„Untypisch“
Artists: The Moth
Herkunft: Hamburg, Deutschland
Album: And Then Rise
Spiellänge: 54:38
Genre: Sludge, Stoner Rock
Label: This Charming Man
Release: 04.04.2015
Bandmitglieder:
Cecile – Bass, Gesang
Freden – Gitarre, Gesang
Tiffy – Schlagzeug
Tracklist:
01. Awaiting
02. Travel Light
03. Fade Away
04. Battle Is Over
05. To Rise (In Vino Veritas)
06. Last Times
07. Slowly To Die
08. Seek And Burn
09. When Summer Ends
10. Fire
So wie es der von mir gewählte Titel „untypisch“ bereits sagt, sind The Moth aus Hamburg am besten zu beschreiben. Die Musik der dreiköpfigen Band wird als Sludge und Stoner Metal beschrieben. Wenn man heutzutage Deutschland mit Metal verbindet, würden einem wohl eher Subgenres wie Death und Thrash Metal in den Sinn kommen. Auch wenn man Menschen anderer Kontinente fragen würde, was sie mit Deutschland im Bezug auf Metal verbinden, wären sicher andere Genres als erste Antwort dabei als Sludge oder Doom Metal.
Das neue Album And then Rise würde ich als ein konkretes Album beschreiben. Mit „konkret“ meine ich dabei ein Album mit gutem Sound und Liedern mit angenehmer Spieldauer. Eine Platte, die man gut bei einer Autofahrt hören kann, ohne tief darüber nachzudenken und die Fahrt währenddessen zu genießen.
Nach genauerem Zuhören kamen für mich jedoch gewisse Schwierigkeiten hoch. Als ich jung war dachte ich, es macht keinen Unterschied, was ich gerade höre. Mit der Zeit und dem Alter wird man nur Bands hören, von denen man alles mag – alle Stücke und alle Alben- und nicht nur die guten oder nicht ganz so schlechten Lieder von der einen oder anderen Band. Mit dieser Meinung lag ich definitiv falsch und deshalb werden Songs wie Fire und To Rise (In Wino Veritas) mehrmals in meiner Playlist auftauchen.
Zurück zu And then Rise. Da es in diesem Genre eher untypisch ist zwei Sänger zu haben, sind die Erwartungen am Anfang von Grund auf etwas anders. Auch wenn diese Idee als gut erscheint, kommt die Frage auf, ob dieses Konzept auch umsetzbar ist. Ich persönlich habe mir vor dem ersten Anhören etwas anderes vorgestellt. So dachte ich, dass die beiden Sänger jeweils ihre eigenen Gesangstellen haben. Sie sind jedoch ausschließlich gleichzeitig zu hören und oft fragt man sich, ob die beiden Stimmen an der einen oder anderen Stelle überhaupt nötig sind. Leider wirkt es dadurch hier sehr schnell monoton.



