRE enthält genau die Mucke, die die Fans von The Devil And The Almighty Blues erwarten. Songs, die sich schwer und langsam entwickeln. Heavy ohne Metal und langsam und bedächtig, ohne Doom zu sein. Dazwischen liegt die Musik der Band. Heavy Stoner Blues Rock. Genau das richtige für die ausgedehnten Festivals im Sommer. Und sie lassen den Stücken genug Zeit sich zu entwickeln. Das ist gut so!

Anspieltipps: Salt The Earth, Lay Down und Times Ruins Everything
Juergen S.8.9
Leser Bewertung0 Bewertungen0
8.9
Punkte

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
Sorcery – Necessary Excess Of Violence